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Heute in der Klasse. Ein neuer Schüler kommt und mit ihm seine Mutter und der neue Lebensgefährte der Mutter. Wir plaudern über Materiallisten (tut mir Leid, ihr lieben geplagten Mütter, auch ich verteile diese Dinger), Stundenpläne und Schulwechsel. Plötzlich wird das Gespräch privat, denn Lebenspartner muss der Mutter unbedingt sagen, dass diese mit ihrem Sohn nun nicht mehr umzuziehen habe, denn nun würden sie ja bei ihm bleiben. Mutter beteuert daraufhin ihre große Liebe und Treue zum Lebenspartner und - nun halten sie sich fest - beide fangen an, wild zu knutschen und sich Mäusebärchengoldhaseworte ins Ohr zu flüstern.

Und ich stand irgendwie ganz dicht dran und krieg jetzt dieses Bild der sich stülpenden Lippen nicht mehr aus meinem Kopf.

Anton: Was is’s das da?
Frau Antonmann: Das ist Hundekacke.

-

Anton: Wo ist die Hundekacke?
Frau Antonmann: Hier an der Seite. Pass auf, dass du mit deinem Bobbycar nicht durchfährst.
Anton: Da bin ich aber schon durchgefahren.

Ein Traum.

Und weiter geht’s, mit Lottas Geburtstagsnachfeier. Bionade steht im Anbau, Rallye ist ausgedacht und ausgedruckt. Nur noch duschen, Weidenruten schneiden, Stockbrotteig machen, Feuerkorb und Holz vom Nachbarn ausleihen und die Spuren von Antons Spielzeugschlacht im Wohnzimmer beseitigen. Dann können die jungen Damen kommen.

Das Alltag hat mich wieder und leider mit voller Wucht. Wie immer fällt die Umstellung extrem schwer und ich kämpfe gegen das Gefühl, dass mir nach nur zwei Tagen alles zu viel zu werden droht.

Mist, Schule ist so anstrengend. Die Schülern fordern dich sofort und hundertprozentig. So viel muss bedacht, geplant, vorbereitet werden. Allein heute habe ich mit acht Kollegen acht Planungsgespräche geführt, mit zwei Müttern gesprochen und einem Familienhelfer telefoniert. So zwischendurch und hinterher. Alles wichtig. Es wirbelt in meinem Kopf.

Die kurze Heimfahrt nach Hause bringt nicht die erhoffte Entspannung (dass ich wieder Selbstgespräche am Steuer führe ist ein schlechtes Zeichen) und zu Hause geht es ungebremst weiter. Lotta braucht Unterschriften und Entscheidungshilfen zur Wahl ihrer AGs und des Projektunterrichts, sofort. Koppi trägt mir seinen gesamten Stundenplan vor (hätte er die Reimform gewählt, hätte mich das auch nicht mehr gewundert) und berichtet, dass die neue Lehrerin nicht besonders hübsch wäre, jedoch nur etwas schlechter als ich aussähe. Anton wacht früh und knautschig aus dem Mittagsschlaf auf und braucht ganz viel Mama. Der Rest der Familie braucht ganz viel Mittagessen. Termine drängeln sich in den nächsten Tagen und in meinem Kopf ist irgendwie kein Platz, mir alles zu merken.

Db Eva sagt, alles Schritt für Schritt. Also setze ich mich erst mal kurz aufs Sofa und heule. 

Von der lieben Frau Pampersfront wurde der rote Teppich für mich ausgerollt, um mir dieses rosa Ding vor die Füße zu legen.

Ich freue mich natürlich ganz irre darüber auch wenn ich noch nicht so recht weiß, was ich damit machen soll und sage vielen, vielen Dank.

Nun rollt das rosa Ding auch schon weiter zu Frau Jette, denn wenn die es nicht möchte, dann kann sie es immerhin noch ihrer Tochter geben.

(Eigentlich würde ich Euch allen gerne so ein Ding verleihen, aber hey, ist doch rosa.)

Wenn das Kind mit dem Satz Oh, jetzt ist der Zucker rausgefallen aus der Speisekammer kommt, dann brauchen Sie nicht mehr nachzuschauen, sondern können gleich den Staubsauger holen. (Dass Sie dann Paniermehl statt Zucker aufsaugen ist dabei relativ egal.)

Von der Frau Ohwhataworld die Aufforderung zum Kleiderschranklüften bekommen. Also, Türen auf: 

Hast Du einen normalen Kasten oder z.B. einen begehbaren Kleiderschrank? Wie groß ist er?
Ach, ich habe sogar beides. Und das kam so: Wir haben noch von früher einen ganz normalen Ikeapaxviertürenkleiderschrank, seit unserem Umzug allerdings ohne Rückenwand, denn die war in der vorherigen Altbauwohnung feucht und, Sie wissen, schon geworden. Dieser Schrank ist zum Brechen voll, durchaus auch mit Klamotten, die wir schon seit ewigen Zeiten nicht mehr anziehen. Nun sind wir stolze Besitzer eines wirklich großen Schlafzimmers und kamen irgendwann auf die Idee, unser Bett von der Wand abzurücken, mit dem Wunsch, dahinter einen begehbaren Kleiderschrank zu bauen. Damit wir uns das ganze schon mal so richtig vorstellen konnten, haben wir ein großes Tuch gespannt, das die zukünftige Trockenbauwand symbolisieren soll. So hängt das Tuch seit zwei Jahren im Schlafzimmer. Hinter dem Tuch stapeln sich auf Sesseln und Tischchen die Klamotten, die wir meistens anziehen (je länger ich schreibe, um so mehr klingt das nach Flodder - egal, ist halt so) und wenn wir mal Zeit und Geld haben, dann bauen wir so richtig um oder ich lasse die lustige Tinebautallesganzschnellum in mein Schlafzimmer.

