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Wenn ich nach meinem Lieblingsparfüm duften möchten, muss ich mich ab heute dafür auf dem Badezimmerfußboden wälzen.
Wie lange dauert es, bis ein Küken aus einem Hühnerei schlüpft? Diese Frage beschäftigte heute meiner Schüler.
Im Sachunterricht gab es einen Versuch mit rohen Eiern. Vier Eier blieben dabei heile und die stolzen Eierbesitzer beschlossen: Die brüten wir aus.
Aus transportpraktischen Gründen baute ein Schüler ein Nest aus Papier, die anderen drei legten ihre Eier in Plastikbecher. Liebevoll betteten sie sie auf Watte und deckten sie mit Papiertaschentüchern zu. Und dann warteten alle gespannt. Auf die kleinen Küken.
Manch einer hoffte, dass die Niederkunft bereits während der großen Pause stattfinden würde, andere bemerkten, dass sich das Ei schon bewegte. Überall mussten die Eier mit hin. Zum Spielen in die Bauecke, zum Händewaschen an der Spüle, zur Lesezeit in den Stuhlkreis und zum Trommelunterricht. Manch einer suchte auch mal verzeifelt nach seinem Eierkind, fand es dann schließlich zwischen den Büchern in der Leseecke wieder und wurde von den Mitschülern als verantwortungsloser Eiervater beschimpft. Und was hättste gemacht, wenn das Küken da nun plötzlich ausgeschlüpft wäre?
Zum Schulschluss trugen vier glückliche Kinder ihre rohen Schätze nach Hause und ich weiß, dass das nächste Thema des Sachunterrichts heißen wird: Vom Ei zum Huhn.
Weiter auf der Suche nach dem Glück gehen Antonmanns heute Abend aus. Die gute Oma sitzt in freudiger Erwartung auf dem Sofa und stellt die entscheidende Frage: Und, wo geht’s denn hin?
Ja, wohin? Die große Stadt bietet unbegrenzte Möglichkeiten und Antonmanns kennen viele gute Restaurants. Außerdem gibt es ja auch noch für Unentschlossene Die große Stadt geht aus, den ultimativen Großestadtrestaurantführer. Den wälzt Frau Antonmann, während die Antonkinder Pfannkuchen in sich rein stopfen und kommt nicht weiter. Bis db Eva den Fingerableckschmackogriechen vorschlägt. Eine perfekte Wahl, besonders, weil Frau Antonmann sich nun nicht mehr umziehen muss. Wir können einfach los.
Wenn db Eva mir einen freien Nachmittag schenkt, mit der Auflage, in der Zeit zwei Telefonfrösche zu besiegen, dann habe ich zunächst gut damit zu tun, die beiden Fröschlein gleichmäßig vor mir her zu schieben. Wenn ich dann endlich ganz tapfer die erste Nummer wähle und niemand ans Telefon geht, ich daraufhin, gerade so schön auf der Fröschekillwelle schwimmend, die zweite Nummer anrufe und mir dort eine nette Servicestimme sagt, dass zur Zeit alle Leitungen belegt seien und ich lieber später noch mal anrufen solle, dann bringt das so rein.gar.nichts.
Ich geh’ jetzt mal telefonieren.
Na ja. (So ein ganz langgezogenes.)
Auf der Suche nach dem Glück habe ich heute den Herrn Anton beim Ikeasofteisfuttern beobachtet und ab und an einen Happs vom Eis abbekommen. Fühlte sich recht gut an.
Montagserzählkreis. Die Kinder erzählen vom Wochenende.
B. ist dran und erzählt, dass er mit seiner Playstation gespielt hat. Ich weiß dann schon was folgt. Die anderen Kinder werden plötzlich munter, fragen nach, tauschen sich aus, jeder hat etwas beizutragen. Kleine, aufgeregte Fachmänner. Und während die Kinder so plaudern, fällt mir auf, dass die alle nicht pläjstäjschn sondern blähstäjschn sagen. Meine Gedanken schweifen ab und sich stelle mir so eine Blähstation vor. Ein tolles Ding. Bestimmt.
Mir ist kalt. Darum habe ich beschlossen, dass ich mir ein Körnerkissen warm mache und mich damit aufs Sofa kuschle.
Und während ich vor der Mikrowelle stehe, denke ich, dass es schon gut ist, dass so ein Kuschelkissen nicht mit Maiskörnern gefüllt ist, denn das könnte man immer nur einmal benutzen.
(Mir ist halt kalt.)
So ein Feedreader ist schnell und das sollte man bedenken, wenn man einen Artikel schreibt und sich kurz danach entschließt, ihn wieder zu löschen.
