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Dank Lise wurden wir gerade leicht in den Wahnsinn getrieben und mussten feststellen, dass Anton sich für solche Aktionen nur bedingt kooperativ zeigt.
Und nun bin ich gespannt, wie Frau Veronesi es schafft, sich und ihre Kinder auf ein Gruppenfoto zu bannen.
(Etwas amateurhaft zusammengefrickelt - andere Menschen können das wesentlich besser - aber dafür mit einem stolzen Fußballgott neben sich sitzend.)
Wenn der kleine Fußballgott den ganzen Vormittag mit Deutschlandtrikot und Trainingshose durch die Gegend rennt, dann kann das nur bedeuten, dass das Päckchen von Frau Ami angekommen ist.
Wenn es sich bei der Zigarettenblättchenpackung des Mannes um ein Pin-up Spezial handelt und zwischen all den Papierchen plötzlich der gute Oliver mit Hundeknochen im Mund auftaucht, dann ist Frau doch höchst erfreut.
(Db Eva, der Ignorant, hatte Oliver schon in den Müll geschmissen und Frau Antonmann fand ihn zerknittert zwischen Kaffeepulver, Eierschalen und Kaugummiresten wieder.)
Da habe ich mir doch heute ein Röckelchen gekauft und ganz erstaunt festgestellt, dass mir Größe 40 zu weit ist. Ich gehe davon aus, dass bei Esprit an der Größentabelle manipuliert wurde, denn alles andere KANN GAR NICHT SEIN, wäre aber schön.
Schoko-Bananen-Nutella-Muffins (12 Stück)
250 gr Mehl,
2 Tl Backpulver und
50 g Schokostreusel
verrühren.
2 Bananen zerdrücken und mit
1 Ei,
120 g Zucker,
80 ml Pflanzenöl,
150 g Nutella und
100 ml Milch
schaumig schlagen.
Bananennutellamasse mit dem Mehlgemisch verrühren, in die Muffinförmchen füllen und bei 190 °C ca. 20 Minuten backen.
edit: Es gibt erste Nachbackerfolge zu verzeichnen.
edit: Und hier nun die personalisierte Variante.
edit: Dürfen es auch etwas mehr sein?
edit: Den Tag versüßt haben sie hier.
edit: Und hier machte ein Geburtstagskind eine ganze Kindergartengruppe glücklich.
edit: Über die hat sich auch der Gatte gefreut.
Der Herr Tannhäuser singt und schwitzt überlebensgroß in unserem Wohnzimmer und ich frage mich, ob Wagner schon immer so genial war oder ob sich meine Ohren geändert haben.
Ich werde Anton heute ein Laufrad kaufen. Und ich kenne gute Gründe dafür.
1. Anton hat bisher zu allen Feierlichkeiten konsequent keine neuen Geschenke bekommen. Wir haben das Haus voll mit Kinderspielzeug und Kinderfahrzeugen. Von Lotta und Koppi mit Hingabe bespielt und mittlerweile ausgemustert.
2. Es gab bisher Bobbycar, Dreirad, Duplosteine, Parkhaus, Autos, Puzzle, Murmelbahn und diverse andere Grundausstattungsspielsachen wohldosiert zu Geburtstagen und Weihnachten und weitere Geschenke warten noch auf dem Dachboden.
3. Die schenkwillige Verwandtschaft war dazu angehalten, Geld zu schenken. Das hat sie brav getan und ein kleines Geldhäuflein hat sich bereits angesammelt.
4. Das Geld, so haben wir immer gesagt, wollen wir für besondere Sachen für Anton verwenden. So gab es z. B. eine Beteiligung am Sandkastenbau und eine längerfristige Idee ist es noch, ein Gartentrampolin für Anton zu kaufen (das hat allerdings noch etwas Zeit.)
5. Seit Antons Geburt steht fest, dass er ein Laufrad bekommt. Nicht eins von seinen Geschwistern, denn so etwas gab es bei den Großen noch nicht, sondern ein neues, gekauft vom gesparten Geld.
6. Antons Geschwister besitzen große Fahrräder und Anton ist ganz scharf auf diese. Einmal hat er sich bereits unter einem begraben, bei dem Versuch, es zu besteigen.
7. Wir haben ein kleines Minifahrrad. Darauf will Anton immer geschoben werden, aber die Familie weigert sich, weil sie davon auf Dauer Rückenschmerzen bekommt.
