es liegt was in der Luft
21. September 2007
Ich wohne in der Nähe einer Zuckerfabrik. Das hat den Vorteil, dass Anton nun weiß, dass die Zuckerrüben zur Fabrik mit dem großen Schornstein gebracht werden, dass er weiß, dass aus den Zuckerrüben Zucker hergestellt wir und, dass er morgens beim Frühstück schon mal mit dem Finger in den Zucker stippen darf, um festzustellen, dass er Zucker gerne mag. Es hat aber auch den Nachteil, dass egal wann ich zur Schule hin oder wieder zurück fahre, ich immer hinter einem Trecker hinterherdaddele. Vollbeladene Trecker zur Zuckerfabrik, leere Trecker zurück von der Zuckerfabrik. Es hat auch den Nachteil, dass je nachdem wie der Wind steht, zur Zeit der Rübenkampagne ein fieser Geruch in der Luft liegt. Zuckerrübenfabrikgeruch. Ich mag den nicht. Dieser Geruch ist fast so schlimm wie Brauereigeruch. Ich wohnte mal in der Nähe einer Brauerei und je nachdem wie der Wind stand, lag ein süßlicher Bierbraugeruch in der Luft. Noch viel schlimmer ist bestimmt der Geruch von einem Schweinemastbetrieb. Zum Glück wohnte ich noch nie in der Nähe von einem Schweinemastbetrieb.
21. September 2007 at 17:26
Ich wohnte mal in der Nähe einer Schnapsbrennerei.
EKELHAFT!!!
21. September 2007 at 18:13
Sie haben mein vollstes Mitleid!
Meine Eltern wohnen in der Nähe einer Gurken-, Blaukraut(bzw. Rotkohl)-, Sauerkraut und Zwiebel-Einmach-Fabrik. Da hat man gar keinen Appetit mehr, wenn man täglich zweimal dran vorbei fährt.
Das einzig gute daran ist der günstige Fabrikverkauf. ;)
21. September 2007 at 18:24
Ein Mehrfamilienhaus mit Hinterhof und Hinterhaus und Seitenflügel dran, wo immer fleißig gekocht wird bei dem einen oder anderen - das ist manchmal auch entsetzlich. Beim “Lüften” nämlich.
21. September 2007 at 20:53
jep, ich erinnere mich noch daran, wie ich übelst von übler Übelkeit geplagt, schwanger, jeden Tag daran vorbei zur Arbeit musste. Mehr als einmal habe ich mir gesagt “Nase&Mund zu&durch”
21. September 2007 at 21:02
wir wohnen hier in der großstadt, auch nicht immer lecker :P
21. September 2007 at 21:10
Ich kenne das auch von Regensburg. Ich hab zwar immer weit genug weg von der Zuckerfabrik gewohnt, aber zur Zeit der Rübenkampagne duftete die ganze Stadt danach. Großes BÄH!
Zum Glück hab ich damals noch geraucht, so roch ich eh nicht so viel und wenn es ganz schlimm war, konnte ich eine Nebelschutzschicht um mich erstellen ;-)
21. September 2007 at 21:25
Und ich kenne tatsächlich Menschen, die den Zuckerrübengeruch mögen. Also nee.
21. September 2007 at 21:29
Ich habe mal für ein paar Wochen in einer Fabrik gearbeitet , (nicht gewohnt !), in der Medikamente hergestellt wurden. Morgens um 6 Uhr an einem Bottich randvoll mit flüssiger Leberpampe vorbeizugehen, gehört mit zu dem wohl schlimmsten Geruchserlebnis, an das ich mich erinnern kann.
Schön ist auch nicht der Geruch in einer Kirschminze- Schokotaler Fabrik, obwohl man das vielleicht denken könnte.
Neben einer Brauerei habe ich auch mal gewohnt aber da war ich noch Student…hicks
21. September 2007 at 22:19
In meiner (kleinen) Heimatstadt gab es früher (vdW) eine Zuckerfabrik. Da hat quasi jeder mitbekommen, wann Zuckerrübenernte war. Der Melasse-Geruch war für mich auch immer ekelerregend.
Aber Rübensirup find ich lecker! ;)
22. September 2007 at 10:20
Sinnse froh, nicht neben einem Schweinezuchtbetrieb zu wohnen! Bei uns ist es zwar kein großer Zuchtbetrieb, aber ein kleiner ländlicher Lämmer-/Schafsstall *bäh*. Ganz schlimm im Sommer auch die vielen Fliegen *grusel*…
22. September 2007 at 10:27
Sehen Sie, genau so hatte ich mir das vorgestellt, das mit den Schweinen nebenan. Auch bäh.
22. September 2007 at 15:45
Wir haben auch einen “netten” Wohnort … habe bereits darüber gebloggt.
22. September 2007 at 16:42
Das klingt wie der Geruch, der immer kommt, wenn amn an Kuhweiden an der Autobahn vorbeifährt. Ich bin nur zu froh, da nciht wohnen zu müssen. Meni Beileid!
23. September 2007 at 17:24
[...] September 23rd, 2007 in Erinnern, Tägliches, Wochenende Nachdem es hier und hier schon Geschichten über (wohl)riechende Wohnorte erzählt wurden, habe ich mal an meine [...]