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Schuhe kauft man doch so, oder? Man geht in einen Laden und sucht sich Schuhe, die einem gefallen, nimmt sich, sofern vorhanden, die richtige Größe und schlüpft in die Schuhe rein. Wenn das Fußgefühl Okay gibt, geht man ein paar Schritte, schaut zwischendurch immer mal wieder an sich runter, hebt die Füße, dreht und wendet den Fuß, um auch einen guten Seitenblick zu bekommen und hebt auch mal die Jeans für den Komplettschuhanblick. Sollte man nicht ganz sicher sein, hilft auch noch ein Blick in den Spiegel. Schuhe an Körper von vorne, von links, von rechts. Und dann irgendwann die Entscheidung, kaufen oder lassen. Alles ganz normal. Oder so.

Wenn das Tochterkind sich Schuhe kauft, ist das irgendwie anders. Da geht es neben dem blanken Aussehen natürlich zunächst auch um das ganze Drumherum. Und so kann ich Ihnen zum Beispiel seit heute Nachmittag genau erzählen, welche Freundin zur Zeit welche Schuhe trägt, dass Schuhe mit schwarzweißem Karomuster absolutly in sind und dass mir Coverse All Star Chucks für Füße im Wachstum einfach zu teuer sind. Auch legt das Tochterkind eine unglaubliche Detailverleibtheit an den Tag, um zu erklären, warum ein bestimmter Schuh nicht so ganz der Eine sei. Da geht es dann um Nähte, Schnürsenkel, Sohlen, Applikationen. Und das kostet Zeit. Wenn unsereins mit knackigem NeinNeinNeinKönnteGehenNein an der Schauhauslage vorbeigeht, hat das Tochterkind jeden Schuhe gedreht und gewendet. Irgendwann kommt dann aber auch der Punkt des Anbrobierens und es passiert etwas ganz Verrücktes. Hat sich das Kind erstmal für ein Paar Schuhe entschieden und steht mit beiden Füßen drin, dann geht es irgendwie gar nicht mehr um die Schuhe, dann geht es …. ums Lebensgefühl. Da steht das Kind vor dem Spiegel und schaut sich nicht etwa die Schuhe an. Nein. Es schaut sich an. Es schaut sich mitten ins Gesicht. Und das scheint zu wissen, dass diese Schuhe die Einen sind, die, in denen es sich leben lässt. Ich finde das grandios.

Die Schuhe, die sogar schon durch Tiefschnee auf dem Untersberg gelaufen sind, unser ganzer Stolz.

Touri in ihrem Revier.

Da.

6:15 Uhr. Die Wohnzimmertür geht auf und ein schnaufender Ben steht vor mir. Mit einer Selbstverständlichkeit, als sei es das Normalste von der Welt, dass eine schlafende Frau auf dem Sofa liegt, fängst er an mit mir zu plaudern. Es dauert einen kurzen Moment, bis ich realisiere, dass Ben und ich anscheinend die einzigen weit und breit in dieser Wohnung sind, die bereits wach sind, aber dann bin auch schon britzebratzewach und so kommt es, dass 5 Minuten später ein Proffessor Bienlein und eine Frau Antonmann auf dem Sofa sitzen und Baggerprospekte wälzen. 

Der Herr Koppi hat sich heute in der Schule Rihanna auf den linken Handrücken geschrieben. Mit Herzchen über dem I. Süß. Heute Nachmittag hat er einem deutschen Fußballnationalspieler, einem von den Guten, die Hand geschüttelt und nun musste ich gerade den Namen auf seinen rechten Handrücken schreiben. Leider gab es in dem Namen kein I, aber das Herzchen konnte ich mir trotzdem nicht verkneifen. Süß.