Wieviele und welche T-Shirts sind darin?
Keine Ahnung, aber eine kleine Auswahl gab es mal hier zu sehen. Die meisten Shirts sind allerdings ohne Aufdruck.

Und wie sieht’s mit den Tops aus?
6, einige in Feinripp, edc

Wieviele und welche Kleider?
2 die ich regelmäßig trage, im Sommer. Auch hier zu sehen. 

Auch Röcke?
2, einen davon gerade erst gekauft

Wieviele und welche Pullover besitzt Du?
2 Kapuzenpullis und ganz viele langärmlige T-Shirts.

Und Westen?
0

Wieviele und welche Jacken?
5, dünne Sommerjacke bis dicke Daunenwinterjacke

Und Mäntel?
0

Wieviele und welche Jeans hast Du?
2, beide blau

Auch andere Hosen?
Cordhosen und Stoffhosen, auch so Sommerschlabberhosen 

Wie sieht’s mit Accessoires aus (Gürtel, Schals, etc)?
Gürtel, sonst rutschen meine Hosen (ich muss irgendwie komische Hüften haben)

Was ist sonst noch in Deinem Kasten bzw. begehbaren Kleiderschrank?
Handtücher, Bettwäsche, Schwimmsachen, Bademäntel, Reisetaschen, Schlafsäcke, Socken, Unterwäsche

Welche sind Deine Lieblings-Klamotten?
Jeans, rosa Feinripptop und schwarzes T-Shirt drüber

Was machst Du, wenn Dir etwas zu gross / zu klein geworden ist?
zu groß??
zu klein: laut seufzen, ganz laut

Knöpfe annähen etc. - Machst Du das selbst?
Knöpfe mach ich selber wieder dran

Wieviele und welche Schuhe hast Du in Deinem Schuhschrank?
Schuhschrank gibt es hier nicht, die Schuhe stehen unter dem Garderobenschrank im Flur und sind zurzeit zu sechst

Extended Version: Nicht weggeworfene/Behaltene Sachen der Ex?
nüscht

Da Frau June schon mal kurz davor war, ihren Kleiderschrank ganz weit zu öffnen, darf sie es nun zu unser aller Freude tun. Bitteschön.

Wenn Sie wissen möchten, was hieraus geworden ist

 

und wo Sie sitzen könnten, würden Sie auf einen leckeren Kaffee oder ein Bierchen vorbei kommen, dann dürfen Sie gerne hier und hier (ich hätte natürlich noch den Wäscheständer mit der Urlaubswäsche wegräumen können) gucken.

Jetzt muss nur noch die Wand gestrichen werden und müssen nur noch die Pflänzelchen wachsen. 

Und Sie dürfen nun gerne Ah und Oh sagen. Sie können es aber auch lassen.

Brotbacken mit dem Brotbackautomat kann nur gelingen, wenn man die Brotbackautomatknethaken vor dem Brotbacken in die Brotbackform steckt.

Nun denn, gibt’s halt heute Abend kein rustikales Landbrot sondern Bauernkruste

Ich has.se Kryptik. So, das musste mal gesagt werden.

(Mich sprach mal die Kindergärtnerin von Lotta an. Mit so ‘nem ernsten Gesicht. Du, Kerstin, wir müssen uns mal unterhalten. Die Eltern von M. haben mich wegen Lotta angesprochen. Aber das will ich jetzt nicht so zwischen Tür und Angel besprechen. Super. Habe ich Ihnen eigentlich schon mal gesagt, dass ich ein furchtbar empathischer Mensch bin und dass es mir nach solchen Situationen schlecht geht. Richtig körperlich schlecht. Schlimm das.)

(Meine Mutter ist übrigens auch eine tolle Kryptologin. Ach, ich muss mal was ganz wichtiges mit dir besprechen, aber nicht hier am Telefon. Letztendlich erzählt sie es mir dann aber doch hier am Telefon.)

Und wieder einmal lässt Frau Antonmann ihr fröhliches Schalala erklingen.

Liebe Trödelheinis, Mit50schleicherobwohl70erlaubtistfahrer, Plötzlichundohnegrundbremser,

heute ging das ja noch gerade so, da ich lediglich zum Warmwerden in der Schule war. Spätestens ab Donnerstag, wenn Frau Antonmann wieder auf den letzten Drücker unterwegs ist, sollten Sie sich jedoch zwischen Parken und Fahren entscheiden. Nicht irgendsowas komisches dazwischen. Sie schaffen das. Danke.

Mist, irgendwann sind die Ferien immer vorbei.

bart-simpson-generator.gif

(hier  - über)

Familie Antonmanns erste Handlung bei der gestrigen Heimkehr: nach dem grünen Paket schauen. (Zum Glück haben wir mit der Deutschen Post einen Ablageort vereinbart, an dem Pakete deponiert werden können, wenn wir nicht zu Hause sind.)

  

Auf Wunsch von Frau Pampersfront durchforste ich mein Hirn nach Kindheitserinnerungen und ich merke dabei, dass es manchmal schwierig ist, zu trennen, ob man sich wirklich an etwas erinnert oder ob die Erinnerung an Fotos oder an Geschichten gekoppelt ist.