8. Meine Mutter kommt heute zu Besuch und die nehme ich zum Laufradkaufen mit, dann wird es billiger für uns.
9. Ich habe total Lust, ein Laufrad zu kaufen.
Das ist beschlossene Sache.
Ich hasse dudelnde Hintergrundmusik. In Kaufhäusern, in Supermärkten, in öffentlichen Toiletten, in Saunabadelandumkleidekabinen und in Saunabadelandruheräumen. Gerne lullt man uns mit Pseudoklassik und Weichspülpopsongs ein. Heute hat man es im heimischen Supermarkt mit Time to say Goodbye versucht. Und ich mittendrin, in der elendig langen Kassenschlange. Andrea und Sarah kotzen sich gemeinsam die Seele aus dem Leib. Reicht doch eigentlich schon. Aber, wenn dann die rüstige Rentnerin hinter mir auch noch anfängt mitzusingen, dann ist das nur noch zum Heulen.
Anton ist ein Schwätzer und das ist kein Wunder. Schwätzen die beiden Großen ihm doch den lieben langen Tag was vor. Allerdings klingen manche Dinge aus dem Munde eines Zweijährigen halt einfach komisch.
Anton spielt Schule und schwätzt fachmännisch: Ich hol schon mal mein Mathebuch raus.
*
Anton hört Herbert Grönemeyer im Radio und schwätzt: Das ist aber schöne Volksmusik.
*
Anton fragt mich nach den Pflanzen auf dem Feld. Das ist Weizen. Und Anton schwätzt: Seeehr gut, Mama.
*
Anton ist mal mit dem Zug gefahren, da hat er geweint. Als er das nächste mal mit mir und Koppi Zug fährt, schwätzt er: Du musst nicht heulen, Koppi.
Wenn Sie glauben, Zähnekriegen sei der Horror, dann sei Ihnen gesagt, Zähnewiederloswerden ist noch viel schlimmer. Da rennt das Kind tagelang mit einem Taschentuch am Mund durch die Gegend, zerrt, zieht und jammert. Und versucht den Zahn, den Esistnureinephasezahn, den Nächtelanggeheulezahn, den Endlichisterdurchzahn wieder aus dem Mund zu zerren. Die ganze Familie leidet mit und Frau Antonmann läuft es eiskalt den Rücken runter, wenn der Sohnemann wieder mal vor ihr steht und verkündet ich zieh den jetzt raus, mit Ruck.
Liebe Frauen Ines und Ami, könnten wir noch einmal über Ihre Puschelfarbwahl sprechen? Frau Ines möchte gelb, Frau Ami möchte grün und ich habe den Verdacht, dass Sie beiden den selben Puschel meinen.
Und das, meine lieben Damen, ist sowieso das allergenialste. Haben wir da nicht alle schon ewig drauf gewartet?
Ganz pflichtbewusst bin ich heute den Empfehlungen meiner Leserinnen gefolgt. Ich war bei Ikea und kaufte neben den obligatorischen bilars auch Hand- und Fußcreme (Kadda), Polly (Ami) und Gelé Möss (workingmum). All’ diese Dinge werden jetzt in den Testdurchlauf bei Familie Antonmann gehen. Vielen Dank für eure Tipps.
Allen, denen mein Duschpuschel so ungemein zugesagt hat, sei mitgeteilt: es gibt ihn auch bei Ikea im Family Shop. Im praktischen Dreierpack, in drei trendigen Farben.
Und da ich diese Teile nur gekauft habe, um sie für euch zu fotografieren, habe ich nun drei Bommel übrig. Wer sich also nicht durch das furchtbare Design schrecken lässt, sondern von den unglaublichen Vorzügen des Bommels überzeugt ist, darf gerne hier, ich will einen haben schreiben. Noch besteht sogar freie Farbauswahl.
Herr Yulius hat sich ein Stöckchen gebastelt. Ein Stöckchen, das erst so tut, als sei es ganz leicht und sich dann bei näherer Betrachtung ganz schwer macht. Nun denn.
Drei Dinge, die mich leicht verwirren:
1.
