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Süßigkeiten isst man nicht irgendwie. Es gibt bestimmte Regeln und die gehören eingehalten.
Meine aktuelle Süßigkeit darf nur in dieser einen bestimmten Reihenfolge gegessen werden (von nicht so gerne bis leckerlecker):
Was Reihenfolgen betrifft habe ich sowieso eine eindeutige Farbfavorisierung. Egal ob Gummibärchen, Campinos, Kaubonbons o. ä., gelb steht immer ganz unten und rot ganz oben auf meiner Beliebtheitsskala. (Schön für mich, auf jemanden zu treffen, der gelb gerne mag.)
Meinen Beobachtungen nach, essen so Reihenfolgenesser wie ich, immer zuerst die Sachen, die sie nicht so gerne mögen, um sich bis zum Schluss die Sache aufzuheben, die sie am liebsten essen.
Ein Freund erklärte mir mal, dass das 1. total unsinnig ist, dass er es 2. genau anders herum macht und dass das 3. für meine Weingummis folgendes bedeutet:
Er sagte, du machst es so:
Du hast fünf Weingummis, du suchst dir die Sorte aus, die du am wenigsten magst und isst sie auf, vier Weingummis sind noch da, von denen suchst du dir wieder die Sorte aus, die du am wenigsten magst und isst sie auf, drei Weingummis sind noch da usw. Ganz zum Schluss, wenn nur noch eine Sorte da ist, dann freust du dich, denn endlich kannst du das essen, was du am liebsten magst. Also unterm Strich viermal blöd und einmal toll.
Er sagte, ich mache es so:
Ich habe fünf Weingummis, ich suche mir die Sorte aus, die ich am meisten mag und esse sie auf, vier Weingummis sind noch da, von denen suche ich mir wieder die Sorte aus, die ich am meisten mag und esse sie auf, drei Weingummis sind noch da usw. Ganz zum Schluss, wenn nur noch eine Sorte da ist, dann ist es dumm, denn dann ist nur noch die Sorte da, die ich am wenigsten mag, aber die kann ich ja auch weglassen. Also unterm Strich viermal toll und einmal blöd.
Mir leuchtet das ein, es ist fast eine Lebensphilosophie, aber ich kann doch nun wirklich nicht mit lila anfangen, denn dann ist das, was ich am liebsten essen ja am schnellsten weg.
Für mich, als Ohnegehtgarnichtkaffeetrinkerin, ist dieses Stöckchen von vreni so ganz nach meinem Geschmack.
1.) Deine erste Tasse Kaffee, wann trinkst du sie?
sobald ich am Morgen die Küche betrete
2.) Wie viele Tassen trinkst du täglich?
bestimmt fünf
3.) Koffeinfrei oder Bohnenkaffee?
Bohnen
4.) Zucker, Milch oder Sahne?
Milch, ganz viel
5.) Deine bevorzugte Zubereitungsart?
dieser wunderbare Automat bereitet mir jeden Tag den tollsten Kaffee Crema
6.) Mit wem genießt du deinen Kaffee am liebsten?
mit mir oder, jetzt extra für janin, dem besten Ehemann von allen
7.) Deine Lieblingsmarke?
ich teste noch, zu Zeit trinke ich Dallmayr Crema d’Oro
8.) Wo trinkst du deinen Kaffee vorzugsweise?
auf der Gartenbank
9.) Wie sieht deine Lieblingstasse aus?
so ‘ne ganz normale Ikeatasse, in der Schule gibt es ein langes Brett mit einem Tassensammelsurium, da nehme ich gerne die mit dem Oster- oder Weihnachtsbild drauf
10.) Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato?
Cappuccino oder Latte Macciato, wegen nur mit Milch
11.) Bevorzugte Tätigkeit beim Kaffee trinken?
Kaffee trinken
Und das Stöckchen geht an: frau ami, frau sturm und frau zwilobit
Eben ein Déjà-vu gehabt, als db Eva ins Wohnzimmer kam.