Obwohl die Muffins so gänzlich wow waren, konnten sie das vorherrschende Brrrgefühl nicht so wirklich verscheuchen. Immer wieder am letzten Ferientag kämpfe ich damit. Auf irgendeine Art und Weise freue ich mich auf die Schule, auf die Kinder, auf das Wiederarbeiten, und trotzdem steht dieser erste Schultag nach den Ferein immer wie eine Wand vor mir. Den ganzen Tag über grüble ich schon darüber nach, woran dies liegen kann. Klar sind Ferien immer eine schöne Zeit: viel Familie, Enspannung, Zeit für Dinge, zu denen man während der Schulzeit nicht kommt, Urlaub, Verabredungen. Aber das ist es nicht nur. Vor allem genieße ich die Unbeschwertheit, die Leichtigkeit des Seins und ich weiß, dass mit dem Ende der Ferien der Lebensrhythmus wieder schwerer sein wird. Ich werde wieder damit zu kämpfen haben, den Spagat zwischen Schule und Familie irgendwie auf die Reihe zu bekommen und ich werde mich wieder mit Facetten des Lebens auseinandersetzen müssen, die von Leichtigkeit weit entfernt sind. Was wird mich morgen erwarten, wenn ich wieder vor meiner Klasse stehe? Mit was für Erlebnissen werden die Kinder aus den Ferien kommen? Während ich mir heute meine Gedanken über den morgigen Tag machte, fiel mir die Geschichte ein, die mir vor ein paar Jahren ein damaliger Schüler nach den Osterferien erzählte. Die Geschichte, die von seinem Vater handelte, der bei einem schlimmen Streit mit seiner Mutter eine Wohnzimmerglastür eingetreten hatte, von seiner Mutter, die die Polizei rufen musste, um den tobenden Vater aus der Wohnung zu bekommen und von Eiern, die den ganzen Streit ausgelöst hatten, weil der Vater sich darüber geärgert hatte, dass die Mutter so viele Ostereier mit ihrem Sohn gefärbt hatte. Ich denke, dass mir auch das ein Stück weit bevor steht, nicht zu wissen, was einen morgen erwartet. Aber, auch wenn dieser letzte Ferientag immer so furchtbar brrrr ist, weiß ich, dass ich morgen aus der Schule kommen werde und sagen kann: Nun ist wieder gut. Nun bin ich wieder drin. Und das ist ein Glück.

Beim Schultaschefürmorgenpacken. Ach übrigens, Mama, das habe ich für euch für Ostern gebastelt.

Letzter Ferientag, brrrr.

(Schoko-Bananen-Nutella-Muffins sind genau das, was Familie Antonmann heute mal wieder braucht.) 

Dass Geschwister zu so unterschiedlichen Menschen heranwachsen können.

Auf jedes Töpfchen passt ein Deckelchen.

(Familientreffen haben immer ihren ganz eigenen Charme.)

(Danke.)

  

Ein Osterbrauch aus meiner Kindheit. Der Tisch wird beladen mit Öl, Essig, Tubenkram und Gewürzallerlei. Die hartgekochten Eier werden gepellt und halbiert, wobei die große Kunst beim Halbieren darin besteht, möglichst Eihälften mit zwei gleichgroßen Eigelbs zu erhalten. Vorsichtig löst man das Eigelb aus der Eihälfte und legt es zunächst beiseite. Und dann kommt die große Gewürzschlacht. Alles rein, was rein passt und dabei auf eine einigermaßene Ausgewogenheit achten. So konnte der Herr Koppi gestern feststellen, dass er von zu viel Maggi husten muss und ich, dass mehr als zwei Tropfen Tabasco scharf, scharf, scharf sind. Essig und Öl, dies besonders wegen der besseren Verdaulichkeit, hinzu, Deckel drauf und ir.gend.wie das halbe, gefüllte Ei komplett in den Mund. Köstlich. Als Kind wurde ich von meiner Mutter jedes Jahr genötigt, eine Scheibe Brot zu den Eiern zu essen, weil nur Eier, das geht ja nicht. Das fand ich immer blöd und deshalb durfte der Herr Koppi gestern nur Eier essen. Zwei Stück. Wir sagen zu den Eiern immer Soleier, so wie ich es aus meiner Kindheit kenne, wobei mir irgendwann während meiner Jugend klar wurde, dass man Soleier eigentlich in einer Salzlake einlegt. Ist aber egal, lecker ist lecker.