Mich verwirrt regelmäßig das Verhalten meiner Schwiegerelten. Stellen Sie sich die folgende Situation vor: Sie sitzen gemütlich bei Schwiegermama und Schwiegerpapa zu Hause an der Kaffeetafel. Es gibt Kaffee und Kuchen. Der Kuchen steht auf dem Tisch. Die Kaffeekanne steht auf dem Tisch. Das Kaffeetrinken ist im vollen Gange, man plaudert, die Kinder stopfen sich mit Omazuckerkuchen voll und plötzlich kommt die Frage vom Schwiegerpapa, der die erste leichte Verwirrung bei mir auslöst: Ist denn wohl noch Kaffee für mich da? Darauf folgt dann das, was für eine noch etwas größere Verwirrung sorgt. Statt einer Antwort auf die Frage - halt entweder ja oder nein - nimmt die Schwiegermama wortlos die Kaffeekanne und gießt dem Schwiegerpapa frisch ein. Irgendein seltsamer Zauber hindert den Schwiegerpapa daran, selber die Kaffeekanne in die Hand zu nehmen. Ich bin verwirrt.
2.
Mich verwirrt, dass unsere Nachbarn Tag und Nacht ihre Rollläden unten haben. Warum haben sie Fenster in ihr Haus bauen lassen? Rein wärmetechnisch wäre es doch wesentlich günstiger gewesen, die Fenster gleich weg zu lassen. Nun, sage ich mir, eigentlich ist es dir ja egal, was die Nachbarn so machen, aber bei jedem vor die Türtreten sehe ich die vielen Rollläden unten und bin verwirrt.
3.
Wenn Herr Yulius verwirrt ist über die seltsamen Werbemethoden seines Metzgers, dann bin ich verwirrt über die meines Bäckers. Der wirbt zur Zeit damit, dass jeder, der in den Sommerferien mit Schlafanzug oder Morgenmantel in die Filiale kommt, fünf Brötchen umsonst bekommt. Glauben die wirklich, dass ich mich für fünf pappige Brötchen zum Affen mache? Sogar die Kinder weigern sich standhaft. Außerdem tragen db Eva und ich im Sommer weder Schlafanzug noch Morgenmantel. Was soll also dieser ganze Unsinn? Ich bin verwirrt.
Und nun, bitteschön, Verwirrungen von Frau Ami, Frau Sisou und Frau Anika.
Wenn du morgens um 10 nach 7 schon rote Knete in deinem Kaffee schwimmen hast, dann weißt du, dass du nicht allein bist auf dieser Welt.
Da steht er nun der gute Mann. Seit 8 Jahren schon. Festgeklebt mit einem Powerklebestreifen, oder so. Und freut und freut sich über seinen rosa Doughnut.
Von Frau Kathy ihrem Blog ein Stock.
Süßes oder Saures? - tendenziell eher Saures, es gibt allerdings auch Süßattacken.
Schokolade oder Gummibärchen? - das ist eindeutig: Gummibärchen
Chips oder Popcorn? - auch eindeutig: Chips
Eis am Stiel oder Waffeleis? - zur Zeit Perlie Pop, also am Stiel
Meine allerliebste Süßigkeit - ich bin hoffnungs jeglicher Art von Lakritz verfallen
Mein liebstes Dessert - ich komme eigentlich ganz gut ohne Dessert aus, Götterspeise mit dänischer Vanillesoße esse ich recht gerne (auch wenn ich die als Kind mal ganz verzweifelt entsorgen musste)
Wenn du jemandem eine Freude mit etwas zum Naschen machen willst, dann nimmst Du? - das ist doch nun sehr abhängig davon, wem ich eine Freude machen möchte, letzten Winter waren meine gebrannten Mandeln der Mitbringselhit
Ich erinnere mich noch als ich ein Kind war - meine Mutter arbeitete früher bei einem bekannten Keks- und Chipshersteller, wir waren immer bestens ausgestattet mit den köstlichsten Köstlichkeiten, einmal musste dieser Arbeitsgeber eine Chipssorte komplett aus dem Verkehr ziehen, da auf den Packungen eine Prozentangabe gedruckt war, die da so nicht stehen durfe, kistenweise wurden Chipskartons an die Mitarbeiter verschenkt und in unserem Keller stapelten sie hunderte von Chipstüten
Was am liebsten gar nicht erst erfunden worden wäre - Trauben-Nuss-Schokolade
Wie wäre für dich eine Welt ohne Naschwerk? - eine Kleidergröße kleiner
(Die Kinder sitzen allerdings schon in den Startlöchern und gleich werden die
7 Zwerge in unserem Wohnzimmer auflaufen.)
Es gibt Dinge, die sind so unglaublich hässlich, dass sie sicherlich niemals einen Designpreis mit einem roten Punkt gewinnen werden. Es gibt Dinge, die sind so unglaublich hässlich, dass man sich eigentlich allein schon aus diesem Grund weigern sollte, so ein Ding zu besitzen, geschweige denn zu benutzen. Wenn aber so ein hässliches Ding mit seiner einzigartigen Funktionalität überzeugt, dann sollte man eine Ausnahme machen und alle ästhetischen Grundüberzeugungen über Bord werfen.