(Tut mir leid, Ami.)
Mausetot sagte db Eva, als er eben ins Wohnzimmer kam. brrr.
(und ich hätte so gerne eine guck mal die süße Maus Maus gezeigt)
Reusenfalle mit Kaninchenfutter - nüscht
Reusenfalle mit Schokolade - nüscht
Schnappfalle mit Fertigköder - nüscht
dafür jeden Morgen Mäuseküttel und Dämmstofffetzen aus unserer Wand
Heute Nacht gibt’s Nutella.
Seit 15 Minuten spielt Anton mit meinem alten Plappertelefon. (Entweder er wird krank oder erwachsen.)
Ich wage mich nicht zu bewegen und bin mucksmäuschenstill. Nur ein kleines Foto um die Ecke ist erlaubt.
Irgendwie komisch, dass ich, während db Eva auf DSF den Spielbericht von K’lautern gegen Unterhaching guckt, sage, ah, bei dem Spiel war Larissa heute und das, obwohl ich Larissa eigentlich gar nicht wirklich kenne.
Es ist der dritte Sonntag in Folge, an dem die Großen sich nach dem Aufstehen Anton schnappen und gemeinsam mit ihm in einem der Kinderzimmer spielen.
Ich bin geneigt, den Kinder zu erklären, wie wichtig Rituale für die innere Stabilität von Eltern sind, und dass das kleinste Abweichen von eingeführten Ritualen genau diese Stabilität nachhaltig schädigen kann.
ich habe
* eine Kette aus Strohhalmen gebastelt
* ein Duplohaus gebaut
* vorgelesen
* im Garten Fußball gespielt
* Essen gekocht
* Lotta aus der großen Stadt abgeholt
* getankt
* Anton, Lotta und mir ein Eis spendiert
* gepuzzelt
* auf die Maus gewartet
* Blumenbeete vom Laub befreit
* mit einer Freundinmama gequatscht
* Kaffee in der Sonne getrunken
* die Treppe und den Flur gesaugt
* den Samstag überstanden
* Feierabend
Neue Mäuseküttel hinter der Waschmaschine, keine Maus in der Falle.
Gestern hatten wir Kaninchenfutter in die Falle gelegt, da die Packungen in den letzten Tagen immer angeknabbert waren. Nach den guten Ratschlägen von gestern, versuchen wir es nun mit Schokolade. Ritter Sport Schokowürfel, die Sorten, die bei den Kindern übrig gelieben sind: Creme Coco, Tiramisu, Cappuccino & Amarettini.
Warten wir gespannt…
Es ergab sich die dringende Notwendigkeit, Mausefallen zu besitzen. (Die Schweinerei hinter unserer Waschmaschine im Anbau ist riesengroß.)
Also zog ich mit Töchterlein los, um welche zu erwerben. Wir Frauen favorisierten eindeutig die guck doch mal die süße Maus in der Falle Falle, nahmen jedoch für den Notfall die klassische Variante auch noch mit (die Schweinerei ist zu groß für wahre Tierliebe).
Nun steht eine kleine Reusenfalle in unserem Anbau und wartet auf die süße Maus, die wir uns angucken wollen.
Wir wünschen uns einen Krippenplatz für Anton, damit db Eva wieder mehr Zeit für seine Arbeit hat. Degradieren wir ihn damit zu einer Gebärmaschine, was meinen Sie?
An dieser Süßigkeitenkiste komme ich heute kaum vorbei.
(Bei Anton löste sie ein kleines Süßigkeitentrauma aus. Wir versuchen, bei ihm den Verzehr solcher Köstlichkeiten noch weitesgehend einzuschränken. Mit zwei größeren Geschwistern, bei denen der Rationalisierungsrahmen wesentlich großzügiger gefasst ist, ein teilweise sehr schwieriges Unterfangen. Der heutige Blick in meinen Einkaufskorb hat ihn so fertig gemacht, dass er sogar beim Einschlafen noch einmal den Naschmassen nachweinen musste.)
