und ihr Nachname, bitte

24. September 2007

Wäre mein Nachname Antonmann, dann wäre alles ganz einfach. Dann würde auch ein Telefongegenüber, das nicht des Hochdeutschen mächtig ist, meinen Namen auf Anhieb verstehen. So aber schlage ich mich mit Vokalen und Konsonanten herum, spucke wohlartikuliert ins Telefon und bin mir am Ende des Gesprächs nicht wirklich sicher, ob mein Name jetzt richtig im Terminkalender des Gegenübers steht. Wenn wir in den Herbstferien dann auf der Straße schlafen müssen, dann wissen Sie warum.

(Mit H fängt mein Nachname an und dieses H scheint für Ohren sehr schwierig zu sein. Keine Namensnennung ohne Buchstabieren und auch dann ist es mit Sicherheit trotzdem noch falsch. Man hört ein B, ein M, ein L, aber nie ein H.)

14 Responses to “und ihr Nachname, bitte”

  1. Ami Says:

    das nächste mal: “h” wie hoast mi!? das wird dann wohl verstanden:))

  2. Karin Says:

    Ha, für den Herr Antonmann wäre die Variante mit B sehr schön *harhar”. Aber Sie wollen gar nicht wissen, was aus meinem Nachnamen schon wurde. (Sie wissen, der mit den vielen ts und so)…

  3. Kassiopeia Says:

    Bei uns ist es eigentlich ganz einfach: Hitze. Aber die Leute wollen oder können das einfach nicht annehmen. Da ist “Hitzer”, “Hinze” noch harmlos,
    wir wurden auch schon mit “Mütze” angeschrieben…

  4. Frau Antonmann Says:

    Karin: Bei Ihrem Name musste ich auch dreimal nachschauen, ab ich Ihn richtig geschrieben hatte.

  5. julia Says:

    Mein Mädchenname war auch so ein Kreuz: Hümmer, im fränkischen weiß man wie der geschrieben wird, aber sonst: Himmer, Wümmer, Kümmer, Hymer, Wumme…
    Jetzt kann ich nur die Lautverschiebungen, die mir in der 10. Klasse so gar nicht einleuchteten nachvollziehen, denn aus Berner wird meistens Werner, dabei sage ich doch immer wie der Berner Sennenhund

  6. Martina Says:

    Uns wird - eigentlich immer - ein h reingeschoben. Also in die Mitte des Namens. Das H am Anfang ist allerdings kein Problem. Mir unverständlich.

  7. eine Familie wie andere auch Says:

    Wie auch immer Sie heißen mögen, schlimmer als ein ausländischer Name kann es gar nicht sein. Wenn ich in Arztpraxen aufgerufen werde, bleibe ich fast immer sitzen, weil ich meinen eigenen Namen nicht erkenne. Dafür geht mein Name auf DEN Gelehrten in der islamischen Geschichte zurück (mein Opa behauptet sogar, daß wir unsere Ahnengeschichte direkt auf ihn zurückführen können), das bescherte mir immerhin ein ehrfürchtiges Staunen seitens meiner Islamwissenschaftsprofessoren an der Uni.

  8. Manu Says:

    Mein Nachname ist sowas von einfach… vier Buchstaben. Und trotzdem wird IMMER nachgefragt.

  9. stadtfrau Says:

    ist zwar nicht mein nachname, sondern michis, aber die ikeafamiliycard hat aus gartner huber gemacht - ist ja auch so naheliegend.

  10. lulaente Says:

    Ihr glaubt nicht wie die Republik Ente schreiben will. Jedes mal kommt der “flotte Spruch” großes W und kleine ente - Häufig ein B am Anfang und “dt” “d” “th” etc. in der Mitte. Ich nuschel …. und Sie Frau Antonmann haben wohl einen Hang zum französichen oder spanischen - sie wissen schon schreiben aber nicht sprechen :-)

  11. soulsilence Says:

    Bei meinem Nachnamen ist es auch immer ganz klasse, weil JEDER meint, er würde ihn richtig schreiben, mit “er” am Ende. Ich buchstabiere schon automatisch, weil er sich mit “a” anstelle des “er” schreibt. Toll ist dann, wenn die Leute mir schon beim dritten Buchtaben mit “Jaja, ich weiß schon” ins Wort fallen, dann sagen “Ach so, anstelle des “er” ein “a”!” und dann kommt die Post wahlweise mit “ar” oder “era” (<- Mein besonderer Liebling…) am Ende an… :roll:

  12. Frau Antonmann Says:

    Ich merke schon, dass ich nicht alleine mit dem Nachnamenproblem bin. Aber haben Sie als Urnordeutsche schon mal versucht, einem Bauern aus Oberbayern Ihren Namen am Telefon zu nennen? Ich bin echt gespannt, was dabei rausgekommen ist :)

  13. Leo Ramón Says:

    joar, mit Namen hab ich auch oft meine Probleme, keiner weiss, wie ich geschrieben wird. Bei “Leo” gibts schon Probleme, das ist meistens “Leon”, Ramón geht meistens fix übern Tisch, aber bei meinem Nachnamen kommt man schon in ein langes Gespräch. Wie soll man einem normalen Deutschen erklären, was ein ñ ist Oo

  14. Moritz Papa Says:

    Ich bekomme immmer einen Buchstaben geschenkt, weil unser Nachname - speziell in den östlicheren Bundesländern - oft mit diesem zusätzlichen Buchstaben vorkommt, der aber trotzdem nicht ausgesprochen wird. Lässt sich leicht korrigieren, allerdings wurde ich auch schon belehrt, dass ich meinen Namen falsch schreiben würde, dabei bin ich der felsenfesten Meinung, dass meine Version die richtige ist. ;-)

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