Ein Beitrag wird ja erst richtig spannend, wenn er erst da ist und dann wieder weg. Ach, so viel Platz zum Spekulieren und Grübeln.
Alles schon mal da gewesen.
die gar lustige Zuckerperlenvariante
(Im Filter unseres Zyklonstaubsaugers wirbeln nun so viele Zuckerperlen im Kreis, dass damit Kinder in einem gewissen Alter stundenlang beschäftigt werden könnten. Leider haben wir kein Kind mehr in diesem gewissen Alter. Vielleicht sollte ich Frau Ami anbieten, den Staubsauger mit auf meine Reise zu nehmen. Dann legen wir Lillypopilly nachts davor und stimulieren sie müde.)
Gestern hatte ich bei ihr verkündet, dass ich das Stöckchen erst heute bearbeite, damit ich mir genau überlegen kann, was ich extra dafür anziehe (Sie wissen schon, so mit ordentlicher Unterhose und so). Jetzt sitze ich hier und muss feststellen, dass ich mich in der frühen Morgenstunde doch wieder die Sachen von gestern gesteckt habe. Immerhin gab es eine neue Unterhose.
Nun, dann ziehe ich mich mal für Sie aus:
Pulli: braun und rosa im Zweilagenlook, Esprit, gekauft vor gut zwei Jahren für die Einschulung des Herrn Koppi
Gürtel: schwarz, S.Oliver, ohne geht es nicht, meine Hosen rutschen sonst
Hose: blaue Jeans, Esprit, die muss einfach sein
Schuhe: blaue Hausschuhe, Birkenstock, the one and only Hausschuhe
Socken: schwarz, irgendein Fünferpack, da meine Waschmaschine die immer frisst
Uhr: creme und beige gestreift, Swatch, gekauft zum halben Preis bei einem verkaufsoffenen Sonntag in einen nahegelegenen Kleinstadt
Top: grau, Tchibo, halt ein graues Top
BH: rosa und weiß gestreift, Esprit, 85B
Unterhose: rosa, Tchibo, Hipster
Ehering, Zopfgummi, Brille. Naggisch.
Und nun, Frau Ami, hehe.
edit: Und auf ganz speziellen Wunsch geht das Stöckchen auch noch weiter an Frau Ichbinimmerich.
Da haben wir doch mal von ihr die Ritter Rüdiger CD bekommen und sie alle miteinander für gute Kindermusik erklärt. Dass der Herr Koppi das Lied Rittersitten besonders lustig findet, ist kein Wunder, passt es doch genau in sein Humorschema. Eben im Auto durfte ich jedoch auch erfahren, dass das Lied Widele Wedele eins seiner Lieblingslieder sei und das hat mich dann doch stutzig gemacht. Ein schönes Lied, aber Lieblingslied vom Herrn Koppi? Angehört und beim Kinde nachgefragt. Weißt du, Mama, ich finde diese Stelle mit “Widele, wedele hinterm Schniedele” so lustig. Gut und das passt dann auch wieder ins Humorschema.
Sie werden es kaum glauben, aber ich habe mal wieder nachgedacht. Unter der Dusche. Und ich habe beschlossen, die Engel nächste Woche loszuschicken. Einfach, weil ich will, dass es endlich losgeht. Und die Engel sind dann pünktlich zum 1. Advent in ihrer ersten Herberge.
Einige Adressen habe ich mittlerweile schon bekommen. Aus diesen werde ich mir eine aussuchen und dann geht es los. Wer seine Adresse noch bei mir lagern möchte, kann sie an frauantonmann(ät)gmx(punkt)de schicken.
(Mehr zu Engel verreisen gibt es hier.)
Wie schon geschrieben, hat Anton die Ampelmannausstechförmchen von seiner Oma geschenkt bekommen. Ich war leider nicht dabei und der Informationsfluss, woher meine Schwiegermutter die Dinger hat, ist nur sehr spärlich, da er sich rein auf die Aussagen von db Eva stützt. Ich will damit sagen, der Liebste hat einfach nicht zugehört. Irgendwie gab es die bei einem Einkauf als Gratisgeschenk dazu und meine Schwägerinnen in Berlin haben sich und die liebe Verwandtschaft wohl kräftig damit eingedeckt.
Aber, nicht traurig sein, bei www.ampelmann.de kann man die Männerchen und viele weitere gar lustige Dinge bestellen. Nur, ob die nach Finnland liefern, das weiß ich nicht.