Db Eva hat heute während seiner Zweistundenzahnarztsitzung das ganze Requiem gehört, im Kopf. Und dabei die Noten verfolgt, im Kopf.
Sachen kann der.
Mit dem tollen Äpfelachteldings mal eben den Daumen halbiert.
Manchmal muss ich beim Mittagessen von der Schule erzählen. Heute, von T. (der mit der netten Mutter)
T. weint noch immer mehrmals täglich im Laufe des Schulvormittags. Er wartet ab 8 Uhr 15 auf seine Mama, fragt nach ihr, will wissen, wann er aus hat, vermisst seine Mama. Dicke Tränen kullern und das ist traurig. Seit gestern bekommt er kleine Bildkarten von mir auf seinen Tisch geklebt, die ihm den Tagesablauf bis zum Nachhausegehen verdeutlichen. Er weint und fragt deshalb nicht weniger, aber man kann ihm so wenigstens zeigen, was noch alles gemacht wird, bis die Schule für ihn aus ist. So Lehrermethodenkram halt.
Davon berichte ich der Familie, sie bedauert mich etwas und versichert mir, dass ich es echt schwer habe.
Und Koppi hat eine tolle Idee: Wenn T. nicht kapiert, wann seine Mama kommt, dann sagst du einfach noch 12 mal weinen, dann kommt deine Mama. So einfach ist das.
Meine Haare sind ein wenig so wie die von Meredith. Finde ich.
(Ich freu’ mich so.)
Mein Ritual, wenn ich Anton zu Bett bringe, ich singe Hoch strahlt am Himmel.
Antons Ritual, wenn ich bei Hoch strahlt am Himmel an der Stelle angelangt bin, an der alle Familienmitglieder genannt werden, er fragt Lotta is? Lotta ist im Wohnzimmer. Koppi is? Koppi ist im Badezimmer. Papa is? Papa ist im Arbeitszimmer. Mama is? Mama bringt Anton ins Bett.
Die Antworten wechseln, die Fragen sind immer gleich. Bevor er ins Bett geht, scheint er seine Welt noch einmal ordnen zu müssen. Jeden Abend.
(Außer, wenn db Eva ihn ins Bett bringt, der singt andere Lieder.)
Das Wetter ist für die Mutter von Frau Antonmann ein wichtiges Thema. Da wird viel drüber gesprochen. Meist ist das Wetter allerdings nicht nach ihrem Geschmack. Es ist verrücktes Wetter.
Aber was jetzt auf uns zu kommt ist der Wahnsinn. Nachdem es die nächsten Tage noch so mild bleiben soll, kommt anschließend die Kälte aus Russland. Wurde Frau Antonmann gestern berichtet.
Frau Antonmanns Mutter sagt das mit so einer Stimme, dass man richtig Angst bekommt. Die Kälte aus Russland ist auch eine ganz fiese und meint es bestimmt nicht gut mit uns. Ja, wäre es eine Kälte aus Skandinavien oder Alaska oder Grönland, dann wäre es eine gute Kälte. So mit Glöckchengeläut und Glitzerschneegeklirre. Aber die aus Russland, die ist einfach nur bitter und eisig und kalt. Kalterkriegkälte.
Zieht euch warm an.

Das versteh’ ich nicht, warum die Knete des beliebten Kaffeerösters so verführerisch nach Marzipan riechen muss, dass man am liebsten reinbeißen möchte.
Lotta: Soll ich dir mal einen Tipp geben Mama?
Anton: Ich auch Tipp haben.
Koppi: Heute essen wir ja nur zu dritt.
Anton: Ich auch dritt essen.
Frau Antonmann: Ich habe solche Kopfschmerzen.
Anton: Ich auch Bauchschmerzen.
Koppi: Ich habe Hunger.
Anton : Ich auch Hunger.
Koppi: Ich möchte kneten.