Mein Vater starb als ich noch sehr jung war und ich werde immer wieder gefragt Kannst du dich eigentlich noch an ihn erinnern? Ich habe mich also schon des Öfteren mit dem Thema Kindheitserinnerungen auseinandergesetzt und ganz automatisch fallen mir dann zwei Erinnerungen an meinen Vater ein, die besonders intensiv sind.

1. Mein Vater war bereits eine ganze Zeit lang krank und lag im Krankenhaus. Zwischendurch wurde er immer mal wieder mit dem Krankenwagen zu uns nach Hause gebracht, um gemeinsame Zeit mit seiner Familie verbringen zu können. Ich sehe meinen Vater in unserem Lederdrehsessel sitzen. Neben dem Sessel steht eine große Stehlampe mit sechs Glasschirmen. Beim Rumeiern um meinen Vater stoße ich gegen die Lampe, die kippt um und die Glasschirme zerspringen in tausend Scherben. Meine Mutter, vollkommen überfordert mit der ganzen familiären Situation und der Belastung, droht zu explodieren. Da klingelt es an der Tür und die Sanitäter sind da, um meinen Vater wieder ins Krankenhaus zu bringen. Und mein Vater sagt: “Ich nehme Kerstin mit ins Krankenhaus.” Er war meine Rettung.

2. An einem Nachmittag spielte ich bei meiner Freundin, da meine Mutter bei meinem Vater im Krankenhaus war. Von dort hatte sie wohl den Freundinvater angerufen und ihn gebeten, mich ins Krankenhaus zu bringen, da sie spürte, dass es das letzte Mal sein könnte, dass ich meinen Vater sehe. Ich weiß noch, dass ich meine Hausschuhe an hatte und der Freundinvater zu mir sagte, dass ich die ruhig für die Fahrt anlassen könnte. Im Krankenhaus erinnere ich mich, dass meine Mutter zu mir sagt: “Wenn du möchtest, kannst du deinem Vater zum Abschied ja noch einen Kuss auf den Arm geben.” Ich sehe den rechten Arm meines Vaters vor mir im weißen Bett und höre mich sagen: “Nein, ich gebe ihm fünf Küsse.”

 
 

Und, Frau Kira, nehmen Sie auch Stöckchen? Wenn, dann …wie sieht es mit Erinnerungen aus Ihrer Kindheit aus?

andere Einkaufskörbe

  

Da ich heute nicht mit dem Orginal-Biertestphase 2-Testbier anstoßen kann, genehmige ich mir eine dieser eisgekühlten Fläschelchen.
Und während db Eva die andere Flasche Mädchenbrause leert, tupft er mir ab und an liebevoll die Tränen der Rührung aus den Augen. Weil es Menschen gibt, die einfach nur wunderbar sind.

Pause, Pause und Essen,
wieder was zu essen,
ham doch grad gegessen. 

Rauchen, Saufen und Kiffen,
ham wir uns verkniffen,
ham wir drauf gepfiffen.

(Schön war’s.)

Der Herr Anton ist ein Stehgucker. Er steht und guckt im Spielepark, er steht und guckt im Freibad, er steht und guckt auf dem Abenteuerspielplatz. Und hinterher erzählt er db Eva mit vielen Worten, wie toll es war. Stimmt auch alles, nur, dass der kleine Herr nichts davon aktiv erlebt hat. Er lässt lieber spielen.

Vier vorgesetzte Mahlzeiten am Tag erzeugen auf meinen Hüften eine Esgehtmirzugutweichheit.

Ansonsten, heute eine Frau mit shorty Shorts gesehen, die eindeutig zu kurz für das Alter der Frau und den Zustand der Beine waren.

Und beim Einschäumen der Haare unter der Dusche gegen den Kaltwasserhebel gekommen.

Mehr nicht.

Wenn man für die halbe Stunde Internet einen Euro bezahlen muss, dannn macht bloggen keinen Spaß.

Mitten in der Pampa zu sitzen, mit Zigarettchen, aber ohne Feuer, ist eine kleine Katastrophe. Das kann aber sicherlich nicht jeder verstehen.

  

Was schön ist: 
Schön, wenn man dann heute wieder ganz unbeschwert das Mädchenbier trinken kann, das einem sowieso am besten schmeckt. Schade nur, dass Sch so weit hinten im Alphabet kommt.

Was nervig ist: 
Die Happydappyeiseispinguine gehen mir ja sowas auf die Nerven.

Was verschwunden ist:
Den ganzen Tag schon suche ich meine Nagelschere und des Herrn Koppis Reiseantikotzkaugummis.

Also, mein Kind liegt im Bett. Jetzt muss es nur noch halb neun werden.

 Frisch eingetroffen, ein Moskau-Probierpaket.

  

Und was da alles zum Vorschein kam…

eine Flasche Wodka, eine Flasche Kwas (diese große braune Flasche, ein Getränk auf Brotbasis), ein Glas Honig mit Walnüssen, zwei Dosen gesüßte Kondensmilch (einmal weiß und flüssig, einmal gekocht und karamellisiert), eine Tafel Schokolade, ein Päckchen mit Keksen, eine Tüte Schokokonfekt, eine Tüte Mohnkringel, eine Tüte mit getrockneten Tintenfischen, eine Tüte mit getrockneten Fischen, drei Packungen mit Knabbereien in den Geschmackssorten Schinken, Käse und Kaviar. Und ganz wichtig, ein langer Beipackzettel, auf dem alle Sachen beschrieben und erklärt sind.