(Wie oft habe ich nach der Beseitigung kleinerer und mittlerer Katastrophen schon gedacht: Das hättest du eigentlich fotografieren müssen. Heute habe ich dem ersten Impuls, alles mit Zetern und Fluchen möglichst schnell zu beseitigen, widerstanden und zunächst die Kamera geholt und ein Fotöchen gemacht, um dann zu zetern und zu fluchen. Und nun bin ich ganz unzufrieden damit, weil es gar nicht so schrecklich aussieht wie es sich angefühlt hat. Aber jetzt ist das Foto da und Sie müssen es sich halt anschauen.)
Da viele meiner Jungsschüler beim Schwimmunterricht die ausgelabberten Badehosen ihrer großen Geschwister tragen müssen, hat sich Frau Antonmann heute beim Klassenbaden prächtig amüsieren können. Bei jedem Ausdembeckenklettern hingen die Hosen fast in den Kniekehlen. Und dieses hastige Hochziehen und dieses mich dann verschmitzt Anlächeln. Klasse.
(Kennen Sie eigentlich den Ausdruck Kimme?)
Als Lateinerin mit der Tochter Französisch zu üben ist eine echte Herausforderung. Für beide Seiten.
Vorgartenlichterkettentannenbaum gesehen
Wie oft geht mir das so? Ich bewege mich irgendwo in meinen vier Wänden und plötzlich höre ich die Kaffeemaschine, die sich nach drei Stunden Nichtstun geräuschvoll ausschaltet. Und genau in diesem Moment wird mir bewusst, dass ich unbedingt einen Kaffee brauche. Ist doch komisch, oder?
Also, Tante Wiki sagt, dass die Mandarine die Frucht einer Zitruspflanze ist, die ursprünglich aus dem südlichen China stammt. Die Clementinen und die Satsumas sind kernlose Zitrusfrüchte, die als Hybriden zwischen Orange und Mandarinen entstanden sind. Wobei die Clementine im Mittelmeerraum enstanden ist und die Satsuma als ähnliche Sortengruppen aus Ostasien stammt. Oder so.
Manchmal staune ich über mich selbst. Da kann das Kind noch so sehr an meinen Nerven knabbern. Ich bin die Ruhe selbst.
Ich bin die Ruhe selbst, wenn das Kind im Espritstore zwischen runtergesetzten Tops und Blusen Verstecken spielt, Pullis in XL anprobieren möchte und die neue Mützenkollektion testet. Ich bin die Ruhe selbst, wenn das Kind schreiend die Bodenbeschaffenheit der H&M Kinderabteilung testet, die Strumpfhosen neu anordnet und fröhlich die Schwingtüren der Umkleidekabinen schwingen lässt. Es ist fast so, als würde ich mich von außen betrachten. Ich sehe mich äußerst reflektiert handeln und staune über meine Affengeduld. Und das an einem Montag.
Und dann. Nichts. Ich suche mir einen tollen Pullover aus, verpasse dem Lottakind eine neue Hose, rechne mit ihr aus, wieviel die coole Piratentasche noch kostet, wenn sie 70% reduziert ist und fahre nach Hause. Da sitze ich dann, bin vollkommen platt und frage mich, woher meine Energie kommt. Manchmal.
Ich bin eine Weißeszeugvonclementinenabpulerin.
Ich habe mir einen Schnippelbohneneintopf gekocht, weil es Herbst ist, weil ich kalte Füße habe. Und weil ich es nicht abwarten konnte, sind die Kartoffeln jetzt noch hart. Nun schmeckt es nicht.
Wenn das jüngste Kind beschließt, sein Leben von nun an ohne Windel zu verbringen, dann bekommen Wörter wie Wechselwäsche, Holzfußboden und Waschmaschine noch einmal einen ganz neuen Stellenwert.
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Das Temperaturempfinden von 11jährigen Mädchen unterliegt extremsten Schwankungen. Das löst Unzufreidenheit aus und alle dürfen daran teilhaben.
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Ich muss heute mit meinem kleinen Zeldahelden einen Riesenfrosch besiegen. Vielleicht macht mich das stark, morgen endlich meinen Telefonfrosch anzugehen.
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Hat jemand von Ihnen Erfahrungen mit einer Bakerzyste?
Manchmal überkommt mich so ein Glücksgefühlsschwapp. Ganz plötzlich und unerwartet. Oft ist es nur ein kleiner Miniaugenblick, der so einen Schwapp auslöst, eine kleine Minibewegung von mir. Eben war es der vertraute Griff zum Lichtschalter im oberen Flur und alles war da: das Glück, mich sicher durch mein Haus, das ich so über alles liebe, zu bewegen, der Luxus, so leben zu können, das Glück, drei gesunde, fröhliche Kinder hinter zwei verschlossenen und einer angelehnten Tür schlafend zu wissen, das Glück, das Glück mit jemandem zu teilen, den man liebt. Das alles, in nur einem einzigen Schwapp, das ist schon sehr intensiv.