Es gibt drei große Feste im Dorf sagten unsere neuen Nachbarn, als wir vor fünf Jahren hierher zogen. Eins davon ist das Osterfeuer. Immer Ostersonntag, 18 Uhr. Nebenan, beim Feuerwehrhäuschen, grillt die Freiwillige Feuerwehr und verkauft Getränke aller Art, die Damen vom Roten Kreuz haben einen kleinen Pavillion aufgebaut und verkaufen Salat, mit Knoblauch und ohne Knoblauch. Für die Kinder gibt es warmen Kakao für umsonst, für die Eltern gibt es warmen Kakao gegen Geld, dafür aber mit Schuss. Ein kleines Stück den Feldweg runter, das Osterfeuer. Ab Ostersamstag fahren die Landwirte der näheren Umgebung unermüdlich Grünschnitt an. Trecker für Trecker schieben sich an unserem Haus vorbei. Von unserer Haustür aus sieht man den Osterfeuerberg wachsen.

In unserem ersten Jahr, wir waren gerade ins Haus eingezogen, war ich sehr aufgeregt vor dem Osterfeuerabend. Wir so, als die Neuen im Dorf, wie würden wir uns fühlen, wie würden wir aufgenommen? Zum Osterfeuer zu gehen war für mich damals so etwas wie eine Pflichtaufgabe. Das tat mal also auf dem Dorf, wenn man sich nicht ausgrenzen möchte.

Heute ist unser sechstes Osterfeuer und ich freue mich. Ich freue mich, weil Anton gestern so begeistert die Trecker und den wachsenden Berg beobachtet hat, weil der Herr Koppi schon den ganzen Tag lang dem Abend entgegenfiebert, weil das Osterfeuer so ein Stück Winterbeenden ist, weil man all die Leute aus dem Dorf, die man die letzten Monate über nur im Vorbeifahren oder Vorbeigehen gesehen hat, wiedertrifft, weil man lacht, redet und gute Laune hat, weil dieser Augenblick etwas so Vertrautes, Heimatliches hat, wenn die zwei, die es jedes Jahr machen, sich begleitet von einer großen Menschentraube mit Fackel und Forke auf den Weg zum aufgeschichteten Berg machen, um das Feuer zu entzünden, weil das brennende Osterfeuer in der Dunkelheit warm, leuchtend und faszinierend ist, weil die Kinder kreischend über die Felder toben, weil ich, wenn ich keine Lust mehr habe, einfach nach Hause gehen kann, weil es eben keine Pflichtaufgabe ist, sondern einfach nur eine schöne Tradition.

  

(Und nur ein Ei angedetscht.)
(Und außerdem einen tollen Schneemann gebaut.)

Frohe Ostern, Sie da draußen.

- Eigentlich wollte ich ja für meine Schnuller so was, wo die Beine artig werden.
- ?
- Wo der Weihnachtsmann immer drauf sitzt.
- ??
- ???
- Ach so.

Heute Nacht wurde getauscht: Schnuller gegen eine Packung Lego Mosaik. Und ohne zu fragen wurde mit den Schnullern auch das letzte Stückchen vom kleinen Herrn Anton mitgenommen. Pffff.

(Danke an hannes* für die famose Karte und Danke an Frau Drießen für die feine Fremdpostelei.)

* leider ohne Blogadresse

Weiß jemand, ob es bei Ikea schon Sommergartenmöbel gibt? Wir brauchen nämlich welche für unsere Gartenarchitektnivellierungsterrasse.

Wir sind dicke drin im Ferienrhythmus.

Das Tochterkind hat Übernachtungsbesuch von der Freundin und fragte soeben Dürfen wir Grey’s gucken? S. hat erzählt, das sei total toll. Hey Mädels, das ist meine Lieblingsserie. So geht das doch nicht.

Kinder sind wunderbar. Und man bekommt so viel von ihnen zurück.

Dann streiche ich halt den Punkt Gartenarbeit auf meiner Osterferientodoliste.

  

pict0012.jpg

Morgen, eine Schnupperstunde in der Hasengruppe. Tasche, von hier.

Ich bin ja schon arg verliebt in mein entzückendes Patenhühnchen.

(Mit mehr Fotos kann ich leider nicht dienen, da der Frauamibruder die Tauffeierlichkeiten und das Drum und Dran digitalisiert hat. Ein paar Einblicke gab es ja bereits hier. Freundinnenfotos von Frau Ami und Frau Antonmann wurden auch gemacht, aber die müssen erst noch gesichtet und genehmigt werden. Mal sehen, wer von uns die dann veröffentlichen darf.)