In meiner Dusche hängt so ein Ding. Ein Duschsparschwammwasauchimmer.
Einmal allen Mut zusammen genommen und das Teil benutzt und hoffnungslos der unglaublichen Genialität dieses Plastikpuschels verfallen. Lassen Sie drei Mikrotropfen von Ihrem Lieblingsduschgel auf den Schwamm tropfen und beginnen Sie Ihren Körper damit einzureiben. Eine wahre Schaumexplosion mit sanftem Peelingeffekt. Und dabei so unglaublich sparsam im Verbrauch. Vor drei Monaten ein Duschgel geschenkt bekommen und seitdem fast täglich im Gebrauch.
Das ist doch der Hammer, oder?
Menschen, die in ihren alltäglichen Redefluss Floskeln wie na, Hut ab oder Holla, die Waldfee einbauen, sind mir auf Dauer suspekt.
Da schreibt mir ein sehr lieber Mensch eine kleine Nurmalsomail. Nett.
Aber, in dieser Mail steht ein Wort, über das ich seit gestern grüble: Vergenzsswurzelung. Was will mir der liebe Mensch damit sagen? Ich habe ja schon Schwierigkeiten, das Wort einigermaßen vernünftig auszusprechen. Heute nun habe ich ein wenig mit dem Wort gespielt und auf einmal gab mir der Herr Suchmaschine einen Tipp.
Aha, nun macht auch der Satz “… zur Vergenzsswurzelung ihrer Ferien” einen Sinn für mich. Danke, danke, lieber Mensch.
(U und Z liegen aber auch verdammt nah beieinander.)
So gehört sich ein ordentliches School’s Out. Lagerfeuer im antonmannschen Garten mit Freunden, Freundekindern, Tochterfreundin und Nachbarn.
Mit Weidenstöckerschnitzen, Stockbrot (herzhaft und süß), Bratwürstchen, viel kühlem Mädchenbier in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen, Rauchwerk (dank Ferien-Starter-Kit bestens ausgestattet), fußballspielenden Jungs, harrypotterspielenden Mädchen, Kokeln bis in die Nacht, beim Feuer auf der Bank einschlafendem Kind.
Und, mit am nächsten Morgen total verqualmten Klamotten und Haaren. So gehört sich das.
Ich finde es bemerkenswert, wenn der dicke Junge vor mir an der Supermarktkasse zu seiner Mutter sagt puh, das ist aber schwer und dabei vier Fertiggerichte, ein Schokoei und fünf Eis in den Händen hält.
:-)
Liebe Freunde der Engelbleibenkunst,
ich freue mich, Ihnen die folgende Ausstellung mit dem Titel Engel bleiben auch hier vorstellen zu dürfen. Die mit Sicherheit schon etwas älteren Künstler haben die Form der Freiluftpräsentation gewählt. Scheinbar schwebend fügen sich die kleinen Engel in ihre Koniferenumgebung ein. Und gerade diese Pflanzenwahl ist es, die die Spannungsgeladenheit des Objektes markiert: Engel in Thuja, Lebensbaum. Engel als Sinnbild des Unvergänglichen, des Göttlichen und des Himmlischen in einer Einheit mit dem Leben. Ein grandioses Werk. Schauen Sie im Garten des Künstlerpaares vorbei und urteilen Sie selbst.
Mit den wärmsten Empfehlungen
der Kuratoriumsvorstand der Reihe Engel bleiben
Die Post war wieder da.
In einer diebstahlsicher verklebten Verpackung (ich glaube Frau Suse benutzt das gleiche Klebeband wie Frau Ami) kam heute ein Päckchen aus Berlin. Mit einem Ladu für die Babynichte, einem dazugemogelten Monster (Koppi hat ihn gleich in seinen Besitz genommen, der ist bei uns der größte Kuscheltierliebhaber), einem Zahlenbuch für den Herrn Anton und die Frau Lehrerin und einer Karte. Alles zusammen in einer schönen blauen Kiste. Danke, danke. (So kann das hier jetzt gerne weitergehen.)
Die Post war da.
