und heule

30. August 2007

Das Alltag hat mich wieder und leider mit voller Wucht. Wie immer fällt die Umstellung extrem schwer und ich kämpfe gegen das Gefühl, dass mir nach nur zwei Tagen alles zu viel zu werden droht.

Mist, Schule ist so anstrengend. Die Schülern fordern dich sofort und hundertprozentig. So viel muss bedacht, geplant, vorbereitet werden. Allein heute habe ich mit acht Kollegen acht Planungsgespräche geführt, mit zwei Müttern gesprochen und einem Familienhelfer telefoniert. So zwischendurch und hinterher. Alles wichtig. Es wirbelt in meinem Kopf.

Die kurze Heimfahrt nach Hause bringt nicht die erhoffte Entspannung (dass ich wieder Selbstgespräche am Steuer führe ist ein schlechtes Zeichen) und zu Hause geht es ungebremst weiter. Lotta braucht Unterschriften und Entscheidungshilfen zur Wahl ihrer AGs und des Projektunterrichts, sofort. Koppi trägt mir seinen gesamten Stundenplan vor (hätte er die Reimform gewählt, hätte mich das auch nicht mehr gewundert) und berichtet, dass die neue Lehrerin nicht besonders hübsch wäre, jedoch nur etwas schlechter als ich aussähe. Anton wacht früh und knautschig aus dem Mittagsschlaf auf und braucht ganz viel Mama. Der Rest der Familie braucht ganz viel Mittagessen. Termine drängeln sich in den nächsten Tagen und in meinem Kopf ist irgendwie kein Platz, mir alles zu merken.

Db Eva sagt, alles Schritt für Schritt. Also setze ich mich erst mal kurz aufs Sofa und heule. 

24 Responses to “und heule”

  1. dasmiest Says:

    In der Ruhe liegt die Kraft *tröst*.

    Und was spricht gegen Selbstgespräche im Auto? Ist bestimmt wesentlich intelligentere Unterhaltung als das, was im Radio geboten wird.

  2. Manu Says:

    *der Frau Antonmann mal ein Taschentuch rüberschieb*

  3. Mama Schwaner Says:

    *drück* immer mit der Ruhe. Ich bin noch nicht so ganz durchgestiegen bei eurer Familie (lese ja noch nicht so lange mit). Wie alt sind denn deine Kinder und db Eva ist wohl dein Partner/in (ich bin mir da wegen EVA nicht so sicher)?!

    Vielleicht reicht für diese Woche einfach mal etwas mehr Fastfood (Pizza, Pommes, Chicken Wings etc.) bis sich alles ein wenig beruhigt hat. Und die Wahl der AGs hat bestimmt auch noch bis morgen Zeit…

    Keep cool und tschakka!

  4. DüneSieben Says:

    Selbstgespräche = “having intelligent conversation”!!
    Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, vor allem zur Zeit und das nur aus der Mutterwarte und nicht auch-noch-selbst-Lehrerinwarte! Auch ich träume nachts von neuen Lehrern, Materiallisten und Bus- und Stundenplänen.
    Und das mit dem runtergeleierten Stundenplan - DAS KENN ICH!! Genau das gleiche haben die Zwillinge mit mir am Montag gemacht!
    Frau Antonmann - Sieschaffendas!! Sieschaffendas!! Sieschaffendas!! Sieschaffendas!! Sieschaffendas!! Sieschaffendas!! Sieschaffendas!! Sieschaffendas!! Sieschaffendas!! Sieschaffendas!! Sieschaffendas!! Sieschaffendas!! Sieschaffendas!! Sieschaffendas!! Sieschaffendas!!
    Wenn nicht Sie - wer dann?? :))

  5. workingmum Says:

    Liebe Frau Antonmann, nicht weinen! Obwohl mal so richtig losheulen hilft -befreit irgendwie. Habe heute morgen an Sie gedacht, die erste Woche ist eben einfach die Schlimmste. Ich war nach der ersten Woche schon wieder reif für die Ferien, Sie sehen also, sie sind nicht allein, vielleicht ein kleiner Trost. Ich finde Selbstgespräche im Auto nicht schlimm, allerdings ertappe ich mich eher dabei, wie ich wüst über andere Autofahrer schimpfe - und echt froh bin, beim Umdrehen keine Kinder auf dem Rücksitz zu sehen :-D

  6. Katrin Says:

    Lass es raus. :-)
    Das hört sich ja aber auch wirklich nach seeehr viel auf einmal an.

