You are currently browsing the monthly archive for Oktober, 2006.

und unerwartet landete heute ein Stöckchen von dünesieben genau vor meinen Füßen. Den bisherigen Stöckchen, die so in der Gegend rumlagen, konnte ich fast immer erfolgreich ausweichen. Aber wenn es so direkt auf einen zugeflogen kommt ….

Wolltest Du schon immer ein Kind?
Ja, und nicht nur eins.

Was meinte damals der Papa des Kindes dazu?
Unbedingt, und nicht nur eins.

Wann hast Du Dich dann doch für ein Kind entschieden?
Wie, doch?

Gibt es jemanden, der behauptet, er wäre “schuld” daran, daß Du ein Kind bekommen hast?
Davon gehe ich aus.

Wie alt warst Du bei der Geburt Deines ersten Kindes?
25 , beim 2. 27, beim 3. 34

Gibt es etwas, was Du einer angehenden Mutter als Ratschlag mitgeben würdest?
Mit dem Dritten sieht man besser.

Was findest Du toll an anderen Müttern?
Wenn sie ihre tollen H&M Kinderklamotten alle an uns weitervererben.

Welche blöde Frage hat man Dir als Mutter gestellt?
War Nr. 3 geplant oder ein Unfall?

An wen gibst Du das Stöckchen weiter?
wir sind’s
Lise
Larissa

Wenn ich zu Hause bin, klebt Anton wie eine Klette an mir. Bloß nicht aus den Augen verlieren.

Sogar mein Gang zur Toilette - normalerweise ein willkommener Rückzugsort für wenigstens ein paar Minuten mütterliche Ungestörtheit - gestaltet sich zu einem Highlight. Mit sagt Anton und fachsimpelt ausgiebig darüber, welchen Sinn und Zweck mein Toilettenbesuch denn haben könnte.

Meine Demenzproblematik weitet sich dramatisch aus.

Nach sechs Stunden Schule bin ich so von der Rolle, dass ich beim Tanken auf dem Nachhauseweg ohne zu Bezahlen ins Auto steige und wegfahre. Zwei Minuten später meldet sich mein Bewusstsein zum Glück wieder zurück (ich kann mich tatsächlich nicht erinnern, dass ich ins Auto gestiegen bin), ich drehe um und der nette Tankwart nimmt seine Anzeige bei der Polizei sofort wieder zurück. Ich muss wirklich elend ausgesehen haben.

Es gibt in Antons Mundart fünf unterschiedliche Wortkategorien:

1. Wörter, die er klar und deutlich aussprechen kann, so dass auch Außenstehende ihn verstehen:
ball, mama, papa, buch, bett, pony, oma, opa, ja, nein, arm

2. Wörter, die dem Ursprungsklang noch recht ähnlich sind und die sich auch Außenstehenden im Zusammenhang schnell erschließen:
lela, uaka, oto, deiad, muich, bei, buak, letta, mate, bille, duhl

3. Wörter, die mehrere Bedeutungen haben, die sich manchmal durch den Zusammenhang erschließen und manchmal erst durch Nachfragen geklärt werden können:
bene hat 3 Bedeutungen
ei hat 4 Bedeutungen
tinki hat 2 Bedeutungen

4. Wörter, die sich plötzlich verändern:
aus natter, natter wird ente
aus ba wird banane

5. Wörter, die nur wir erkennen:
mulätta, ti, legogas, nini, mei, muija, dei, oka, melli

Koppi und sein Freund B. (8) ereifern sich eine ganze Weile über Autorennenspiele für den Computer. Dabei wurde ich Zeuge des folgenden Gesprächs:

Koppi: Ich hätte ja nicht gedacht, dass du schon ein Spiel ab 12 Jahren spielen darfst.
B (entrüstet): Aber in 4 Jahren werde ich doch schon 12 und außerdem, guck doch, so groß wie ich bin, ich sehe doch schon aus wie 10.

wenn Anton beim Gehen die Hände auf dem Rücken verschränkt. Von wem hat er das bloß? Ich bin mir sehr sicher, dass niemand in unserer Familie so rum läuft.

für meine allerliebste Konrektorin

P.S. Ich habe seit heute Nachmittag eine feste Babysitterzusage für nächsten Freitag :-)

Dank PtU ist Anton glücklicher Besitzer eines kleinen Siku Treckers.