Habe soeben Tim und Struppi - Die sieben Kristallkugeln von Herrn Anton vorgelesen bekommen. Schön war das.
Was soll ich sagen, Kinder? Ich fand es richtig, richtig gut.
Entweder lag’ s daran, dass mein Hirn noch leicht dehydriert ist oder, dass ich schon vorher wusste, auf was ich mich einzustellen habe. Auf jeden Fall habe ich mich auch beim Baywatchteil prächtig amüsiert. Sätze wie Oh nein, du benutzt Furzlogig sprechen mich zur Zeit einfach an. Und, ist doch lustig, dass der Kräuterdoktor Pete in seinem Behandlungsraum Ikearegale voll mit Burken Aufbewahrungsgläsern stehen hat.
Nur Doppelfolgen, dass ist nichts für mich. Wenn es nach der ersten Folge ungebremst weitergeht, dann freut man sich noch, weil man dem Cliffhanger ein Schnippchen schlägt, aber dann konnte ich db Eva gerade noch rechtzeitig mit Schmeiß den Videorecorder an, ich schaff’s nicht bis zum Schluss die letzte halbe Stunde retten lassen.
Und heute, meine lieben ORFlerinnen, werden wir uns mit einer geschmeidigen Doppelfolge aus der sozialen Isolation befreien. Da heißt es dann Augen zu und Addisons erste Spinoffschritte hinnehmen.
(Und ja, mir ist trotz Medikament noch immer speiübel. Nein, es ist nur ein Magendarminfekt.)
Wenn die Verdauung wieder anfängt auf normal umzuschalten, dann ist es für meine Mitmenschen oft schwer, sich gemeinsam mit mir in einem Raum aufzuhalten.
Ich brauch’ hier jetzt irgendetwas Schönes, sonst …
Danke für die vielen Besserungswünsche, die Durchhalteparole wurde db Eva übermittelt. Der Vormittag rauschte dösig an mir vorbei. Für einen Erwachsenen ist das Vormittagsprogramm nicht zu ertragen, die beiden Großen haben es angeblich mit Kika nonstop gut ausgehalten. Um den letzten wirklich gesunden Menschen der Familie wenigstens mal kurz zu entlasten, habe ich Anton zu mir ins Bett genommen und ihm vier Bücher vorgelesen: Lotta kann Radfahren, Max und Marie im Supermarkt, Der Rennwagen und Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat. Anton saß einigermaßen still neben mir und futterte Salzstangen, während ich gegen die ständige Übelkeit angelesen habe.
Um 5 Uhr komme ich wieder versprach mir das Kind, als es mit einem Rums die Schlafzimmertür hinter sich schloss.
Wenn an einem ganz normalen Wochtag die ganze Familie zu Hause bleibt, dann heißt das nichts Gutes. Die Familienpackung Vomexraketchen hat ihren Dienst aufgenommen, um der permanenten Kotzeimerknappheit Einhalt zu gebieten. Herr Anton ist nach seiner kurzen Spuckeinlage am Samstag zwar noch recht appetitlos, aber ansonsten fit. Frau Lotta liegt mit Fieber, Bauchschmerzen und regelmäßiger Magenentleerung im Bett. Herr Koppi hat es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht, mit gelbem Eimer und Bauchschmerzen. Und Frau Antonmann räkelt sich im Bett, mit zum Glück nur noch leichten Kopfschmerzen, permanenter Übelkeit und regelmäßigen Toilettengängen zwecks Darmentleerung. Der Einzige, der die Stellung hält, ist db Eva und sollte der auch noch einknicken, dann bricht hier das ganze System zusammen.
Schön, wenn man den Kindern immer sagt, sie sollen sich mal nicht anstellen, so schlimm wäre es nun wirklich nicht. Schön, wenn man dann selber erfahren darf, wie schrecklich es einfach ist. Heute: das gemeine Zäpfchen.
Seit heute Vormittag weiß ich, dass wir den beiden Großen heute Abend, wenn Anton ins Bett gebracht ist, erzählen müssen, dass ihr weißes Kaninchen gestorben ist. Mir ist ganz schlecht. Und die beiden sitzen am Küchentisch, blubbern in ihre Bananenmilch und gnickern.
Kann die.ses Kind sich nicht mal 5 Mi.nu.ten al.lei.ne be.schäf.ti.gen? Ich finde, ich war heute schon good enough.