Anton: Ich auch kneten.
db Eva: Jetzt brauch’ ich einen Kaffee.
Anton: Ich auch Kaffee.
Nicht nur sie kleidet sich zur Faschingszeit gemäß ihrer eigentlichen Berufung. Auch mir wurde heute ein Nonnenkostüm angeboten, so dass mein Verkleidungsnotstand für Montag behoben ist. Ob ich es jedoch den ganzen Schulvormittag damit aushalte, wird sich zeigen.
Jetzt darf nur niemand das Kostüm zu Hause vergessen.
Ich schaue aus dem Wohnzimmerfenster und sehe, dass Koppi auf dem Sportplatz mit zwei Kumpels Fußball spielt, im Unterhemd.
Gut, dass es gleich Mittagessen gibt. Dann kann ich ihn reinrufen, wegen dem Essen, nicht wegen dem Unterhemd. Das hilft mir, mein Gesicht als lässige Mutter zu bewahren.
Neben uns das Haus der freiwilligen Feuerwehr. Samstags um 12.30 Uhr Probealarm. Genau zu Antons Mittagsschlafzeit.
Leider weiß ich nie, an welchem Samstag die Sirenen heulen. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass die letzte Probe schon wieder ein paar Wochen her ist und ich rechne in den nächsten Minuten mit doppeltem Alarm.
edit: Alles blieb ruhig, die Wahrscheinlichkeit für nächsten Samstag ist gestiegen.
milch trinken?
Es gibt keine Milch mehr.
nein, austrunken!
Anton weint beim Abendbrot. Lotta Koppi weiter lachen.
Ist ihnen ein Leichtes.
Bilanz eines Elternsprechtages:
- Die Mutter von M. redet nur über den jüngeren Bruder von M. Sie redet ganz leise und etwas undeutlich.
- Die Mutter von P. hat heute Vormittag abgesagt.
- Die Mutter von K. kommt mit Familienhelfer. Der schreibt sich auf, welche Dinge K. in seinem Etui haben soll.
- Die Mutter von M. bringt ihr Baby mit. Das Baby hat Schnupfen und weint einmal ganz kurz.
- Die Mutter von T. ist einfach nur nett. Wir hoffen beide, dass T. bald nicht mehr so oft weint in der Schule, weil er seine Mutter vermisst.
- Die Oma von C. hat am Anfang Tränen in den Augen. Sie erzählt von traurigen Dingen.
- Die Eltern von R. bringen auch das Baby mit. Das Baby schläft und der Vater ärgert sich über R.s Handy.
- Der Vater von M. kommt mit Dolmetscher. Das Handy vom Vater klingelt und er telefoniert kurz. Das übersetzt der Dolmetscher nicht.
- Die Mutter von S. kommt nicht, dafür aber die Familienhelferin. Das ist sehr schön, so können wir uns ungestört unterhalten und einige Unglaublichkeiten austauschen.
Frischesbrotrinde und Frau Antonmann kann es nicht lassen, daran zu knabbern. Irgendwann kauft sie sich mal ein Brot für sich alleine und isst nur die Rinde von drumherum.
(Nur, was ich mit dem nackigen Brot dann mache, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, weiß ich noch nicht.)
Der junge Herr ist unentschlossen und treibt seine konsequenten Eltern in den Wahnsinn.
Brot mit Käse. Bitteschön. Eigentlich soll es doch lieber Wurst sein.
Brot in kleine Stückchen schneiden. Wird erledigt. Eigentlich doch lieber groß lassen.
Fertig mit Abendbrot. Gut, dann können wir abräumen. Tränenausbruch, doch noch nicht fertig.
Alleine die Treppe hochgehen. Gut, dann gehe ich vor. Doch lieber an der Hand gehen.
Mama soll das Licht ausmachen. Schon erledigt. Nein, natürlich selber ausmachen.
Blöd, wenn man einen eigenen Willen hat und nicht weiß, was man möchte.