Dies veranlasste Koppi, seine alten Trecker aus der Autokiste zu kramen und siehe da, jetzt haben wir vier Trecker. Was unsereins (Mutter) vielleicht als Verschwendung interpretieren könnte, scheint von den Jungs ganz anders empfunden zu werden. Vier Trecker sind der echte Wahnsinn.

Bin ich eine schlechte Mutter, wenn ich die Auto-, Bagger- und Traktorenleidenschaft meines Sohnes zwar akzeptieren, aber nicht wirklich nachempfinden kann?

Auf der anderen Seite, können sich Anton und dieses, dieses, dieses und dieses Kind so sehr täuschen? Irgendwas muss dran sein, ich seh’s nur einfach nicht.

Nun bin ich mir wirklich, wirklich sicher, dass ich im Hintergrund dudelnde pseudoklassische Musik in Umkleidekabinen, Ruheräumen und bei E-Mail Postkarten nicht ausstehen kann.

Ich lasse heute meine ganze Familie zu Hause und gehen mit den drei Damen vom Grill auf Saunasausentour.

Mein Gewissen ist nur ganz klein schlecht.

Kind zu Kind: Komm, wir spielen Vater, Mutter, Kind, Oma, Opa, Hund und Katze. Oma und Opa sind tot. Vater, Mutter, Kind sind nicht zu Hause. Du bist die Katze, ich der Hund.

Ein Lauscher aus fernen Zeiten.

Dass Fliegen, wo sie auch sitzen, kleine schwarze Flecken hinterlassen, musste ich hier auf dem Land bereits lernen, aber dass Spinnen, die sich in den Ecken des Fernsterrahmen verkrochen haben, noch viel hartnäckigere kleine schwarze Flecken auf der Fensterbank hinterlassen, habe ich eigentlich erst heute begriffen. Wenn ich so nachdenke, es ist schon nachvollziehbar, wo sollen sie denn sonst auch hin mit dem Dreck.

Und ich hab’s erst gemerkt, als Anton ständig beim Laufen stolperte.
Wo waren Sie mit Ihren Gedanken, Frau Mutter?

Koppi. Mitten im Wald. Weißt du was das ist? Langes Grübeln. Pizza.

Nach einem tollen, langen Abend mit kapitaen und kapitaenin [inklusive Nr. 19, die man lecker trinken kann, Blumen und andere Utensilien streuenden Mädchen, Eidechsen, unfassbaren Unfassbarkeiten und einer aussichtsreichen Sylvesterplanung] wurde ich heute Morgen dreifach gesegnet:

1. Segen: Anton hat bis 20 vor 8 durchgeschlafen
2. Segen: Meine Mutter hat bei uns übernachtet und sich ab 19 vor 8 um Anton gekümmert.
3. Segen: Ich habe gestern Abend ein Glas Sekt und dann ausschließlich Wasser getrunken. Mir geht es wirklich, wirklich nicht so wie beim letzten Mal :-)



Die letzte Nacht steckt mir noch ganz schön in den Knochen, es war ein harter Tag. Antons Frustrationstolenranz tendiert gegen Null.

kleine Spinne, kleine Spinne
krabbelt rauf, krabbelt rauf
krabbelt wieder runter, krabbelt wieder runter
kitzelt auf dem Bauch, kitzelt auf dem Bauch

Anton ist seit drei Stunden wach und weint und ich habe die Ehre, die erste im Blog zu sein.