Heute Morgen verkündet das Kind Ich will Bob der Baumeister gucken. Keine Ahnung warum das denn nun plötzlich. Herr Anton hat bisher noch nie den Bob geschaut und ich habe dementsprechend weder konservierte Folgen, noch einen blassen Schimmer, wann und wo der Baumeister im Fernsehen kommt. Heute kam er jedenfalls nicht und ich war so schlau, den Satz Da müssen wir mal Moritz Papa fragen, ich glaube, der kennt sich damit aus dahin zu schnoddern. Eltern von Dreijährigen wissen, dass man jedoch Dinge nicht nur einfach so sagen darf, da diese Dreijährigen die Angewohnheit haben, die Dinge ganz genau zu nehmen. Für Herrn Anton war die Lage klar: Der Papa von Moritz, der kennt sich aus, also fragen wir ihn doch mal. SOFORT. Und da das Kind nicht nur die Dinge ganz genau nimmt, sondern auch noch ein gewisses Maß an Hartnäckigkeit besitzt… Also, lieber Herr Moritz Papa, wie ist das denn nun mit dem Bob, dem Baumeister?

       

Dänemark ist einfach schön.

Wenn dem Herrn Anton auf der Autofahrt langweilig wird, dann steckt er sich halt Brötchenknödelchen in seine Nasenlöcher. Das Lottakind hat ganz tapfer mitgeholfen, die Dinger wieder ans Tageslicht zu befördern, aber ein dicker Knubbel sitzt noch unerreichbar im linken Nasenloch. Ungünstig, wenn Kinder noch nicht schnauben können. Und Herr DüneSieben hat uns freundlicherweise über die möglichen Folgeerscheinungen aufgeklärt. Entweder setzt sich das Brötchenbällchen in den Nebenhöhlen fest und entzündet sich oder es fängt an zu schimmeln und zu stinken. Ich hoffe allerdings immer noch, dass es einfach auf einer riesigen Rotzwelle aus dem Nasenloch gespült wird. 

Der ReiseReiseCountdown läuft. In drei Stunden werde ich im Zug in Richtung Frau Ami sitzen. Dann wird die Zeit rasen. Ich werde am Sonntag kurz das spinnöse Huhn betaufpaten, um dann huschdiwuschdi wieder im Zug nach Hause zu sitzen. Ein kurzes Schläfchen und der Herr Koppi und ich fahren am Montag der Familie nach Dänemark hinterher. Dänemark. Dänemark. Dänemark. Dänemark. Dänemark. Dänemark. Auf der Rückfahrt wird es dann einen kurzen Absteher zur Dünesiebenfamilie geben und ich habe die große Hoffnung, dass ich gestern so viele Unterhosen eingepackt habe, dass für dieses Zusammentreffen für jeden Antonmenschen noch eine saubere übrig sein wird.

Ich bin höllisch aufgeregt, wegen Ami wiedersehen, wegen mit Herrn Paulsen Seit’ an Seit’ am Taufbecken stehen, wegen DüneSieben und Familie kennenlernen. Ich denke, das ist reichlich. Hier schaltet jetzt alles auf Moderationsbetrieb um. Lassen Sie es sich gutgeh’n und bleiben Sie gesund und fröhlich. Wir lesen uns in einer Woche.

Während ich packe hat das eine Kind beschlossen Wir spielen, dass es regnet. Und während ich versuche, alle meine Gedanken auf das Wesentliche zu konzentrieren, drückt mir das Kind immer wieder einen Kinderschirm in die Hand (Aufspannen!) und ich muss so Sachen sagen wie Oh, so ein Regen oder Gut, dass wir einen Schirm haben.

Das andere Kind hat beschlossen, dass es im Urlaub Lego und Hot Wheels braucht.

 

Ich glaube, von dem heutigen Besuch im Kuhstall habe ich den ganzen Tag was. Ich dünste aus.

Wenn man nach zwei Mal Versteckenspielen während der Autofahrt keine Lust mehr dazu hat-  ist ja auch eine reichlich ermüdende Aktion, wenn man das Kind, welches festgeschnallt in seinem Sitz sitzt, suchen soll -  dann fängt das Kind mit seinem Selbstfindungsprogramm an.