Seit gestern
*Nachmittag ist Anton bei meiner Mutter.
*riecht es in unserem oberen Stockwerk nach irgendeinem komischen Duftöl, das Lotta gestern beim Kinderfest in der Oper von einer indischen Märchenerzählerin aufgeträufelt bekommen hat.
*kotzt Koppi in unseren blauen Spuckeimer.
Seit einer halben Stunde
*warte ich auf db Eva, der mit Anton zurück kommt.
*darf Koppi in meinem Bett liegen und Kika schauen.
*überlege ich, ob Koppis Kotzerei mit dem penetranten Duftölgeruch in Verbindung gebracht werden kann.
Eigentlich wär ich dann soweit.
Blöd, dass die Überschrift meiner Linkliste nicht mit den anderen Überschriften in einer Reihe sitzt.
Blöd, dass ich mein Foto nicht in die Sidebar bekomme.
Blöd, dass die Counter der Kinder sich nicht integrieren wollen.
Blöd, dass ich mich jetzt irgendwie nicht traue.
Enkelkinder sind süß, klar.
Enkelkinder sind besonders süß, wenn eine alte Freundin der Großmutter bei der Großmutter zu Besuch ist (so eine alte Freundin, die auch schon die Tochter als Baby kannte) und die Tochter gebeten wird, mit dem Enkelkind (das jüngste genügt) zum Kaffeetrinken vorbei zu kommen.
Da kann der Besuch dann sehen, wie süß das Enkelkind ist. Und schlau ist es und spricht so toll und macht so lustige Sachen und hat so einen gesunden Appetit und riecht so besonders, wenn es in die Windel gemacht hat und ist so zutraulich und winkt so fröhlich zum Abschied.
Enkelkinder sind süß und darüber können Großmütter wirklich froh sein.
Es kann sehr lustig bei Familie Antonmann sein. Beim Mittagessen. Wenn es Pizza gibt. Dann sagt Anton so Sachen wie drauf pizza, mehr pizza, papa pizza und alle pizza.
Anton kann Pizza noch nicht richtig aussprechen, er sagt pissa.
Eigentlich ist unser Wohnzimmer ein Wohnzimmer und unsere Kinderzimmer sind Kinderzimmer.
Klar bleibt es mit drei Kindern nicht aus, dass Dinge aus den Kinderzimmern auch mal im Wohnzimmer liegen, aber es scheint in unserem Haus eine natürliche Fluktuation Kinderzimmer ins Wohnzimmer zu geben. Aber nur in diese Richtung. Kinderzimmerdinge wandern nie einfach so wieder zurück ins Kinderzimmer.
Ich versuche gegen diese Fluktuation anzukämpfen und trage regelmäßig Autos, Legomännchen, Bücher, Murmeln, Jo-Jos, Fernsteuerautos, Teddybären, Bälle, Puzzle, Kartenspiele, CDs, Stifte zurück in die diversen Kinderzimmer und ganz einfach so passiert’s, dass sie wieder zurück ins Wohnzimmer schweben.
Und schnell sind die.
Ich ziehe in Erwägung, genau in dem Augenblick, in dem alle Kindersachen im Wohnzimmer liegen, mit meinem Wohnzimmer ins Kinderzimmer zu ziehen, bis dann alles wieder an seinem Platz ist.
Du bist 10.000!
Der ewigen Frage Was soll ich nur tun? nachgehend und auf der ständigen Suche nach neuen Lebenszielen, hat mich das Spiel von Karin und Larissa zu einer kleinen Abwandlung von kerstin ist inspiriert.
kerstin sollte
- zur Stabilisierung 2 Stangen an der Wirbelsäule befestigt bekommen.
- den Schmerz, den es ihr bereitete, nicht miterleben.
- das positiv sehen.
- sich lieber David zuwenden.
- ihre Tränen nicht sehen.
- sich für schuldig erklären.
- jederzeit zugänglich sein.
- sich wirklich Gedanken darüber machen, was bzw. wer für sie Priorität hat.
