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Ich möchte an dieser Stelle ganz deutlich festhalten, dass ich es überaus zu schätzen weiß, dass mein siebenjähriger Sohn mittlerweile ganz alleine in einen Eimer kotzen kann.

Ich erinnere mich nur sehr ungern an vergangene vomHochbettrunteraufdenHolzfußbodenKotznächte.

Koppi musste heute wegen Bauchschmerzen den laufenden Schulbesuch frühzeitig beenden. Im Verlauf des Vormittags hat er es dann Ottos Mops von Ernst Jandl nachgetan (für die werten Leser, die das Buch nicht kennen: ottos mops kotzt!)

Folgende Dinge konnt ich heute nach der Zweistundensitzung beim Hausarzt mein Eigen nennen:
ein Rezept
eine Krankschreibung (die gar nichts bringt, da ich eh erst wieder am Mittwoch zur Schule muss)
drei Röhrchen für eine Stuhlprobe
eine Kostaufbauberatung

Der Tag fing schon mit fiesen Kopfschmerzen an und hat sich gesteigert bis hin zu, sagen wir mal vorsichtig, Unregelmäßigkeiten im Magen- und Darmtrakt.

Und das jetzt, wo die freien Tage vor der Tür stehen. Noch habe ich jedoch die Hoffnung auf ein schnelles “Einmal-durch-und-wieder-gut” nicht aufgegeben.

Sollten sich auf dem Kuchenbuffet einer Geburtstagsfeier auch herzhafte Muffins mit schwarzen Oliven und Feta befinden, ist es ratsam, dies den Gästen frühzeitig mitzuteilen. Es scheint ein äußerst gewöhnungsbedürftiges Geschmackserlebnis zu sein, wenn man eigentlich mit Blaubeer- oder Schokostückchen-Muffins rechnet.

Ich wusste es zum Glück besser und konnte uneingeschränkt genießen und der kleinen Fressraupe war es sowieso egal - hauptsache Futter.

Ich bin mir noch nicht so sicher, ob ich Stöckchen überhaupt mag, darum habe ich mir dieses Versuchsstöckchen bei Larissa geholt:

1. Greife das Buch, welches Dir am nächsten ist, schlage Seite 18 auf und zitiere Zeile 4:
Schau gestellten Spottes insgeheim ziemlich stolz auf seine (Tony Hawks: Wunschkonzert)

2. Strecke Deinen linken Arm so weit wie möglich aus. Was findest Du?
zwei MDF-Platten für db Evas neuen Schreibtisch

3. Was hast Du als letztes im Fernsehen gesehen?
Tatort am Sonntag

4. Mit Ausnahme des Computers, was kannst Du gerade hören?
nichts, weil alle Kinder schlafen bzw. im Bett sind und db Eva keinen Krach macht

5. Wann hast Du den letzten Schritt nach draußen getan?
heute Nachmittag, um die Kaninchen zu füttern

6. Was hast Du gerade getan, bevor Du diesen Fragebogen begonnen hast?
in Blogs gestöbert und Schokolinsen gegessen

7. Was hast Du gerade an?
helle Hose und türkises T-Shirt


8. Hast du letzte Nacht geträumt?
bestimmt

9. Wann hast Du zum letzten Mal gelacht?
ich hab’ was Lustiges gelesen, hatte etwas mit einem Katzenklo zu tun

10. Was befindet sich an den Wänden des Raumes, in dem Du Dich gerade befindest?
Regale

11. Hast Du kürzlich etwas Sonderbares gesehen?
nö, alles ganz normal hier ;-)

12. Was hältst Du von diesem Quiz?
bin mir noch nicht ganz sicher

13. Was war der letzte Film, den Du gesehen hast?
Hui Buh im Kino

14. Was würdest du kaufen, wenn Du plötzlich Multimillionär wärst?
eine Putzfrau, kann man die irgendwo kaufen ;-)

15. Sag mir etwas über Dich, was ich noch nicht wußte.
wenn ich alleine bin, kaue ich auf meinen Harren rum - schlechte Angewohnheit das

16. Wenn du eine Sache auf der Welt ändern könntest, was wäre das?
drei Tage Wochenende

17. Tanzt Du gerne?
definitiv nein

18. George Bush?
ist der eigentlich richtig gewählt worden?

19. Stell dir vor, Dein erstes Kind wäre ein Mädchen. Wie würdest du es nennen?
mein erstes Kind ist ein Mädchen und heißt auch so wie ich es nennen wollte

20. Und einen Jungen?
wäre Lotta ein Junge geworden, würde sie so heißen wie Koppi heißt

21. Würdest Du es in Erwägung ziehen, auszuwandern?
nein

22. Was würdest du Gott sagen, wenn du das Himmelstor erreichst?
Grüß Gott

23. Fünf Leute, die das hier auch beantworten sollten und duerfen.
ich kenne keine Leute, die soetwas machen, außerdem habe ich es ja eh nur geklaut

Anton schreit.
Anton schreit viel.
Anton schreit laut.
Anton schreit schrill.

