ein zähes Ringen
23. Januar 2008
Manchmal ist es sehr ermüdend und kräfteraubend, kleinen Menschen die Zahlzerlegung im Zahlenraum bis 10 zu vermitteln. Besonders, wenn diese kleinen Menschen sich allgemein sehr schwer tun mit dem Lernen.
Wir spielen mit der großen Zerlegungskiste, wir basteln kleine Schüttelboxen aus Streichholzschachteln, wir lassen Kinder ins Zahlenhaus einziehen, wir lassen Ruderer in Rechenschiffchen einsteigen, wir haben viel Spaß und feiern Rechenkönigfeste. Und wenn ich mich nach all dem Tun mit einer Schüttelbox schüttel, schüttel schüttel neben das ein oder andere Kind setze, dann schaut mich das ein oder andere Kind mit großen Augen an und gibt mir einen wunderbaren Einblick in sein Reich der Mathemagie.
Zeit für mich, mal kurz in die Tischkante zu beißen und mir für morgen was Neues auszudenken.

23. Januar 2008 at 14:04
Besonders schön so was auch nach den Ferien… und es müssen nicht die langen Ferien gewesen sein… ;-)
23. Januar 2008 at 14:05
ich hatte auch immer so schöne große augen und sah manchen lehrer in die tischkante beissen. das IST aber auch verzwickt mit der mathematik!
23. Januar 2008 at 14:13
Unsere Erfahrung (von der Seite der Eltern und des Kindes, unseres Kindes gesehen) gibt es einfach viel zu viel unterschiedliche Wege, die angewandt werden, um das Kind in der Welt der Zahlen einzuführen. Unser Kind, zumindest, war damit überfordert.
Heute benutzen wir (auf eigene Kosten, eigene Intiative und eigene Verantwortung) das Math-U-See Programm (habe die Version aus Kanada wegen der metrische Übereinstimmung… Pfunds, yards usw. nützt hier auch nicht!), welches ähnlich wie Cuisinairstäbchen aufgebaut ist.
Unser Kind hilft: eine einheitiliche Methode (also wird immer mit den Stäbchen gerechnet. Nicht mal mit Schiffchen befüllen, Zauberkästchen usw.) und die Arbeitshefte sind sehr schlicht gehalten (sowie das Lehrbuch), also schwarz auf weiss, ohne Schnick-schnack.
Wir hatten allerdings auch nicht das Glück eine Frau Antonmann als Lehrerin zu haben…
23. Januar 2008 at 17:06
Das muß für Sie als Lehrerin ähnlich frustrierend sein, wie für meine Kinder, wenn deren Mathemagie einfach nicht die richtigen Antwort auf die verflixten Aufgaben hat.
(Sagt Ihnen eigentlich “Palindrom” eigentlich etwas? Damit kamen die Zwillinge heute nach Hause und ich kann mich bei der Großen einfach nicht daran erinnern. Ist eigentlich ganz einfach, aber ich mußte mich da auch erstmal reinfusseln…)
(Sie sind bestimmt eine tolle Mathelehrerin. “Unsere” -die der Zwillinge- ist gerade so schrecklich auf und kommt mit ihrem eigenen Leben nicht klar und wie soll sie dann mit einer ganzen Horde klar kommen und ihnen Palindrome erklären, so daß die Kinder es auch noch am Nachmittag wissen???…) (Aber das ist ein anderes Thema, ich weiß!)
23. Januar 2008 at 17:33
Das gilt auch uneingeschränkt für Latein und Franzöisch, da möchte ich manchmal am liebsten in die Auslegeware beißen (gut, dass wir im Klassenzimmer keine haben)…jeder Tag wieder ein neuer Kampf!
23. Januar 2008 at 17:36
Und das gilt auch für Deutsch und Geschichte und Politik… Ich glaube manchmal, dass Schüler neben Verständnisproblemen auch gar kein Langzeitgedächtnis mehr haben…
23. Januar 2008 at 18:18
Wir hatten damals so Perlenkettchen…
Oder LüK-Kästen…
23. Januar 2008 at 19:05
Ich bewundere jeden Lehrer, der sich jahr für Jahr eben solcher wissensvermittlung widmet und dabei nicht völlig ramdösig wird. Ich könnte es nicht, ich werde ja schon ungeduldig, wenn mich nora zweimal das gleiche fragt.
Nora weiß das zum Glück und gestaltet die Fragen dann sehr geschickt um.
23. Januar 2008 at 20:00
Mathematik…war mein Grauen…aber erst beim Fachabi…aber in der Grundschule wären sie stolz gewesen, da war ich noch gut ;O).
23. Januar 2008 at 21:46
… “du bist das dümmste, was mir jemals untergekommen ist und wirst später mal nur zum regale-einräumen zu gebrauchen sein” - solange sie solche sätze noch nicht an ihre schüler wenden :) ich hatte das vergnügen
(und durfte der dame dann beim rechtsanwalt - mein arbeitgeber - einen termin und ihre unterlagen aushändigen. so ganz ohne physik kommt man eben doch klar! ;) )
24. Januar 2008 at 0:26
Da haben sie beim Kleinen im Schulkindergarten (und auch noch bei allen Dreien in der 1. und 2. Klasse) mit Montessori-Material wahre Wunder geleistet… seine Lehrerin freut sich immer über das “Mathegenie” Rosa Turm, braune Treppe, rot-blaue Zahlenstäbe… Wir durften das mal an einem Elterenabend kennenlernen und ich war hochbegeistert, wie man mit so einfachen Dingen lernen und begreifen kann….
Und alle Lehrer haben meine allerhöchste Hochachtung! Jeden Tag vor so einer Meute stehen und den Kindern auch ncoh (dauerhaft) was beibringen…. Wirklich eine Lesitung!!! V.a. seit ich zwei so sagenhaft tolle, engagierte Lehrerinnen kenne, wie “unsere” beiden Grundschullehrerinnen. (Was mit den Realschullehrern ist weiß ich noch nicht so recht…)