Dieses Paket ist der Wahnsinn, liebe Manu, und auf viele Sachen bin ich echt gespannt. Vielen, vielen Dank. Ich werde berichten, wie uns die Sachen geschmeckt haben und ob du mit deinem Tipp, was uns besonders gefallen könnte, richtig gelegen hast.

Meine Hochachtung gilt allen alleinerziehenden Müttern mit einem Einzelkind unter drei Jahren. Wie bekommen Sie nur die Tage rum?

Da sitzt also Frau Antonmann gestern mit ihrem Unterdreijährigen und kämpft sich durch den Kaugummitag - das Lottakind für zwei Tag mit einer Freundin weg, der Herr Koppi den ganzen Tag im Dorf unterwegs und nur zu den Mahlzeiten zu sehen und db Eva für ein paar Tage außerhäusig - droht zwischen all den Bagger- und Treckerbüchern zu verblöden und stellt fest, dass das Highlight des Tages der Spaziergang mit Anton und Dreirad zum Briefkasten war. Zum Glück ist heute wieder alles anders. Anton hat seine Geschwister wieder. Aus dem Koppizimmer dröhnt Go West von den Pet Shop Boys und die Antonmannkinder versuchen den Gesang mit Ein Zwerg ist größer als man glaubt zu übertönen.

Manchmal ist Antons Oberkörper beim Laufen schneller als seine Füße. Das sieht lustig aus und geht nicht immer gut aus.

Anton liebt sein Laufrad, wirklich. Jeden Morgen zerrt er es aus dem Anbau und dreht, gerne auch noch barfuß und im Schlafanzug, seine ersten Runden auf der Einfahrt. Innerhalb ganz kurzer Zeit ist er vom schleichenden Gehfahrer zum flitzenden Lauffahrer geworden.

ABER, damals, als Frau Antonmann beschlossen hatte, dass Anton nun ein Laufrad bräuchte, da waren wir in einem großen Fahrradladen. Und dort gab es neben vielen Fahrrädern, Dreirädern und Laufrädern auch einen großen Trettrecker. Und eigentlich wollte Anton in dem Laden gar nicht das Laufrad haben, sondern den Trecker. Mit viel Überredungskünsten brachten wir ihn immerhin dazu, sich ganz kurz mal auf das Laufrad zu setzen, damit wir uns für die richtige Größe entscheiden konnten. Ansonsten gurkte das Kind fröhlich mit dem Trecker durch den Laden. Der Abschied viel fiel schwer und auch die Tatsache, dass wir stattdessen ja nun ein Laufrad in den Kofferraum packen konnten, sein Laufrad, konnte ihn nicht über den Treckerverlust hinwegtrösten. Auf der Rückfahrt wurde mir dann ganz heiß, weil ich plötzlich das Gefühl hatte, den totalen Übermeinkindhinwegfehlkauf getätigt zu haben. Gottseidank zeigten die nächsten Tage, das Kind liebt sein Rad.

NUR, über den Trecker ist er trotzdem nicht hinweg. Jeden Tag, und das meine ich wirklich so, jeden Tag erzählt mir Anton, dass er sich ja eigentlich einen Trecker wünscht. So einen wie in dem Laden. Er sagt so Sätze wie als ich noch kein Laufrad hatte, da konnte ich mit dem Trecker fahren, schluck, ich habe keinen Trecker mehr, wir haben ja das Laufrad gekauft, schluck, wenn ich kein Laufrad mehr habe, dann krieg ich einen Trecker, morgen, schluck. Mit tut das ja auch wirklich Leid, aber weiß das gute Kind denn, was 1. so ein Trecker kostet (naja, so viel wie ein gutes Laufrad halt), für wie kurze Zeit er 2. so ein Teil überhaupt benutzen wird und wohin wir 3. mit dem Monster bei dem ganzen Fuhrpark hier bei uns noch hin sollen? Also blieben die Elternherzen zwar berührt durch den kindlichen Wunsch, aber verschlossen. Die Elternherzen, nicht jedoch das Großmutterherz. Das beschloss nämlich, das arme Kind braucht so einen Trecker.

Ich war da ja auch mal und eigentlich müsste ich mich doch auskennen, aber, wenn man sich einmal an WordPress gewöhnt hat… Auf jeden Fall habe ich mir gerade einen abgebrochen, um diesen einen kleinen Beitrag zu schreiben.

ist alles bereit zum Countdown

Auch ich erinnere mich an die Zeit, in der wir uns in Gegenwart der Kinder in manchen Situationen nur noch auf Englisch unterhalten haben.

Ich erinnere mich allerdings auch daran, wie db Eva und ich eines Samtstagmorgens in der Küche stehen und auf Englisch abstimmen, ob wir Brötchen zum Frühstück holen wollen oder nicht und das noch kleine Lottakind fröhlich auf und ab springt und kreischt Brötchen, auja, Brötchen.

Das wollte ich schon immer mal wissen und Frau Ami hat es gerade so schön vorgemacht und auch sie hat sich vor einiger Zeit erklärt. Manche Blogtitel werfen Fragen auf und ich hätte so gerne Antworten. Frau Zwilobit, Frau Miest, Frau Minderjahr, nun sagen Sie doch mal, warum heißt es bei Ihnen denn so? Lust zu erklären?

Wenn, dann wäre ich gern ein Elb gewesen. Mit so tollen Haaren, einem milden Lächeln, porentief reiner Haut und spitzen Öhrchen.

Das Kind zerrt an den Nerven. Aber nicht mehr lange, denn bald habe ich keine mehr.

