Obwohl die Muffins so gänzlich wow waren, konnten sie das vorherrschende Brrrgefühl nicht so wirklich verscheuchen. Immer wieder am letzten Ferientag kämpfe ich damit. Auf irgendeine Art und Weise freue ich mich auf die Schule, auf die Kinder, auf das Wiederarbeiten, und trotzdem steht dieser erste Schultag nach den Ferein immer wie eine Wand vor mir. Den ganzen Tag über grüble ich schon darüber nach, woran dies liegen kann. Klar sind Ferien immer eine schöne Zeit: viel Familie, Enspannung, Zeit für Dinge, zu denen man während der Schulzeit nicht kommt, Urlaub, Verabredungen. Aber das ist es nicht nur. Vor allem genieße ich die Unbeschwertheit, die Leichtigkeit des Seins und ich weiß, dass mit dem Ende der Ferien der Lebensrhythmus wieder schwerer sein wird. Ich werde wieder damit zu kämpfen haben, den Spagat zwischen Schule und Familie irgendwie auf die Reihe zu bekommen und ich werde mich wieder mit Facetten des Lebens auseinandersetzen müssen, die von Leichtigkeit weit entfernt sind. Was wird mich morgen erwarten, wenn ich wieder vor meiner Klasse stehe? Mit was für Erlebnissen werden die Kinder aus den Ferien kommen? Während ich mir heute meine Gedanken über den morgigen Tag machte, fiel mir die Geschichte ein, die mir vor ein paar Jahren ein damaliger Schüler nach den Osterferien erzählte. Die Geschichte, die von seinem Vater handelte, der bei einem schlimmen Streit mit seiner Mutter eine Wohnzimmerglastür eingetreten hatte, von seiner Mutter, die die Polizei rufen musste, um den tobenden Vater aus der Wohnung zu bekommen und von Eiern, die den ganzen Streit ausgelöst hatten, weil der Vater sich darüber geärgert hatte, dass die Mutter so viele Ostereier mit ihrem Sohn gefärbt hatte. Ich denke, dass mir auch das ein Stück weit bevor steht, nicht zu wissen, was einen morgen erwartet. Aber, auch wenn dieser letzte Ferientag immer so furchtbar brrrr ist, weiß ich, dass ich morgen aus der Schule kommen werde und sagen kann: Nun ist wieder gut. Nun bin ich wieder drin. Und das ist ein Glück.