ja, wer bist du denn?
6. November 2007
Es gibt Sätze, die begegnen mir in meinem Schulalltag immer wieder. Sätze, die mich stocken lassen. Sätze, die mich zum Kopfschütteln bringen. Sätze, Ausdruck einer inneren Haltung, die nicht meine ist.
Ein Beispiel gefällig: Ein Schüler verhält sich extrem agressiv anderen Kindern gegenüber und wird daraufhin, um die Konfliksituation auf dem Schulhof zu entschärfen, von einer Lehrerin zum Lehrerzimmer gebracht. Dort soll er sich hinsetzen und auf seine Klassenlehrerin warten. Die ganze Situation läuft natürlich nicht ruhig ab und die Emotionen des Schülers laufen auf Hochtouren. Lautstark und vehement weigert sich dieser, sich hinzusetzen und als er zum wiederholten Male dazu aufgefordert wird, fällt dieser Satz, der mich zusammenzucken lässt: Ja, wer bin ich denn?
Ja, wer bist du denn?

6. November 2007 at 20:50
ich hör da vater und mutter. die bei uns in der maßnahme sitzen und mitarbeiten sollen: “ja wer bin ich denn!”
generationsübergreifende frage….
6. November 2007 at 21:43
wat wer bist du denn?
7. November 2007 at 9:08
nein, nein! Die Frage sollte vielmehr lauten: WAS bin ich denn?
7. November 2007 at 9:57
eine frage, die keiner antwort bedarf. aber das zucken kann ich gut nachvollziehen…
7. November 2007 at 13:06
Nun diese rotzige Frage, die wohl signalisieren soll, dass der betreffende doch nicht blöd ist, bei Saturn kauft und auch sonst über allen Spielregeln steht, liesse sich schon beantworten. Aber man ist ja meistens viel zu höflich ;-)
7. November 2007 at 13:11
Ich hätte durchaus auch einige passende Antworten auf die Werbinicheigentlichfrage des Schülers gehabt. Aber ich darf das ja nicht, sonst habe ich gleich eine Abmahnung am Hacken ;)
7. November 2007 at 17:13
Ey, wo bin ich hier?!
7. November 2007 at 21:32
Was mir die Nackenhaare hochtreibt, ist dieses vorwurfsvolle “alle sind dämlich ausser ich” ausgerufene langgezogene..”Hallloooooooooo???!!!!!”
Da werde ich irre!!
Ich kann es nicht ab!
“Wer bin ich denn?”
;-)
LG
Melanie