(Kommt man ihm dabei näher als einen Meter, fiept es in den Ohren.)

Anton schreit beim Einkaufen an der Kasse.
Anton schreit beim Essen.
Anton schreit im Auto.
Anton schreit im Garten.
Anton schreit beim Spielen.
Anton schreit beim Schreien.

(Das ist bestimmt nur eine Phase.)

P. S. Ob ich jetzt mal im beliebten Elternforum soetwas schreibe wie: “Hilfe, mein Süßer schreit! Liegt es an mir? Kein Kind mag mehr mit ihm spielen.”?

Ausgelöst durch diesen Eintrag von Vreni, erinnere ich mich daran, dass Anton in unserem letzten Urlaub immer mit Lottas mp3 Player (mit schwarzen Kopfhörern) Musik hören durfte. An einem Tag beobachteten wir, wie Anton sich db Evas schwarzen Schuhe nahm und sich die Schnürsenkel in beide Ohren steckte.

In einer näher gelegenen Kleinstadt ist heute Nachmittag verkaufsoffener Sonntag und Bauernmarkt.

Ich erlaube mir, unsere Tageszeitung hierzu zu zitieren:
“Wie im vergangenen Jahr werden die Kürbisse viele Kunden anziehen, denn kein Gemüse hat im Herbst eine schönere Farbe. Vitaminreiche Früchte wie Äpfel und Pflaumen leuchten mit den Kürbissen um die Wette. Zusätzlich gibt es auch Wurstwaren und Käse zu erstehen.”

Na, wenn das nicht verheißungsvoll klingt!?

Wir fahren trotzdem hin.

Die Katzen der Nachbarschaft hinterlassen immer mal wieder kleine Köstlichkeiten auf unserem Grundstück. Highlight heute: eine toter Fisch mit abgebissenem Kopf auf unserer Auffahrt

Ist es vertretbar, in einem Elternblog zu schreiben, dass Anton heute, an einem SAMSTAG, von 19 Uhr 30 bis 8 Uhr 30 mit nur einem Schnullernachschub durchgeschlafen hat? Das macht er sonst nie.

In Gedanken bin ich bei allen Müttern, die bereits seit drei Stunden Kinderprogramm schieben und wünsche ihnen wenigstens auch mal eine solche Nacht - wir sind ja bescheiden geworden mit den Jahren.

Antons Einschlaflektüre - weitergereicht von Kind zu Kind:

Anton liebt Bobo und darum liebe ich Bobo auch. Auch, wenn die Geschichten manchmal etwas merkwürdig und die Bilder vom künstlerischen Anspruch so naja sind.

Es sind jedoch die Kleinigkeiten, die mich immer wieder erfreuen.

Ich liebe den facettenreichen Gesichtsausdruck von Papa Siebenschläfer in der Geschichte Bei Bobo zu Haus



Eine ähnliche Situation findet sich in Bobo im Planschbecken

Und auch die sonst immer liebevoll lächelnde Mama Siebenschläfer wirkt leicht angefressen in Bobo geht einkaufen

Läusealarm in meiner Klasse - wenn ich nur daran denke, juckt überall bei mir.

ein exzellenter Mann mit glasklarem Profil

er ist ein guter Mann

Honigkuchen gekauft
gebrannte Mandeln hergestellt
wieder ist Weihnachten ein Stückchen näher

Heute musste ich feststellen, dass Kinderklamotten von h&m ab einer gewissen Größe günstig sind, aber mehr dann leider auch nicht.

Mit Müh und Not haben wir für Lotta einen Pulli und eine Jeans bekommen. Erschwerdend kam hinzu, dass an den Kleidungsstücken nicht ein Fitzelchen rosa zu sehen sein durfte, sonst wurden sie unprobiert der Kabine verwiesen.

Neulich in der großen Stadt:

Die Sonne scheint und ich gehe mit Anton und Koppi mitten im schönen Stadtwald auf DEN Spielplatz überhaupt. Er ist neu gestaltet, aus Lottis Zeiten kenne ich den noch ganz anders, mit den tollsten Sachen, die die Spielplatzpädagogik so bietet.