Db Eva kämpft mit dem Nervenfresserchen, das eben noch wurstspuckend am Abendbrottisch saß, unter der Dusche.

Wenn oben alles ruhig ist, kämpfen unten Menschen, Elben und Orks in unserem Wohnzimmer. (Auch das zerrt an meinen Nerven.)

Wie oft ich am Tag per Mail Viagra angeboten bekomme… Leute, ich brauche so was nicht. Ehrlich.

Meine Tochter wird Menschenrechtlerin. Sie wird wie eine Löwin für die Rechte der Menschen kämpfen und sie wird es gut machen. Zu Zeit kämpft noch für ihre eigenen Rechte, jedoch nicht mit weniger Einsatz und Willenstärke. Ungünstig nur, wenn die umkämpften Rechte mit den hier geltenden Regeln in Konflikt geraten.

Herr Anton ist wieder ein Sauberer und mir fällt ein, dass Frau Jette mal eine Zusammenstellung von Lebensmitteln, die so rauskommen wie sie reingekommen sind, hatte. Ich komm’ nur drauf, weil Herr Anton heute zum Frühstück ein Sesambrötchen aß. 

Heute nun großes Sponsorengrillen auf der neuen Gartenterrasse.

Nach Abschluss der Pflasterarbeiten gab es bereits ein kleines Begießen, aber heute, heute wird db Eva mit dem Bau der Pergola fertig und die große Einweihungsfeier kann stattfinden. Kiloweise Fleisch liegt grillbereit im Kühlschrank, Bierchen stehen kistenweise im Anbau, der Pflücksalat im Garten ist erntebereit, ein paar Tomaten haben noch die Chance roter zu werden, zwei dicke Zucchinis habe ich bereits geerntet, Lotta und Koppi toben sich noch im Schwimmbad aus und Herr Anton hat eine volle Windel. Der muss gewickelt werden, sofort.

Wenn ich nach Hause komme, freuen sich unsere Fliegen, dass ich wieder da bin und sie sich auf mich draufsetzen können.

mit seiner großen Schwester frische Kartoffelpuffer auf der Küchenarbeitsplatte zu essen.

Hello Kitty ist aus dem Urlaub zurück. Endlich. Wenn der Herr Koppi nur halb so oft daran denken würde, auf Toilette richtig zu spülen, wie er in den letzten Tagen an sie gedacht hat, dann wären wir durchaus schon zufrieden damit. 

Nun ist er seit dem Frühstück bei ihr. Hoffentlich muss er dort nicht auf’s Klo.

Liebste Frau June, wir haben noch reichlich.

neue Brille

  

Da ich nun meinen Rausch ausgeschlafen habe, liebe Jette, kann ich mich endlich an den Suff-Stock machen. Schon leicht abgestanden, aber bestimmt noch ganz lecker.

Morgens?
Kaffee, viel Kaffee, mit viel Milch

Mittags?
Wasser, Saftschorle

Abends?
Wasser, Mädchenbier

Sport?
täte ich Sport, trünke ich Wasser ohne Prickel

Bester Longdrink?
*sie zuckt mit den Schultern*

Bestes Bier?
Ich war noch nie eine Nurbiertrinkerin, sondern habe immer schon mit Zitronenlimonade gemixt. Die Mädchenbierentwicklung kommt mir dabei sehr gelegen und ich trinke mich quer durchs Sortiment. Liebstes zur Zeit, das.

Bester Wodka?
Brrr!

Cocktailtime!
*sie zuckt schon wieder mit den Schultern*, vielleicht Caipirinha

Bestes Wässerchen?
Vittel oder Leitungswasser

Essen gehen?
Wasser, Alsterwasser, Hefeweizen, Bionade

McDonalds / Burger King?
Cola

Sterbebett?
isotone Kochsalzlösung (keine Ahnung, Mensch) 

Rot oder Weiß?
nur Weißwein

Und, was trinken Sie so den lieben langen Tag, Frau Klabauter, Frau Brüllen, Frau Pampersfront?

Auch wenn wir uns gerade am strahlenden Sonnenschein erfreuen, kommt hier mein Ergebnis von Frau Junes Regenwetteraufgabe:

Mitten in der gelben Wüste stand einmal ein bunter Würfelstall, in dem ein fliegendes Pferd wohnte. Eines Tages vergaß jemand, die Stalltür richtig zu verschließen und das Pferd konnte raus in den warmen, gelben Sand. Zufällig stand gleich nebenan eine Leiter und zum Glück war es keine gewöhnliche Leiter, sondern eine mit Pferdehufen. Wäre es eine normale Leiter gewesen, dann hätte das Pferd damit nichts anfangen können, aber, es war ja eine Pferdehufleiter. Das Pferd kletterte die Leiter hoch, breitete seine Flügel aus und flog davon. All’ dies beobachtete Frau Wasserglas und aus lauter Sorge entstand in ihr ein großer Sturm. Ihr Wasser stieg höher und höher, schwappte über, lief auf den Stall und tropfe in dicken Tropfen den Stall hinunter. Darüber freute sich die Blume, denn Wasser hatte sie schon lange nicht mehr getrunken und darum war sie auch noch sehr klein. So hat hatte es doch noch ein gutes Ende.

(Besonders stolz bin ich übrigens auf das kleine Pferd. Richtig niedlich, ne?)

Männer,
Boxershorts, hochgezogene graue Socken und schwarze Slipper geh’n ja sowas von gar nicht. Das Ganze wird auch nicht besser, wenn ihr euch in diesem Outfit aus einem silbernen Mercedes S-Klasse schält.