Die beiden Großen müssen zum Treffpunkt mit der Großmutter gefahren werden und im Bestreben der Liebsten Minuten des Glücks zu bereiten, hat db Eva Anton mitgenommen. Kaum hat die trubelnde Bande das Haus verlassen, kaum ist die Tür ins Schloss gefallen, wird es schlagartig still um mich. Zwar sehe ich durch die Scheibe der Haustür noch das pralle Leben, Kämpfe um die besten Sitzplätze, einen zur Eile antreibenden Vater, aber ich höre nichts mehr. Ruckartig wende ich der Familie den Rücken zu und beseitige in einem Affentempo die Reste des Familienfrühstücks, um dann möglichst viele Miunten des Glücks einfach nur so auf dem Sofa sitzen zu können. Mit frischem Kaffee neben mir, der garantiert nicht kalt werden wird, der garantiert nicht umkippen wird. 20 Minuten habe ich noch.
catcht der frühe Vogel auch den Wurm, aber nur, um ihn dann gleich wieder auszukotzen
Wenn ich als Kind neue Schuhe bekam, war es immer das Tollste, diese dann gleich zu Hause anzuziehen und den Rest des Tages mit den schuhgeschäftreinen Treterchen rumzulaufen.
Und heute, da liegt der Mittlere schon den ganzen Abend mit seinen neuen Hallenfußballschuhen auf dem Sofa und liest.
Ich kann dich so gut verstehen, mein Kind.
Db Eva hat so Eigenschaften, die machen mich grrr. Meine heutige Top3grrrliste:
- Wenn ich koche, räumt er ständig hinter mir her und ich muss mir jedes Messer, jedes Schneidebrett und jeden Löffel wieder aus der Spülmaschine fischen.
- Er hat die Gabe, sich unbemerkt aus dem prallen Leben zu ziehen. Gerade noch zu Zweit im Kampf gegen den Familienwahnsinn, wird mir irgendwann klar, dass ich plötzlich allein auf weiter Flur bin. Und aus dem hintersten Winkel des Hauses ist leises Klaviergeklimper zu hören. Wenn er doch wenigstens sagen würde, dass er geht.
- Wenn die ganze Familie beabsichtig, mit dem Auto weg zu fahren, kommt irgendwann der Augenblick, in dem Mutter und Kinder beschuht und bejackt im Auto sitzen und darauf warten, dass der Vater noch schnell das Wohnzimmer gesaugt, sich einen Schal gestrickt oder die Kaffeemaschine gereingt hat.
Im Kampf gegen meine Kopfschmerzen habe ich heute ein neues Medikament probiert. Es hat gewirkt. Ich bin so euphorisch, wegen einem Medikament. Oh Mann, der Tag hatte wirklich nicht viel mehr zu bieten.
Der sieht so unglaublich gut aus, wenn er traurig ist. Aber es ist nicht nötig, dass er soo gut aussieht. Wirklich nicht.
Ich bin empört. Nur Frau June stutzte bei meiner Antwort auf die Frage, ob ich jemals für ein Verbrechen bestraft worden sei. Alle meine anderen 27 Stammleser haben einfach nur abgenickt und gedacht Jaja, die Frau Antonmann, das passt schon. Tze.
Im zarten Alter von 18 Jahren bekam meine Freundin von ihrer Mutter ein Mofa zum Geburtstag geschenkt. Lila und Gelb angemalt, weil das die Lieblingsfarben meiner Freundin waren. Ich hatte zu der Zeit einen Freund, der etliche Dörfer weiter wohnte und den meine Mutter nicht ausstehen konnte. Und weil sie ihn nicht ausstehen konnte, war es für mich immer ein Riesenakt, das Auto meiner Mutter für Freundfahrten auszuleihen. Also musste ich in die hohe Kunst des Mofafahrens eingewiesen werden. Vor dem Haus meiner Freundin. Und als ich es dann endlich konnte, als ich mich dann endlich auf dem Weg zum verhassten Freund machen konnte, als ich dann um die erste Ecke bog, hielt mich die Polizei an, weil das Versicherungskennzeichen des Mofas abgelaufen war. Wir waren blond und jung, aber das half uns nicht weiter. Ich bekam eine Anzeige, weil ich mit dem Ding gefahren war. Meine Freundin bekam eine Anzeige, weil sie mich damit hat fahren lassen. Wir mussten zur Vernehmung auf Polizeirevier und ein Jugendrichter verdonnerte uns zu vier Stunden Verkehrssündernachsitzen.
Da sehen Sie mal, so eine Schlimme bin ich, aber das war Ihnen ja eh klar.