Beim vormittäglichen Spaziergang durch unsere Ländereien waren, im Gegensatz zu letzten Sonntag, zum Glück wieder viele Trecker auf den Feldern. Die Landwirte sind ganz fleißig zur Zeit.

Wer wäre nicht beeindruckt von der unwiderstehlichen Ausstrahlung dieser Fahrzeuge. Anton haben sie bereits überzeugt und ich musste spontan an Vreni und ihren Wunsch nach einem eigenen Trecker denken.


Ich verrate nur ganz leise, dass Anton heute von halb 8 bis viertel vor 9 DURCHGESCHLAFEN hat.
Er hatte allerdings auch viel nachzuholen und heute geht es ihm wieder viel besser - beneidenswert, diese Vitalität eines jungen Körpers.

Der hilflose Versuch, ein trostloses Abendbrot, bestehend aus Crackern, Knäckebrot und Salzstange, ansprechend zu präsentieren.

Ich fühle mich so als ob Anton mit dem Trecker mehrmals über mich rüber gefahren wäre.

Anton hat zwar bis halb 9 und ich bis 9 geschlafen, ABER leider mit der kleinen Einschränkung, dass wir zwischen 4 und halb 7 wach waren, da Anton mehrmals brechen musste (3mal BettundSchlafsachenkompettwechsel) und ich ihn bestimmt 8mal die Windel gewechselt habe, weil er so starken Durchfall hatte. *uaaah*

Nun sitzt der kleine Mann leichenblass auf dem Sofa und lässt sich Bücher vorlesen und die gute Waschmaschine läuft bereits. Lotta sagt: “Verseuchte Wäsche”

Heute haben wir uns mit Freunden in derem Familien-Wochenend-Ferien-Bauernhaus getroffen. Bei traumhaftem Herbstwetter konnten wir den ganzen Tag draußen verbringen und gemeinsam lecker Miracoli essen (2mal die 4-5 Portionen Packungen und die Nudeln waren trotzdem knapp).
Außerdem konnten die Erwachsenen reden, Kaffee trinken, Kekse, Kuchen und Salzstangen essen, zwei bis drei Zigaretten zu viel rauchen, Fußball spielen und ein Bier trinken.
Zur gleichen Zeit konnten die Kinder Apfelschorle trinken, Kekse, Salzstangen und Weingummi essen, im Wald spielen, an der Beeke spielen (ohne diesmal ins Wasser zu fallen!), Fahrrad fahren, Fußball spielen, im Sand spielen, Trecker fahren und Rasen mähen.

[Fotos hochladen geht grad nicht (grrr, mal wieder), die werden also nachgeliefert.]

Wenn man nach einem schönen Tag im Bauernhaus (dazu später mehr) noch im Auto beschließt, dass man zum Abendbrot Pizza bestellen möchte, dann auf der Karte liest, dass der Bringdienst Montags Ruhetag hat, man einfühlsam versucht, die Kinder (und sich selbst) auf Morgen zu vertrösten, man dann mit einem Funken Hoffnung, dass die Karte schon etwas älter ist, doch vorsichtshalber beim Italiener anruft und eine freundliche Stimme fragt: “Was möchten sie bestellen?”, dann kann man wahre Kinderfreudenhopser erleben (und innerlich hüpfe ich ein wenig mit).

7:23 Uhr, es ist mucksmäuschen still im Haus, alle (!) schlafen noch, draußen wird es langsam hell

und ich bin wach, ganz von alleine bin ich wach geworden, so als ob ich ausgeschlafen hätte *lach*. Das kann doch nicht war sein.

Anton ist heute den ganzen lieben Tag lang von einer Sinnkrise in die nächste gestoplert, jedesmal begleitet mit ausgeprägter, frühkindlicher Theatralik.
Folgende Krisen wollten heute bewältigt werden:

- Papa ist nicht Mama.
- Frühlingsquark darf nicht aus der Packung geschleckt werden.
- Beim Spaziergang sehen wir keinen Trecker.
- Der Fußball bleibt draußen.
- Mama ist nicht Papa.
- Die Weintrauben sind alle.
- Das Trinken von den Kaninchen ist [nur] für die Kaninchen.
- Schnuller gibt es nur beim Schlafen.
- Der Käse wird mit Brot gegessen.
- Ich bin einfach nur unzufrieden und weiß selber nicht so ganz genau, was ich gerne möchte.