Abenteuer pur, in ordentlich zurecht gemachter Umgebung, alles wohl durchdacht und an alles gedacht, was ein Kind nach dem derzeitigen Stand der Entwicklungspsychologie braucht: was zum Klettern, was zum Verstecken, was zum Laufen, was zum Rutschen, was zum Schaukeln, was zum Bauen, was zum Wassermatschen, was zum Staudämme bauen, was zum Tiereanschauen (aber bloß nicht füttern), was zum Stockbrot backen, was zum Balancieren, was zum Rumkreiseln, was zum Wippen, was zum Hangeln, was zum Rollenspielen und was zum Skaten.

Es reihen sich Kinderwagen an Kinderwagen, Laufräder an Laufräder, Puppenwagen an Puppenwagen, Dreiräder an Dreiräder. Eltern sitzen im Sandkasten, auf Bänken, auf Baumstämmen, auf Steinen, reden eifrig mit anderen Eltern, reden pädagogisch mir ihren (und anderen) Kindern, reichen mundgerecht geschnittene Äpfel aus kleinen Tupperdosen, sammeln das verteilte Sandspielzeug wieder ein, fragen ständig: entschuldigung ist das dein Eimer/ deine Schaufel, dein Förmchen, dein Sieb?, haben eine extra Tragetasche für all das Sandspielzeug.

Und zwischen alldem, Kinder an Kinder, ein glücklicher Anton, ein glücklicher Koppi und ich, ohne Äpfel, ohne Sandspielzeug. Die Erinnerung an ferne Spielplatzzeiten kommt mir wieder hoch und ich merke, dass sich alles in mir sträubt. Ich bin seltsam, aber es ist so, ich bin einfach keine Spielplatzmutter.

Auf dem Nachhauseweg sagt Koppi so was wie: das war schön, hier will ich mal wieder hin. Und ich habe es geahnt :-)

Ich hab’s nicht ganz bis halb 12 geschafft, aber Anton ist auch schon den ganzen Tag unausstehlich, windet sich um meine Beine, will ständig auf meinen Arm, stolpert beim Laufen und schreit wie eine kleine (S)Irene.

Hoffen wir mal, dass er einfach nur müde war, jetzt lange, lange schläft und frisch wie der junge Morgen aus dem Mittagsschlaf erwacht.

Warum bin ich nach dem Schlafen immer müder als vor dem Schlafen?

Ein langer Kaugummitag liegt vor mir, also kleinschrittig denken, um halb 12 lege ich Anton zum Mittagsschlaf hin.

Dieses Kunstwerk fand ich gestern Abend in unserem Badezimmer. Lotti sagt, das ist ein Spinnenfänger.

Dank einer Lieblingskollegin habe ich heute den ganzen Tag ihr neues Geburtstagslied im Ohr - und an einer Stelle weiß ich den Text nicht mehr, grrr.

Wenn die beiden Großen pupsen (tun sie halt manchmal), dann sagen sie immer ganz vorwurfsvoll: “Anton!”. Leider lernt der kleine Bruder schneller als ihnen lieb ist.
Heute passierte es Koppi wieder.
Anton (auf seinen Bruder zeigend): “Pup!”
Koppi: “Verräter!”

Dieses alte Buch von Koppi

hat Anton neu entdeckt.

Ich freue mich, denn ich erinnere mich, das Buch ist schön.

An diesen beiden Seiten konnte Anton sich gar nicht sattsehen :-)

Da meinte doch eine freundliche Stimme am Telefon zu Anton, ob er denn heute schon Eis gegessen habe. Danke. Wir haben nämlich kein Eis mehr und das erkläre mal einem sehr beharrlichen, eisliebenden Einjährigen. Halbe Stunde Eisalarm.

Nun spielt er zum Glück wieder fröhlich mit Wasser im Garten (der Sommer ist noch immer nicht vorbei) und wir konnten feststellen, dass Hagebutten mit der Zeit nicht hart und trocken werden, sondern weich und matschig.

M. (9) ist heute abgehauen, wiedergekommen und am Mittag fröhlich nach Hause gegangen.

Ein kleiner Erfolg?
Bitte, ich könnt’s gut gebrauchen.

Gleich neben Grillkohle und Halloweenartikeln (die eigentlich schon einen Post für sich wert wären) fand ich heute dies:

Dieses freundliche Grinsen fand ich heute in der Tüte mit den Buchstabenkeksen:

Nach einer kurzen kreativen Phase sah es dann so aus:

Jetzt überlege ich nur noch, ob ich den Keks bei ebay versteigern soll - sieht doch eindeutig nach Papst oder Jungfrau Maria aus.