Der Wind hat uns letzte Nacht ein Geschenk gebracht. Plötzlich und unerwartet lag heute Morgen dies blaue Muschelmonster in unserem Garten.
Das verrückte ist, dass wir keine Ahnung haben, wo das Teil herkommt. Es muss eine ziemliche Strecke zurückgelegt haben, da es auch keinem unserer Nachbarn gehört. Nun liegt das gute Stück vor unserem Haus und ich frage mich, was ich damit anstellen soll. Wahrscheinlich werde ich es heute im Dunkeln heimlich auf die Straße legen, in der Hoffnung, dass der Wind es wieder mitnimmt.
Und sollte morgen bei Ihnen eine halbe blaue Strandmuschel auftauchen, dann wissen Sie, woher Sie kommt. Sie dürfen sie gerne behalten.
Wenn das Zubettbringen des Jüngsten mal wieder etwas länger dauert, dann kommt das Abendbrot für die Eltern (Appenzellertoast) knochenhart und furztrocken aus dem Backofen.
Es gibt Sätze, die begegnen mir in meinem Schulalltag immer wieder. Sätze, die mich stocken lassen. Sätze, die mich zum Kopfschütteln bringen. Sätze, Ausdruck einer inneren Haltung, die nicht meine ist.
Ein Beispiel gefällig: Ein Schüler verhält sich extrem agressiv anderen Kindern gegenüber und wird daraufhin, um die Konfliksituation auf dem Schulhof zu entschärfen, von einer Lehrerin zum Lehrerzimmer gebracht. Dort soll er sich hinsetzen und auf seine Klassenlehrerin warten. Die ganze Situation läuft natürlich nicht ruhig ab und die Emotionen des Schülers laufen auf Hochtouren. Lautstark und vehement weigert sich dieser, sich hinzusetzen und als er zum wiederholten Male dazu aufgefordert wird, fällt dieser Satz, der mich zusammenzucken lässt: Ja, wer bin ich denn?
Ja, wer bist du denn?
Es gab so lange kein Stöckchen mehr, dass ich mich richtig freue. Danke, Stadtfrau.