Auf besonderen Wunsch von Frau DüneSieben wird das Paketgeheimnis gelüfet. In einer tragetaschenähnlichen Verpackung (dekorativ zugeklebt) gab es
- etwas zum Lesen
- etwas Süßes (fast geschmolzen, liegt bereits im Kühlschrank)
- etwas zum Einatmen
- eine wunderschöne Karte
- ein Stück vom echten Herrn Tannenbaum
(Ich freu’ mich ja sowas von sehr.)
Wenn Sie kein Vanilleeis und keinen Orangensaft da haben, dann tun Sie sich einen Gefallen und trinken ein eiskaltes alkoholfreies Hefeweizen mit dem Saft einer halben ausgepressten Zitrone.
Mir läuft der Schweiß die Kimme runter.
Gibt es eigentlich irgendwo irgendwelche Empfehlungen, wie viel Kakaopulver ein achtjähriger Junge in seine morgendliche Milch schaufeln darf? Mir schwebt da so etwas in der Art einer Taschengeldtabelle oder der Düsseldorfer Tabelle für scheidungswillige Paare vor. Das würde mir unendlich viel Diskussion und Feilscherei ersparen. (Die Angaben auf den Kakaopackungen als Richtwert können Sie übrigens vergessen. Über diese Mengenangabe sich wir längst drüber weg.)
Wenn Sie Vanilleeis und Orangensaft im Haus haben, dann tun Sie sich den Gefallen und füllen beides in ein großes Glas. Und genießen es durch einen Strohhalm.
Wen interessiert das schon, dass ich mir heute meine Fußnägel lackiert und die Beine rasiert habe, dass es Einzelkinder gibt, die ich dezent bis extrem nervig finde (ich darf das finden, ich bin selbst ein Einzelkind), dass unser Rasen, seitdem ich ihn gedüngt habe, jeden vierten Tag gemäht werden muss, dass der Postbote heut einen Brief für db Eva, einen Bognerkatalog (warum auch immer) und eine Ikeageburtstagskarte für Lotta gebracht hat, dass ich für die nächsten 48 Stunden das Wort Grillfleisch nicht mehr hören möchte, dass ich heute Freunde zum Schools out mit Lagerfeuer, Stockbrot und Würstchen am Spieß eingeladen habe, dass ich es bei manchen Veranstaltungen äußerst praktisch finde, dass ich Anton dabei habe und sagen kann, ich muss jetzt nach Hause, Anton muss ins Bett, dass auch ich Mädchenbier und ein Zigarettchen am Abend erquickend und labend finde, dass mir das Wetter viel zu heiß ist, ich das aber nicht sagen mag, da mir der Regen viel zu nass war, dass Wäsche, wenn sie zu lange gewaschen in der Maschine liegt, anfängt muffig zu riechen? Ja, wen? Leider sind das die Dinge, die mir gerade durch den Kopf schwirren, zu mehr reicht es heut’ nicht mehr.
Ich ahne, dass bald die Zeiten kommen, in denen ICH meinem Kind sage Gute Nacht, ich gehe jetzt ins Bett.
Es gibt wieder Perlie Pop.
Einen BMW-Fahrer, der seine Kofferraumablage und das Heckfenster mit Plüsch- und Kuscheltieren vollgestopft hat, kann man doch auch nicht wirklich ernst nehmen.
So etwas gibt es. Für manche Menschen ist es der Hot Dog nach dem Bezahlen, oder die Hackfleischbällchen im Restaurant, oder der Zwang, nicht ohne eine Rolle Geschenkpapier aus dem Laden zu gehen, oder die Kinder im Kinderbällchenbadtobeland abzugeben, oder jeden Samstag an einem Frühstückstreffen teilzuhaben. All diesen Dingen bin ich nicht abgeneigt, aber mein eigentliches Ikeapflichtprogramm heißt Ahlgrens bilar - Sveriges mest köpta bil und die gibt’s im Schwedenshop. Tütenweise.
Es gibt Sachen, die nerven mich so sehr, dass ich einen Übelknubbelknoten im Bauch bekomme.
So am Ende eines Schuljahres blickt man zurück und fragt sich was habe ich eigentlich erreicht bei meinen Schülern, was konnte ich bewegen? Ich weiß, dass ich kleinschrittig denken muss und, dass man schon genau hinsehen muss, wenn man Veränderungen sehen will.