  7. KatjaW Says:

    Ich hab ja bis jetzt nur ein Kind - drei und arbeiten erscheint mir geradezu unmöglich. Hut ab, viiiiieeeel Kraft und wenn’s eben gar nich geht, krank sein. Trotz allem bin ich froh zu lesen, dass es wohl normal ist, sich an den ersten Schultagen selbst als routinierte Lehrerin erschlagen zu fühlen…habe Montag meine erste Lehrerinnenstelle angefangen, allerdings nur für 4 Wochen, dann bin ich schon wieder im Mutterschutz. Zweites Kind, d. erste erst 17 Monate alt, so dass natürlich für entspr. Betreuung gesorgt werden muss, die sich aber noch so gar nicht eingespielt hat, Martha bitterlich beim Verabschieden weint, die Schüler z.T. nix zu schätzen wissen, man abends nur den dicken Schwangerbauch auf die Seite legen und schlafen will, aber noch vorbereiten muss….aber wem sag ich das. dbEvas (=Partner?) Motto ist wohl jetzt wirklich das Beste.

  8. Frau Antonmann Says:

    Vielen Dank an alle für Taschentücher und Kennich- und Duschaffstdasworte.

    dasmiest: Ich habe nichts gegen Selbstgespräche im Auto, aber sie sind bei mir immer ein Zeichen von drohender Überlastung und dem daraus resultierenden Bedürfnis, Dinge zu ordnen, in dem ich sie laut ausspreche. Leider fahre ich dann auch immer sehr unkonzentriert. Plötzlich bin ich dann schon zu Hause.

    Mama Schwaner: Fastfood ist eine guute Idee. Leider feiert das Lottakind morgen auch noch ihren 11. Geburtstag nach und da soll es dann doch nicht nur Fastfood geben.

    DüneSieben. Ichschaffedas!!

    workingmum: Gut zu wissen, dass ich nicht allein bin.

    KatjaW: Ganz ehrlich, erste Lehrerstelle und dann hochschwanger. Oh ha. Den Berufsanfang fand ich ja schon ohne Babybauch heftig. Ich wünsche alles Gute für die nächsten vier Wochen und dann natürlich auch für die Zeit danach.

  9. Ami Says:

    ALTE!!! *fest auf die schulter klopf*

    ich drückel dich, ich schicke tempos und aufmunternde gedanken. das chaos wird sich lichten. gib dir noch ein paar tage - und bis dahin: schritt für schritt. (so ein weiser mann!)

    ich denke an dich!

  10. Karin Says:

    Oh jeh. Aber erste Arbeitstage nach dem Urlaub sind auch ohne Schüler und dafür nur rein männlichen Kollegen, die sich während meiner Zeit weg die Rosinen aus meinem Projekt rausgepickt haben, echt scheisse.
    naja. Dafür ist heute ein teilweises Überraschungspäckchen rausgegangen. Ich denke, beide Überraschungsteile können Sie brauchen.

  11. Sabine Says:

    Liebe Frau Antonmann,
    oh, wie ich das kenne…. Ich fühle mit Ihnen- bei mir hilft manchmal viel Extraschokolade für die Nerven- vielleicht bei Ihnen ein Mädchenbier? Bei mir sinds weniger Selbstgespräche im Auto sondern mir fehlen grad wieder die Fingernägel- hier gings schon vor zwei Wochen wieder los…. Ich denke, die Schritt für Schritt Methode is nicht schlecht, ansonsten muss frau da einfach durch- und heulen zwischendurch muss auch mal sein….
    Solidarische Grüße
    Sabine

  12. Frau Antonmann Says:

    ami: Ist halt der beste Ehemann von allen;)

    Karin: Ich liiiibe Kryptik :)

    Sabine: Mädchenbier steht schon neben mir.