(kill that frog)

Auch ich bin nicht so ein Aufräumtyp, aber ich weiß das recht gut zu verbergen. Öffentliche Räume halte ich regelmäßig von Unrat, Kruschelkram, Gedöns, verstaubenden Schnickldi frei. Das geht jedoch nur auf Kosten der privaten Räume, denn irgendwo muss doch der ganze Unrat,  der Kruschelkram, das Gedöns und der Schnickledi einer fünfköpfigen Familie landen. Und landen tut das bei uns zum Beispiel in meinem Arbeitszimmer. 

Wenn jedoch die Berge auf und vor meinem Schreibtisch in besorgniserregende Höhen wachsen und man das unangenehme Gefühl hat, dass sich irgendwo in den Tiefen der Müllberge etwas Wichtiges, Unerledigtes oder Unbeantwortetes befindet, dann ist der Zeitpunkt erreicht, sich um die Aufgeräumtheit der Privaträume zu kümmern.

 Der Motivationspegel ist ähnlich niedrig wie der, mit dem Rauchen aufzuhören, aber was muss, das muss. Ach, Mensch.

Liebe Heutabendbesucher, ihr könnt euch schon mal auf eine leckere Zucchinicurrysuppe, die zumindest zur Hälfte aus Zucchinis aus dem eigenen Garten besteht und auf Vrenis Himbeertiramisu freuen. Wir freuen uns schon auf das Selbstgebraute. (Kann der Liebste eigentlich auch Mädchenbier?)

Kinder, denen langweilig ist, laufen hinter dir her und stehn dir im Weg. Ständig.

Wenn du weißt, dass dein Kind dich gleich auffordern wird, dir den kleinen Schneepflug oben aus dem Kinderzimmer zu holen und du während des Gesprächs insgeheim denkst, dass das Kind sich den Pflug doch bitte selber holen kann, wenn dein Kind dann aber sagt Jaaa, den sollst du mir gern bitte holen, dann kannst du nicht anders, als ihn gern bitte zu holen. 

In der Stadt, in der meine Schule ist, gibt es ein tolles Schwimmbad. Da geh’ ich schon mal gar nicht hin. Aus gutem Grund. Wenn man jedoch bewusst in einer anderen Stadt Planschen geht und da dann trotzdem permanenten Körper-, Sicht- und Hörkontakt mit dem gleichen Klientel an Kindern und Eltern wie an meiner Schule hat, dann will ich da nicht sein. Ich hab’ doch Ferien.

Wir müssen uns ein neues Schwimmbad für’s Familienschwimmen suchen.

Wenn du fragst wer will mit Papa und mir zum Einkaufen fahren? und alle drei Kinder daraufhin begeistert ich rufen, dann weißt du, dass es ein sehr, sehr kräftezehrender Einkauf werden wird.

Weil Anton nicht in den Einkaufswagen will, weil Koppi sauer ist, weil er im Auto gerade erfahren hat, dass er sich zwar eine PSP zu Weihnachten wünschen kann, aber sicherlich keine bekommen wird, weil Lottas Brille gestern auseinandergebrochen ist und sie ohne diese wie durch Nebel läuft, weil Anton jetzt sofort einen gelben Bagger (!) und ein Fahrrad haben möchte, weil Lotta Anton im Einkaufswagen immer im Kreis dreht, aber halt keine Brille auf hat, weil Anton meint, wir bräuchten eine Riesenflasche blauen Weichspüler, diese aus dem Regal zieht, fallen lässt und sich ein Weichspülersee im Waschmittelgang ausbreitet, weil Koppi an der Kasse die Waren nach einem eigenen System sortieren möchte und dadurch einen Warenstau erzeugt, weil Anton nicht in den Autositz, sondern auf meinen Schoß möchte, weil Koppi den Einkaufswagen wegbringen will und dabei mit einem ausgeklügelten Konzept versucht, den Chip aus dem Wagen zu bekommen ohne den Wagen einzuhaken. Darum.

Wenn die Alten vor den Jungen sterben, ist dies ein Zeichen, dass die Zeiten in Ordnung sind.

(Trotzdem werde ich traurig sein.)

Kennen Sie dieses unbeschreibliche Gefühl, wenn man eine unangenehme Sache, die man seit Monaten vor sich herschiebt, endlich erledigt hat?

Wir sagen dazu immer einen Frosch besiegen. Keine Ahnung warum, aber ich habe heute Vormittag einen Riesenfrosch besiegt und es geht mir einfach gut, jetzt.

(Blöd nur, dass ich noch ein paar mehr Frösche hier sitzen habe.)

Auf vier Mails will ich antworten und diese vier Mails sind alle auf unserem großen Computer. An unserem großen Computer sitzt jedoch db Eva und arbeitet und das kann noch dauern. Wenn Sie mir gestern oder heute eine Mail geschickt haben, dann wissen Sie jetzt, dass ich erst morgen antworten werde.

(Das brauchte ich jetzt für mich, damit ich das aus meinem Kopf rauskriege.)