Da ist z. B. T., der weint nicht mehr nach seiner Mutter. Schon ‘ne ganz Weile nicht mehr. Oder B., der zwar noch meilenweit entfernt von einer angemessenen Arbeitshaltung ist, mich aber wenigstens nicht mehr wuschig macht. Oder auch dieser Junge, bei dem einiges in Bewegung zu kommen scheint, so an strukturbildenden Maßnahmen.
Aber ich sage Ihnen, dass es ein hartes Geschäft ist, Kindern, bei denen es mit dem Lernen nicht so flutscht, Lesen, Schreiben, Rechnen und all’ das andere, was so zum Leben und Miteinander gehört, beizubringen. Und es ist schwer, trotz des gefühlten Stillstandes immer wieder weiter zu machen.
(Hach, mir ist so irgendwie heut.)
Kennen Sie Buchenhecken? Eigentlich das Banalste, was man so an Hecke haben kann.
Wenn man gefragt wird, ob es sich bei unserer Buchenhecke um Wilden Wein handelt, dann ist das doch dumm, oder?
(Oder bin ich zu anspruchsvoll mit meinen Mitmenschen?)
Früher waren ein Mann und eine Frau mal Studenten. Sie wohnten in einer kleinen Dreizimmerwohnung und wollten einen neuen Esstisch haben. Einen, den man größer machen kann.
In einem Möbelgeschäft kamen für sie zwei Tische in Frage. 1. Iggesund, Kiefer, billig. 2. Pelto, Birke, teurer. Ihr Herzenstisch war Pelto, ihr Vernunftstisch war Iggesund. Nach langem Ringen, die Entscheidung für Iggesund. Zufrieden mit der Vernunftstischentscheidung an den Verkaufstresen, wir möchten gerne Iggesund kaufen, Schein für Iggesund bekommen, an der Kasse Iggesund bezahlt, bei der Warenausgabe Iggesund bekommen, mit Iggesund nach Hause gefahren, zu Hause Iggesund ausgepackt und festgestellt, dass nicht Iggesund in dem Paket ist, sondern Pelto.
Da stehen der Mann und die Frau nun und wissen nicht, was sie tun sollen. Sie denken tatsächlich noch darüber nach, ob sie den Tisch zurückbringen sollen. So blöd. Tun sie dann aber auch nicht, sondern freuen sich, dass sie seitdem an Pelto essen können. Und glauben ganz fest daran, dass irgendjemand das so wollte.
Viele Jahre sind seitdem vergangen und der Mann und die Frau denken über einen neuen Esstisch nach. Und stellen fest, dass sie sich von ihrem Pelto und von seiner Geschichte dann doch noch nicht trennen können.
Wäre ich ein Junge geworden, würde ich Knut heißen.
Fällt mir nur gerade so ein.
Das liebste Lottakind hat nächste Woche Geburtstag und ich habe das Gefühl, dass die Zeiten, in denen man für die Planung eines solchen Tages die alleinige Verantwortung hatte, so langsam zu Ende gehen. Das Lottakind ist auf jeden Fall bereits verplant, so bis abends 6 halb 7 sagt sie. Bis dahin könne ich ruhig meinen eigenen Interessen nachgehen. Sagt sie.
Lange, lange Zeit nimmt man sein Elternhaus so wie es ist. Als Elternhaus, als Zuhause, als trautes Heim. Irgendwann jedoch fängt man an, die ganze Sache mit etwas Abstand zu betrachten und die ein oder andere Absonderlichkeit schleicht sich ins Blickfeld.
Meine Mutter hat so Kuschelbezüge auf ihren Toilettendeckeln. Farblich abgestimmt auf den Toilettenvorleger. Farblich abgestimmt auf die Toilettenfliesen. Farblich abgestimmt auf die Gästehandtücher.
Als Kind musste ich immer, wenn der Kuschelbezug nach dem Waschen wieder auf dem Toilettendeckel festgebunden werden sollte, meinen Finger auf den Knoten legen, damit meine Mutter die Schleife schön fest binden konnte. Dafür wurde ich sogar extra gerufen. Ich spüre noch heute, wie sich das Band um meinen Finger festzieht, kurz bevor ich ihn zum letzten Festzurren rausziehen darf.