1. Wie spät ist es jetzt? 14:14 Uhr
2. Wie lautet dein Name, so wie er auf der Geburtsturkunde steht? Vorname Kerstin, Nachname reimt sich auf Tinte
3. Wie lautet dein Kosename? habe keinen
4. Wann hast du Geburtstag? 19. April
5. Geburtsort? die große Stadt
6. Welche Farbe hat deine Hose, die du gerade trägst? blau
7. Dein momentaner Lieblingssong? keiner
8. Was hörst du gerade? nichts, Herr Anton schläft noch
9. Welche ist deine Lieblingssendung? Grey´s Anatomy, aber wer weiß wie lange noch?
10. Was ist das letzte, das du gegessen hast? Restekuchen im Lehrerzimmer
11. Hast du ein Lieblingstier? nein
12. Wenn du ein Buntstift wärst, welche Farbe wärst du? glitzerblau
14. Wie ist das Wetter gerade? Aprilwetter
15. Wer ist die letzte Person, mit der du telefoniert hast? db Eva
16. Was bemerkst du als erstes am anderen Geschlecht? Gesicht
17. Wie geht es dir heute? eine Mischung aus Derdienstagvormittagistgeschafft und Malsehenwasdernachmittagbringt
18. Was ist dein Lieblingsgetränk? Wasser, Kaffee, Mädchenbier
19. Lieblings alkoholisches Getränk? das orange Mädchenbier
20. Bist du gepierct? Ohrlöcher, eins links, eins rechts
21. Hast du ein Tattoo? nein
22. Wie isst du ein Hanuta? obere Waffel, untere Waffel so weit es geht, die Schokonussmasse
23. Lieblingssport zum zuschauen? Leichtathletik
24. Welche CD wirst du dir als nächstes kaufen? ?
25. Augenfarbe? grün
26. Trägst du Kontaktlinsen? nein
27. Geschwister und Alter? verwöhntes Einzelkind
28. Letzter Film, den du geschaut hast? im Kino: die Simpsons, sonst: keine Ahnung
29. Lieblingstag im ganzen Jahr? letzter Schultag vor den Sommerferien
30. Bist du zu schüchtern, jemanden zum Essen einzuladen? vielleicht
31. Hattest du schon mal einen Autounfall? ja
32. Magst du lieber lustige oder gruselige Filme? lustige
33. Dein Lieblingsfilm? Meet Joe Black
34. Dein liebster Ferienort? Dänemark, Schweiz
35. Sommer oder Winter? Frühling und Herbst
36. Umarmung oder Küsse? kommt drauf an von wem
37. Beziehungen oder One Night Stand? Beziehung
38. Hast du jemals einen Menschen so sehr geliebt, dass er dich zum weinen gebracht hat? ja
39. An welchem Ort würdest du gerne mal geküsst werden? an einem Ort, an dem db Eva und ich ohne Kinder sind
40. Dein liebstes Fast Food Restaurant? der Dönerking in der großen Stadt
41. Dein Lieblingsbuch? Gottes Werk und Teufels Beitrag
42. Deine Lieblings- disco/-kneipe/-café/-bar? Gaststätte Kaisers
43. Wie oft bist du schon durch die Führerscheinprüfung gefallen? nie
44. Wo siehst du dich in 10 Jahren? in meinem Haus, mit einer Tochter, die gerade ausgezogen ist, einem Sohn, der sich mein Auto ausleiht, einem Sohn, der gerade in die Pubertät kommt und einem Mann, der so viel Geld verdient, dass ich meinen Job an den Nagel hängen kann
45. Von wem war die letzte E-Mail, die du bekommen hast? h&m
46. Bist du jemals für ein Verbrechen bestraft worden? ja
47. Was machst du, wenn du gelangweilt bist? an den Haaren knibbeln
48. Welche Phasen sind typisch für dich? die Vormirherschiebundichschaffdasniephase
49. Welcher Freund/Freundin wohnt am weitesten entfernt? ich sag’ nur 674 Kilometer
50. Was wäre das Schlimmste, das dir passieren könnte? morgens ohne Kaffee aus dem Haus gehen müssen
51. Wann ist deine Zu-Bett-Geh-Zeit? nicht vor halb 11
52. Was ist im Moment das Beste in deinem Leben? meine neuen Stiefelchen
54. Wie sehr liebst du deinen Job? mal mehr, mal weniger
55. An wen gibst Du das Stöckchen weiter? an Frau June, weil sie jetzt endlich wieder richtig schön ausgeschlafen ist
56. In welchem Geschäft würdest du deine Kreditkarte aufs Maximum ausreizen? Esprit und Co., Buchladen
57. Wie spät ist es jetzt? 16:04 Uhr, weil Herr Anton zwischenzeitlich erwacht ist
Die Engelein beschäftigen mich ja schon sehr. Zwar nicht mehr unter der Dusche, ich bin sauber genug, aber heute auf den Fahrten zur Schule und wieder zurück. Außerdem habt mir mit euren Kommentaren und Mails ja genug zusätzlichen Stoff zum Nachdenken geliefert, so dass ich nun sagen kann: So machen wir’s.
Der Knackpunkt sind sicherlich die Adressen. Ich merke, dass ich mich schwer damit tue, eine komplette Adressenliste für so lange Zeit durch die Gegend zu schicken. So ein Paket kann auch mal unbeabsichtigt in fremde Hände geraten und mir ist nicht wohl bei dem Gedanken, dass dann unsere Anschriften frei zugänglich sind. Auf der anderen Seite müssen die Anschriften aber auch bekannt sein, denn sonst kann man ja schließlich nicht verschicken.
Mein Plan:
- Ich mache oben im Blog eine neue Seite auf, die irgendwie Engel verreisen oder so heißt.
- Auf dieser Seite schreibe ich alle Blogs auf, die die Engel gerne aufnehmen möchten und später kann ich da dann auch zu euren Beiträgen verlinken.
- Alle, die auf dieser Seite stehen, mailen mir ihre Adresse an frauantonmann(ätt)gmx(punkt)de.
- Ich schicke die Engel nach Sylvester an eine beliebige Adresse.
- Der Empfänger macht mit den Engeln was er möchte und dokumentiert dies in seinem Blog. Außerdem gibt er einen Kommentar auf der Engel verreisen Seite ab, damit ich von der neuen Engelheimat erfahre und mit einem Beitrag darauf hinweisen kann.
- Wenn man genug von den Engeln hat, schickt man sie an einen Blog von der Liste weiter. Entweder hat man die Adresse bereits oder bekommt sie auf Mailanfrage von mir.
So müsste es doch gehen, oder?
(Ich fange jetzt einfach mit der neuen Seite an und setze alle drauf, die schon eine Engelstation angemeldet haben. Wer noch mit drauf möchte, wen ich vergessen habe, wer wieder gestrichen werden möchte, muss sich melden oder einfach laut reinrufen. Ich bin das gewohnt.)