Jetzt muss ich mich finden. Wo bin ich denn? Bin ich im Handschuhfach? Bin ich im Kofferraum? Bin ich hinter Papas Sitz? Bin ich hinter Mamas Sitz? Ja, da bin ich ja. Ich hab’ mich gefunden.

Wenn es doch auch sonst so einfach wäre mit der Selbstfindung. 

Wie soll ich es schaffen, den ganzen Kram, der hier für die nächsten Tage ansteht, auf die Reihe zu bekommen, wenn ich noch nicht mal in der Lage bin, eine popelige Fertigpizza zu backen ohne dass sie schwarz wird?

Als das Kind bei H&M verloren ging, fand ich es irgendwann in der Dessousabteilung wieder. Schwer beschäftig mit einem schwarzen Spitzen-BH. Wie geht das denn auf, Mama?

Kofferpacken für den Familienurlaub ist ja an sich schon eine Herausforderung, aber das, was diese Woche auf mich zukommt, das ist Kofferpackendelücks.

Eine Tasche für den Herrn Koppi mit Fußballklamotten für Wichtigwichtigfußballturnier und zwei Übernachtungen bei den Großeltern. Ein wönziges Köfferchen für Frau Antonmann mit Taufoutfit, Ichbesuchedieelternvonamioutfit (mein Gott, Ami, uffjerescht) und Lillyfeetaufgeschenk. Mehrere Taschen für Familienurlaub in Dänemark, unterteilt in Sachen, die db Eva, Lottakind und Herr Anton bereits am Samstag mitnehmen, weil auf jeden Fall die ersten zwei Tage in Dänemark benötigt, aber nur das Nötigste, weil nicht so viel Platz im Auto und Sachen, die Herr Koppi und ich dann am Montag mitnehmen. Zusätzlich dazu diverse Überlegungen zur Werfrisstwannwasverpflegung und Werbringtwomitzeitrumbeschäftigung.

Ich seh’ mich schon vor unzähligen Packlisten sitzen, weil mein strukturbedürftiges Hirn sonst Amok laufen würde. Delücks.

Im Bad mit Herrn Anton. So kurz vor Insbettbringen. Den Schnuller schon im Mund.

Mama, Brutus und Caesar waren böse. Und Brutus wollte seinen Vater töten, damit er alleine böse sein kann. Aber das geht doch gar nicht. Brutus und Caesar, die gibt es aber doch gar nicht mehr.

Für alle Ständigindenbriefkastengucker:

Fremdposteln© 2008

Es ist mir eine überaus große Ehre, der zur Zeit blogheimatlosen Frau Jette Asyl gewähren zu dürfen. Für alle Zwilobitvermisser, hier ein kleiner Gastcontent:

Reim

Kanker 

Benni Kanker
ist ein kranker,
aber schneller Achtgebeiner.
Auf der Wiese
lacht man fiese.

(Doch der Benni lacht gemeiner;
und die Lacher - weinend, bebend -
frisst der Benni alle lebend.)

Foto: Geschenk von Ronnie

Ich verbeuge mich ehrfurchtsvoll, liebste Frau Jette, muss jetzt überlegen, in welche Kategorie ich Sie packe und schicke solidarisch noch ein paar [Ganzfieseböseflüche] für Sie in die richtige Richtung.

Das Nachbarskind kommt zum Spielen und fragt beim Reinkommen: Boar, ist bei euch auch so doller Sturm?

Beim letzten Waldspaziergang mit den Herren Anton und Koppi fanden wir einen kleinen Gummiball, der an einem Seil befestigt ist. So ein Hundespielzeugding. Es bestand der dringende Wunsch, diesen Fund mit nach Hause zu nehmen und da es nun mal nur EIN Ball an EINEM Seil war, bestand auch der dringende Wunsch, sich um den Fund zu streiten. Den ganzen Weg durch den Wald. Die ganze Autofahrt. Zu Hause wurden Ball und Seil von Herrn Koppi liebevoll mit Waschmittel gewaschen und zum Trocknen an den Badewannenwasserhahn gehängt. Da das Objekt der Begierde nun erstmal nass war, konnte sich die Herren mit einem unglaublichen Aufwand weiterhin prima darum streiten, mehr aber auch nicht. Und nun, nun ist das Ding seit einer Woche trocken und liegt unbeachtet und unberührt im Badezimmer.