Das kann doch nicht wahr sein, meine lieben Lieblingsblogschreiber. Sie wissen doch, dass Frau Antonmann gerade Zeugnisse schreibt und das geht so: Um sich zu motivieren sagt sie sich, ich schreibe jetzt ein Zeugnis, dann schaue ich nach neuen Blogeinträgen bei meinen Liebsten, dann schreibe ich wieder ein Zeugnis und dann wieder nach Blogeinträgen schauen. So ist die ganze Sache aushaltbar. Aber, wenn Sie in der Zeit, in der ich ein Zeugnis schreibe, keine neuen Beiträge verfassen, dann funktioniert das Ganze nicht so recht und ich muss gleich schon das nächste Zeugnis schreiben, obwohl ich noch nicht wieder motiviert bin. Also, ich bitte Sie, schreiben Sie was, irgendwas.
Nachtrag:
Vielen Dank euch lieben Animateuren. Nun dürft ihr gerne noch weiter so fleißig bloggen, ich allerdings gehe jetzt ins Bett und schaue mir Drawn Together an.
Zu allem Übel (krankes Kind, Zeugnisse schreiben, Regenwetter) habe ich mir auch noch den großen Zeh gestoßen. Ich kann mich noch nicht mal erinnern wodran. Plötzlich tat es weh. Eigentlich auch nicht besonders erwähnenswert, passiert mir sowieso ständig. Nur, als ich eben vom Schreibtisch aufstand, um mir die vom Mittagessen übrig gebliebenen kalten Kartoffelpuffer aus der Küche zu holen, merkte ich doch ein ziemliches Autsch.
Es gibt Dinge, die kann ich tun, obwohl ich nicht verstehe, warum sie funktionieren.
Wenn ich am Wochenende an meinem Schreibtisch sitze und etwas für die Schule arbeiten muss und dabei feststelle, dass mir wichtige Dokumente fehlen, die auf dem Schulcomputer sind, dann kann ich durch ein virtuelles privates Netzwerk eine Verbindung zu unserem Schulcomputer herstellen und mich mit der Remotedesktopverbindung auf unserem Schulserver einloggen. Dann kann ich dort über den Browser mein Mailaccount aufrufen, eine Mail schreiben, an die ich die fehlenden Dokumente anhänge, und mir diese Mail selber zuschicken. Keine Minute später sind die Dokumente bei mir zu Hause gespeichert und ich kann fröhlich weiterarbeiten.
Wie gesagt, ich verstehe das nicht, ich weiß noch nicht mal, ob ich es richtig beschrieben habe, aber es funktioniert. Und ich singe ein Loblied auf die beste Administratorin der Welt.
Du brauchst keinen Kopf sagt Anton, nachdem er mir das Zopfgummi aus den Haaren gezogen hat.
Seien Sie doch alle so freundlich und schicken bitte Genesungswünsche hierher, denn nun liegt das Fräulein Antonmann mit Fieber und Halsweh im Bett und ist unglücklich. Und ist unglücklich. Und will doch morgen zum Kinderkonzert ins Opernhaus.
Nachtrag:
Tochterkind blieb im Bett. Sohnkind und Großmutter machten sich alleine auf den Weg. Konzert war toll. Tochterkind weiterhin Fieber. Dazu fiese Kopfschmerzen. Toast mit frischem Johannisbeergelee zaubert ein kleines Lächeln auf Tochterkinds Gesicht.
Es ist doch wirklich nicht schön, wenn man, nach einem Blick in den Garten, beschließt, dass man jetzt endlich die Johannisbeeren für’s Gelee pflücken könne, man daraufhin dem Kind Schuhe und Jacke anzieht und beim Vordietürgeh’n feststellt, dass es mittlerweile schüttet.
(Dem Kind Schuhe und Jacke anzuziehen dauert nicht lange.)
Ich liebe diese Stelle, wenn Ally McBeal mit dem Baby tanzt.
Ein Stöckchen vom Giftzwerg mit der Bitte um 8 Wahrheiten über Frau Antonmann:
1. Mein Vater starb, als ich 5 Jahre alt war. Ich habe nicht viele Erinnerungen an ihn, vieles weiß ich nur aus Erzählungen. Aber ich sehe mich ganz deutlich, wie ich an dem Tag, an dem er starb, bei ihm im Krankenhaus neben seinem Bett stehe und ihm fünf Küsse auf seinen rechten Arm gebe.
2. Als Schülerin habe ich mehrere Male in den Sommerferien bei einer bekannten Keksfirma am Fließband gearbeitet. Waffelröllchen mit Schokolade einpacken. Die Handbewegung kann ich noch immer
3. Ich gehe nicht gerne auf Spielplätze.
4. Mein erstes Auto war ein brauner Opel Kadett. Kackbraun. Mein Gott, was hab’ ich mich für die Farbe geschämt. Aber hey, es war mein erstes Auto.