Nach Korfu könnte ich heute ausgiebig über Odysseus berichten. Da sich viele Dinge im Dreikinderalltag jedoch sehr ähneln, heute nur der Schnelldurchlauf: Eine umgekippte Fanta und ein Kind, das daraufhin den Rest der Mahlzeit im Body mit uns am Tisch sitzt, eine Kerze, die unbedingt Feuer bekommen soll, ein langer Weg, an dieses Feuer zu kommen und ein Bruder, der die Kerze kurz nach der Entzündung wieder auspustet, einem Kind, dass am Salatbuffet die dicken, weißen Bohnen probiert und nur ganz knapp daran gehindert werden kann, die ungeliebte, aus dem Mund gepulte Bohne wieder zurück in die Salatschüssel zu legen, ein Kind, dass sich mitten im Restaurant auf den weichen Teppich legt, ein Kind, das lange mit der Bedienung über die Beschaffenheit des Erdbeereises verhandelt, dann lieber Schokoladeneis nimmt und dann feststellt, dass es ihm nicht schmeckt.
Und wieder kann ich feststellen, ein lustiger und entspannter Restaurantbesuch. Alles im grünen Bereich.
Die Frage, wie ihr die Idee mit den Engeln on tour findet, hat sich also geklärt. Fein, fein.
Mein ursprünglicher Gedanke war, dass ich die Engelschen einfach losschicke und dass man sich dann überraschen lässt, wie die Engeltour weitergeht. Jetzt haben aber einige von euch schon angemeldet, dass sie die Engel gerne bei sich aufnehmen möchten und ich fände es auch wirklich schön, wenn sie bei jedem einmal vorbeischauen könnten. Auf der anderen Seite ist für mich der Aspekt MalsehenbeiwemdieEngelalsnächstesauftauchen auch sehr reizvoll. Irgendwie muss es doch zu organisieren sein, dass jeder, der die Engel haben möchte, sie auch bekommt und man trotzdem frei entscheiden kann, zu welchem Blogger man sie weiterschickt. Nun ja, etwas Zeit habe ich noch, mir darüber genau Gedanken zu machen.
Seitdem ich vorhin das Foto von den Engeln gemacht habe, mache ich mir Gedanken darüber, wie es mit den beiden weitergehen soll.
Sicherlich freuen sich die Vergessenen sehr auf die nahende Weihnachtszeit. Endlich wieder da, wo sie hingehören, zwischen all’ dem anderen Dekoschnickeldi. Diese Freude kann ich durchaus mit den beiden teilen, aber wie bitteschön soll es dann weitergehen. Sie dieses Jahr einfach nicht vergessen und in den Tiefen der Weihnachtsdekokiste verschwinden lassen? Das kann ich mir wirklich nur sehr schwer vorstellen und so kam mir eben unter der Dusche - übrigens einer der wenigen Orte, an dem eine Mutter ungestört denken kann - eine Idee.
Wie wäre es, die Engel nach der Weihnachtszeit auf Reise zu schicken? Der Ausflug zu Frau June und zu Frau Ami war ja schon eine tolle Sache und ich könnte mir gut vorstellen, dass die Engel noch mehr Blogger besuchen. Meine erste Idee wäre, die Engel nach Neujahr gut verpackt zu einem Blogger/ einer Bloggerin meiner Wahl zu schicken. Dort angekommen müste dann ein Foto von den Engeln im Blog veröffentlicht werden und nach einer kurzen Verschnaufpause könnten die Engel dann an eine neue Bloggeradresse weiterverschickt werden.
Was meinen Sie da draußen?
(June-Edition)
Heute Nacht um 5 vor halb 2 an diesen Eintrag gedacht und um halb 2 die Gewissheit gehabt: Sie haben ja so recht.
So’n Quark.
(Aber geweint habe ich auch. So um 1.)
Heute festgestellt. Das Kind sagt Lesescheiße statt Lesezeichen. Ehrlich.
oder: Wie ich versuche, mein matschiges Mutterhirn in Schwung zu halten.
Seit einiger Zeit ist im Hause Antonmann der Puzzlewahnsinn ausgebrochen. Anton besitzt etliche von diesen Plattenpuzzlen und die werden in willkürlicher Reihenfolge immer und immer wieder auseinandergenommen und zusammengesetzt. Zur Förderung der Mutterkindbindung beteilige ich mich hin und wieder an diesem Treiben und nutze dabei die Gelegenheit, mein Hirn geschmeidig zu halten. Für mich heißt es dann: Immer schön überkopf arbeiten, nur die Teile nehmen, die umgedreht auf dem Boden liegen und möglichst sofort an der Form erkennen, wohin sie gehören. So bilde ich mir zumindest ein, dass ich hier nicht vollständig verblöde.



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