Ich hab’s mal wieder gewagt und Anton zu Lotta, Koppi, kleinen Legosteinen, Autos , Baggern und Treckern ins Kinderzimmer mit den Worten: “Wenn ihr ihn immer schön mit Spielsachen versorgt ist er durchaus zu ertragen.” abgeschoben. Mal sehen wie lange sie es miteinander aushalten.

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich FERIEN habe? Zwei wunderbar freie Wochen liegen vor mir und lediglich eine hellbraue Akte hat mich von der Schule nach Hause begleitet. Aber auf die Arbeit freue ich mich richtig, denn das Ergebnis davon bringt mir hoffentlich viel Erleicherung nach den Ferien.

Mit dieser Perle

und mit dieser Tic Tac Packung

hat Anton heute ungelogen eine dreiviertel Stunde gespielt.

Immer und immer wieder der gleiche Handlungsablauf [ab wann werden Wiederholungshandlungen eigentlich als zwanghaft bezeichnet?]:


Packung auf ……………………………. Perle raus

Perle rein ……………………………….. Packung zu

Leider musste ich das Spielchen an einer Stelle mitspielen. Also habe ich mich gemütlich auf den Boden gesetzt, brav meine Hand hingehalten und in möglichst unregelmäßigen Abständen oh und ah gesagt. So hatte ich wenigsten etwas das Gefühl von Pause.

Das hat Anton heute alles seinem Freund Teo gezeigt:
seinen Garten
seinen Bruder
seine Kekse
seine Bälle
seinen Nachbarshund
seine Nachbarsponys
seine Rutsche
seine Schwester
seine Wippe
seine Sandkiste
seine Kaninchen (’tschuldigung, seine Hasen)
seine Spielsachen

Ratet mal womit Koppi nach den Herbstferien anfangen wird!

Antons Sprachtentwicklung explodiert die letzten Tage.

Wir sitzen gemütlich auf dem Sofa und plaudern miteinander, na ja entweder erzählt Anton von Dingen, die er mir schon zig Mal erzählt hat (eis - oh, du hast ein Eis gegessen, ba - ah, ein bananeneis, papa - hmhm, mit Papa, bua - ja, auf der Burg) oder er plappert das nach, was ich ihm gerade vor einer Minute erzählt habe (die Katze ist jetzt weg, sie ist zu Elli gegangen und auch zu Peter - miei … alle … elli … pepa … auch) und das erzählt er dann wieder zig Mal ;-)

Gestern habe ich Magnetwörter für den Kühlschrank gekauft.

Die Kinder haben sich heute gleich kreativ betätigt und nun findet man bei näherer Betrachtung in all dem Magnetwirrwarr wahre Kleinode kindlicher Poesie.

switch your blog today
soll man oder soll man nicht?

Anton schläft seit drei Stunden.
Koppi geht zu einem Freund zum Spielen.
Lotta und db Eva fahren zum Musikunterricht und zur Arbeit in die große Stadt.
Und ich bin ganz leise und genieße die Ruhe.

Zauberwasser, rinne, rinne
hell die Augen, hell die Sinne
Hexenkraut und Knöterich
was verborgen zeige sich

Familientreffen, auch wenn ich mit den Jahren lerne, besser damit umzugehen. Ich bin doch am Abend immer wieder froh, nach Hause fahren zu können.

Auf dem Rückweg überlege ich mir dann, was ich an einem freien Montag alles hätte machen können, und mir fällt so viel ein.

Man kommt nicht voran, wenn Anton eita und buta sucht.