5. Ich habe mal das Tagebuch einer anderen Person gelesen und wäre dabei fast erwischt worden.
6. In der 7. Klasse habe ich in einer Erdkundearbeit eine 6 bekommen. Ich habe so lange mit meinem Lehrer verhandelt, bis er mich endlich auf eine 5 hochgesetzt hat. Da fühlte ich mich gleich viel besser.
7. Ich habe noch alle meine Weisheitszähne. Darum ist es sehr eng in meinem Mund und die Zähne stehen dicht gedrängt. Regelmäßige Pflege mit Zahnseide ist unumgänglich, aber lästig.
8. Ich gehe nicht gerne ans Telefon. Wenn es klingelt, lasse ich möglichst andere rangehen. Dieses nicht wissen, was kommt macht mir Angst. Nummernanzeige ist ein Segen für mich, hilft aber auch nicht immer.
Und nun freuen sich bitte
Jette, Kathy, Lise, Fallensteller, Workingmum, Moritz Papa, Journaliya und Birte
über dieses Stöckchen.
Ich bin so ein Jammerlappen. Ich habe Schnupfen.
Nach Es tropft ununterbrochen aus der Nase, also ich stecke mir ein Taschentuch in jedes Nasenloch kommt immer das Die Nase ist so dick verrotzt, dass kein Lüftlein mehr durchgeht.
Ich leide. Und meine Familie bitteschön mit mir mit.
:)
Tränen gelacht habe ich, darüber.
(Ich weiß, es ist nicht unbedingt ein Fastfoodbeitrag, aber es lohnt sich bis zum Schluss.)
Stell dir vor es ist Dienstagabend und niemand freut sich drauf.
In einen Bus zu steigen, in dem gerade eine Stinkbombe geplatzt war, ist bäh.
Ich habe Schnupfen, aber meine Schüler waren die ganze Busfahrt bestürzt, extremst bestürzt.
Zum Glück platzte die Bombe, bevor wir in den Bus gestiegen sind. Die gesamte Beige Army hätte sonst bestimmt uns verdächtigt.
Sollten Sie irgendwann mal Kinder in der Schule haben, dann stellen Sie bitte, bitte dem Lehrer ihres Kindes nie die Frage Und, wie macht er/ sie sich denn so?
Wenn Sie gerne wissen möchten, wie sich Ihr kleiner Schatz denn so macht, dann fragen Sie irgendwie anders, aber nicht so. Und wenn es denn nur so geht, dann fragen Sie bitte nicht jede Woche, so.
Gut, dann mache ich mich mal daran, das Bild der neurotischen Frau Antonmann zu festigen.
Es ist der Schiefesbildklassiker. Dinge müssen eine Ordnung haben, eine äußere Symmetrie, harmonische Konformität.
Im Lehrerzimmer haben wir so einen Lamellenvorhang. Durch auf und zu, hin und her verdrehen sich schon mal die Lamellen. Ist nicht weiter schlimm. Steht Frau Antonmann halt auf und bringt Ordnung ins Chaos.
Fast schmerzhaft unerträglich ist es jedoch, wenn ich die Dinge nicht ändern kann. Im März waren die Baumbeschneider da und haben die Pappeln rund um den Sportplatz beschnitten. Die Männer haben gut und sauber gearbeitet, Anton hat drei Tage nur von Kränen und Motorsägen geredet.
Aber, bei einer Pappel, haben sie doch tatsächlich EINEN Ast vergessen. Der steht nun wie ein Fähnchen auf der Pappel und macht Frau Antonmann schwer zu schaffen. Niemand wird kommen und die Unordnung beseitigen. Und, wenn es mich noch so sehr in den Fingern juckt, ich werde die äußere Symmetrie der Pappel nicht zurechtschnippeln können.
So bleibt der Ast als eine Art Mahnmal stehen. Ein Mahnmal gegen Ordnung, Symmetrie und Konformität.
Merke: Die Reifungsdauer von Tomaten und die Geduld von Zweijährigen passen nicht zusammen.
(Mir nützt diese Erkenntnis nun nichts mehr, aber vielleicht kann sie Ihnen irgendwann mal hilfreich sein.)
Heb’ du mir das auf, Mama. Mein Knie tut mir so weh.





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