Glücklich wieder vereint, startete Familie Antonmann in einen gemeinsamen Nachmittag. Nach einer kurzen Autofahrt ins Grüne ging es zunächst immer am Fluss entlang. Anton auf seinem Laufrad, Koppi mit einem Roller, der Rest der Familie zu Fuß. Nach ca. 50 m machte Koppi sich auf dem Schotterweg lang. Der wilde Kerl ist großartig in Kunststücken auf dem Roller, so mit Hochspringen und Schieflage. Verletzungen werden dann jedoch nicht mehr ganz so großartig hingenommen und beim Anblick von Blut verdoppeln sich Lautstärke und Tonhöhe des Wehgeschreis. Beim Weitergehen hatte db Eva dann ein Kind auf dem Rücken und ich einen Roller an der Hand. Kurz vor unserem Ziel ging es einen kleinen, klitzekleinen Abhang hinab. Leider fiel allen zu spät ein, dass wir ja Anton auf dem Laufrad dabei hatten und der, mit nur einer Woche Fahrpraxis, solchen Höhenunterschieden noch nicht gewachsen ist. Somit landete der Knabe kurzerhand im Seitengestrüpp und kam mit aufgeschrammten Knien und Brennnesselquaddeln an den Armen wieder herausgekrochen. Nun hatte Lotta Anton auf dem Arm und ich in der einen Hand einen Roller und in der anderen ein Laufrad. Ziel unseres Ausfluges war ein idyllisches Wiesenlokal und endlich dort angekommen hätten wir bei diesem Anblick eigentlich stutzig werden müssen.

Sind wir aber nicht. Erst als Lotta und ich, mit der Familiengetränkebestellung im Kopf, vor den verschlossenen Fensterläden des Hauptbewirtschaftungshauses standen, konnten wir einen Zusammenhang zwischen das ist aber schön leer hier heute  und Montags Ruhetag herstellen. Leicht gnatschig tobten sich die Kinder kurz auf einem Kindermultifunktionskletterdings aus und Lotta rutschte dabei so unglücklich mit ihrem Fuß ab, dass sie ganz fies auf die Balken fiel. Käseweiß lag sie im Gras und fremde Menschen sprachen uns an, ob wir Hilfe benötigen würden. Nach einer kurzen Besinnungspause konnten wir uns jedoch alle auf den Weg zurück zum Auto machen. Ein unrunder Nachmittag.

Mittlerweile sind alle Kinder wieder wohl auf bzw. schlafen längst. Familie Antonmann machte auf dem Heimweg noch bei einem lauschigen Biergarten Halt und bis auf eine schlechte Currywurst gibt es von dort kein nennenswertes Unglück mehr zu berichten.

Der wirklich große Vorteil des ständigen Wetterhinundhers ist, dass immer genug saubere wetterpassende Klamotten in den Schränken sind. Habe ich heute gerade die langen Hosen und langärmligen T-Shirts von der Leine genommen, die ich ab morgen wieder brauchen werde, kann ich dann, für das nächste Sonnenloch, die kurzen Hosen, Sonnentops und Röckelchen der letzten Tage ganz in Ruhe waschen. Ein wirklich nicht zu verachtender Vorteil für die gestresste Hausfrau und Mutter.

 

Liebe Larissa,

mit Entsetzen habe ich gestern gelesen, dass deine Kinder dich für eine gnadenlos lange Zeit keinen Kaffee haben kochen lassen. Damit dir heute nicht wieder so ein Unglück geschieht, habe ich extra für dich einen leckeren Kaffee mit einem Zentimeter Crema gekocht. Milch? Zucker? ‘nen Keks?

Lass ihn dir schmecken.

Herzliche Grüße,
Kerstin

Db Eva spielt Klavier. Mit Vorliebe laut und schön, extrem schön, mitten in der Nacht, wenn die Kinder außerhäusig sind. Alle Türen weit offen und wenn ich im Bett liege, kann ich ihn hören. Und mein Herz schlägt mindestens einen Schlag schneller.

Antonmanns lassen kochen. Und zwar vom besten Dönerkönig wo gibt.

 

(Dafür fährt Frau Antonmann auch einmal quer über’s Land. Aber immerhin, das Fleisch war noch warm, als ich wieder zu Hause war.)

Ein fröhliches Schalala, weil temporär kinderlos. Jetzt trinke ich meine erstes Schöfferhofer des Tages.

Frau June sucht Mittrinkerinnen.

Ob man wohl um 11.25 Uhr schon ein eisgekühltes Schöfferhofer Grapefruit trinken darf? Mir wär jetzt so danach.

(Was für ein schöner Tag. Antons kleiner Aussetzer heute Morgen hat sich schon wieder erledigt. Frühstück in der Sonne. Der Mähdrescher und die Trecker sind gekommen, um den Weizen auf “unserem” Feld zu ernten. Wie jedes Jahr ein großes Ereignis. Die Luft riecht toll nach frischem Stroh. Der Sommer ist mal wieder da. Jetzt wissen Sie, warum mir so nach einem Mädchenbier ist.)

Wenn sich das Kind morgens nach dem Aufsteh’n gleich wieder auf’s Sofa legt und zugedeckt werden möchte, dann braucht man das Fiebertermometer eigentlich gar nicht mehr zu holen.

Möchtest du heute Nacht ohne Schnuller schlafen? - (bitte mit entrüstetem Unterton lesen) Nooin, ich brauche einen Snulli, sonst kriege ich doch Fussel in dön Mund.

Der erste Kaffee ist schon getrunken, Herr Anton singt - und wahrscheinlich stinkt - schon in seinem Bett, die Sonne scheint und heute Nachmittag werden wir die übrig gebliebenen Kinder los. Tag, du kannst kommen.

zu einer Kindheitserinnerung

 
 
 

Frau Ami hat es uns ja bereits vorgemacht und heute Nacht war es bei mir soweit, mein erster Bloggertraum.