  13. June Says:

    oh wei oh wei!
    lassen sie sich trösten und sagen, geteiltes leid ist halbes leid.
    kaum eine woche ungeplanterweise zu hause und schon stresst der arbeitsalltag doppelt.
    wieder magen- und herzstechen…kein gutes zeichen!

    aber ich erhebe mein schöfferhoffer und kann nur sagen…alles wird irgendwann gut.

    und wir stimmen ein entspannendes mantra ein….ohhhhmmmmmmm…

    fühlen sie sich umärmelt und verstanden!

    küsschen!!!

  14. Frau Antonmann Says:

    Was machen wir bloß, wenn die Schöfferhofer Mädchenbiersaison zu Ende ist?

  15. workingmum Says:

    Wir testen ´was anderes! … Schokolade (der positiven Endorphine wegen) … oder das neue Gummibärchen (Apfel) … oder … es fällt uns bestimmt was ein!

  16. Kass Says:

    So eine Scheiße…

  17. June Says:

    das darf nicht sein…
    hatte heute schon einen schreckmoment im laden, das das schöfferhoffer nicht an seinem platz stand - gott sei dank haben die nur umgeräumt….
    bist du sicher, dass es das nicht mehr geben wird oder ist das nur gemunckelt?
    schließlich machen die fetten umsatz mit uns….

    ;-)

    prost meine liebe…

  18. Frau Antonmann Says:

    workingmum: Dann testen wir jede Woche eine Gummibärchenfarbe :)

    Kass: Bitte definieren Sie “So eine Scheiße…”

    June: Ich befürchte, dass das Sommerware ist und ich muss unbedingt dran denken, db Eva zu sagen, dass er morgen noch eine Wintereservekiste mitbringen soll. Für den Fall, dass…

  19. werhättegedacht Says:

    Heulen hilft. Bier auch. Aber am besten hilft Schokolade. Viel Schokolade.
    Nehmen Sie sich einfach die Zeit dafür. Zeit ist zwar Mangelware, aber man kann auch nur eins nach dem anderen machen. Manchmal müssen wir Frauen -hinsichtlich einer gesunden Psyche- auch unsere Multitaskingfähigkeit kurz ausschalten.

  20. Kassiopeia Says:

    Entschuldung ich war am Laptop meines Mannes. Ich wars: Die mit
    der “so eine Scheiße”. Ich war dann zu frustiert um mich weiter zu
    erkären. Na was soll man den zu so einem Scheiß-Tag noch weiter
    sagen? Denn das es auch wieder andere geben wird weiß man ja
    in solch einem Moment, nur hilft das nicht und macht die Nerven
    nicht stabiler. Ich wollte so nur mein ehrliches Mitgefühl zum Ausdruck
    bringen… ;)

  21. Sisou Says:

    Puh, liebe Frau Antonmann, wenn ich Ihre Beschreibung lese, dann gerate ich schon alleine vom Lesen ins Schwitzen…

    Ich finde, Selbstgespräche und heulen sind ein gutes Mittel, um den Druck loszuwerden. Und das Bloggen sowieso. :-)

  22. Eva Says:

    Wieder besser ? Es gibt (leider) so Tage, da ist es zum Heulen. Aber besser heulen, als alles in sich reinzufressen (Es sei denn Schokolade oder so). Wünsche Dir alles Liebe :-)

  23. Frau Antonmann Says:

    Wieder besser, danke. Noch immer viel, aber nicht mehr so ungeordnet.

  24. Alltag « Ida´s Welt Says:

    [...] September 2007 Der Alltag hat auch mich wieder. Ob es generell der erste Arbeitstag nach dem Urlaub ist? Naja, wie kann man auch so [...]

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