- jetzt Didi sprechen und müde gebärden. (hä?)
- nicht unbemerkt an den Pool laufen können.
- das Bein so wenig wie möglich belasten.
Spielt dein Kind lange, ruhig und alleine - sei mißtrauisch.
Anton spielte heute verdächtig ruhig, verdächtig lange und verdächtig alleine in seinem Zimmer. Als es mir dann irgendwann zu unheimlich wurde und ich mich auf Kontrollgang begab, nahm ich gleich die Kamera mit, um die mit Stiften angemalten Möbel, die mit Creme eingeschmierten Haare, den ausgeräumten Kleiderschrank, die mit Stickern beklebten Fensterscheiben zu fotografieren. Ich fand Anton in seinem Sessel sitzend, mit einer kleinen Handtasche, in der sich Lippenstift und Handcreme eine blaue Feder und ein Samtbeutelchen befanden. Schwer beschäftigt.
Es hätte aber auch gut sein können.
nudelnohnesaucewarnwohlnix
Mist!
Hätte ich wie ami eine Emotion des Tages, würde die bei mir heute so heißen:
nudelnohnesaucegehnschonwieder
Ich las’ über den kleinen Fanatiker und erinnerte mich.
Auch Lotta liebte in jungen Jahren die Ordnung, trieb uns damit an den Rand des Wahnsinns und wir wurden nicht müde, zu beteuerten, dass sie das von uns nicht habe könne.
* Sie konnte es nicht ertragen, wenn Teppichfransen durcheinander lagen. Sie strich sie jedesmal, leicht neurotisch, parallel.
*Sie sortierte Gewürzgläser nach Füllhöhe. (Besonders zur Freude meiner Mutter, die so ein wunderschönes 50 teiliges Gewürzregal hat. Alphabetisch geordnet, eigentlich.)
*Bei einem Fest im Kindergarten gab es eine Kartoffelschatzsuche im großen Sandkasten. Alle Kinder wühlten im Sand und schmissen die Kartoffeln an den Rand. Lotta rannte wild umher und legte die verstreuten Kartoffeln ordentlich in eine Reihe.
*Beim Abholen bei ihren Freundinnen kam es vor, dass die Freundinmutter meinte, Lotta könne ruhig einmal öfter kommen. Meine Tochter hatte mit Hingabe das ganze Freundinkinderzimmer aufgeräumt.
*Sie sortierte die Wäscheklammern auf dem Wäscheständer nach Farben und konnte recht unangenehm werden, wenn diese Ordnung durch die nächste Kochwäsche wieder zerstört wurde.
*Sie machte keinen Hehl daraus, uns auf unsere eigenen Unzulänglichkeiten in Punkto Ordnung hinzuweisen (ein umgekipptes Buch im Bücherregal, eine einsame Socke neben dem Wäschekorb, ein vorlorenes Taschentuch, ein offenes Marmeladenglas).
Das verwächst sich mit der Zeit.
Seit Donnerstag ist Herr Noro bei uns zu Hause. Erst musste sich Anton mit ihm rumärgern und seit gestern liege ich mit ihm im Bett oder begleite ihn auf Toilette.
Sollte der gemeine Kerl auch an ihrer Tür klingeln, lassen sie ihn nicht rein, verschließen sie Fenster und Türen, waschen sie ihre Wäsche bei 60° C und ihre Hände alle 15 Minuten.
Darum, db Eva.
In einer unscheinbaren Plastiktüte bekam ich heute diese Seligkeitsdvd überreicht.
(Und unser Dvdspieler ist heute Abend besetzt, weil Lotta mit ihrer Freundin, die die ihr Zimmer aufgeräumt hat, diesen Film gucken darf.)
1 Matratzenbezug
1 Body
4 Waschlappen
2 Schlafsäcke
3 kleine Spannbettlaken
1 großes Spannbettlaken
2 Handtücher
1 Schlafanzugoberteil



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