Ich träumte von Frau Minderjahr. Sie hatte ein Geschäft für Handarbeitssachen, aber nicht so ein 08/15 Laden, sondern schon so wie man sich halt einen Laden von Suse vorstellt. In diesem Laden saßen ganz viele Leute, die gerade an irgendwelchen Sachen arbeiteten und es stellte sich heraus, dass Frau Suse und ein Freund Handarbeitskurse gaben. Erschreckender Weise arbeiteten diese Menschen an Wollpompons und Topflappen und ich dachte, die arme Suse muss sich mit so einem Scheiß abgeben. Ich betrat den Laden und lächelte Suse an. Sie erkannte mich sofort, nahm mich in die Arme, strich mir ständig durch die Haare und tastete mein Gesicht ab. Schön, eine Bloggerin mal so wirklich anfassen zu können, sagte sie. Und aus.

Nach Feierabend sieht unser Gartennivellierungsprojekt so aus:

   

Nach Feierabend überprüft Anton gewissenhaft, ob die Bauarbeiter auch wirklich beide Bagger abgeschlossen haben.

 

(Sie haben. Leider.)

Also mal ehrlich, meine Damen, diese Werbung für den klarblauen Schwangerschaftstest, die mit die tollste Erfindung, auf die ein Pipistrahl treffen kann, die ist doch nur daneben, oder? Macht einen das wirklich SO an, dass man sich beim nächsten Mal unbedingt diesen Test kaufen muss? Na gut, teuer ist er, aber schwangerer wird man auch nicht davon. Außerdem gehören diese rosa oder blauen Streifchen doch dazu. Digitalanzeige ist einfach nur doof. Demnächst gibt es dann Schwangerschaftstests mit eingebautem Sprachcomputer. Bitte pinkeln Sie jetzt. Bitte warten, bitte warten (vielleicht dazu noch eine schöne Warteschleifenmusik), bitte warten, bitte warten, bitte warten. Sie sind …. Bei meiner letzten Schwangerschaft hatte ich diese BilligHCGteile aus dem Internet, gleich als Massenbestellung. Da kann man den Test dann auch mit gutem Gewissen stündlich machen, ohne gleich die erste Monatszahlung Kindergeld investiert zu haben.

 

Und da sich tatsächlich eine Leserin für die antonmannschen Bauarbeiten interessierte, gibt es jetzt für alle einen kurzen Bericht.
Es gibt in unserem Garten einen Bereich, der zu Bauzeiten bereits als zweite Terrasse geplant wurde. Seit der Planung sind einige Jahre vergangen und das sah man dem Bereich mittlerweile auch an.

 

An heißen Sommertagen verzog man sich dorthin, da der Platz schön schattig ist und mit Freunden konnte man tolle Lagerfeuer auf der Fläche machen. Mehr aber auch nicht. Nun meinten sehr liebe Leute, uns mit einem kleinen Geldbetrag eine Freude zu machen. Woraufhin wir meinten, uns mit der Fertigstellung der Terrasse eine Freude zu machen. Das ganze Projekt ist dann noch durch die Planung einer Trockenmauer und einer kleinen Stufenanlage erweitert worden und alles ist zur Zeit heftig im Werden. Wenn die Arbeiter nachher Feierabend machen, gibt’s ein Foto vom Stand der Dinge.

Fröhlich ging Familie Antonmann heute ins Kino und fröhlich kam Familie Antonmann wieder raus.

(Kennen Sie das, wenn man in einem lustigen Film war, dass hinterher im Auto von allen die besten Stellen noch einmal wiederholt werden müssen? Jedem fällt immer noch was ein. Die Kinder ereifern sich um die Wette, es herrscht ein munteres Durcheinander und es wird viel gelacht.)

ist halt nur ein Ersatzmann. Immerhin ist er weder klein noch dick, hat normalen Haarwuchs und gerade Zähne. Und sein Rücken hält bestimmt einiges aus. Jedenfalls hat er noch nicht gejammert.

(Eigentlich wollte ich euch ein Foto zeigen, aber jetzt bin ich das Weichei. Ich bring’s einfach nicht, jemanden Fremdes in mein Blog zu packen. Auch wenn ich das Ersatzmanngesicht abdecke… mir geht’s zu weit. Also, schließt die Augen und stellt euch ihn mit Dreitagebart vor, oder so.)

Machen Stöckchen auch mal Ferien? Dieses hier nicht. So sieht es zur Zeit auf meinem alten Laptop, der fast ausschließlich zum Bloggen benutzt wird, aus:

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Und, Frau Schäfer, Ihr Desktop?

Ich bin kein Stadtmensch.

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Ich mag den Eiersalat von Aldi.

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Ich find’s prima, dass Comedy Central alle Ally McBeal Folgen zeigt. 

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Chips mit 30% weniger Fett schmecken 50% schlechter als normale Chips.

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Ich mag kleine Babys, auch wenn sie mir auf meine frisch rasierten Beine bäuern.

Für alle, die sehnsüchtig auf ein Foto von ihm warten, gibt es leider schlechte Nachrichten. Er hat sich verhoben und fällt für die nächsten Tage aus. Was sich gestern schon andeutete wurde heute mit einem Anruf bestätigt. Die Arbeiten in unserem Garten ruhen und man hofft, dass es ab morgen mit einem anderen Facharbeiter weiter gehen kann.

Aus der Traum vom Gartenkino.

Mit Sicherheit ist der Ersatzmann ein kleiner dicker Kerl, mit schütterem Haar und krummen Zähnen. Immerhin steht der Bagger noch auf unserer Auffahrt und einer Mutter geht doch nichts über das Glück ihrer Kinder.

Mist, verdammter.